Filmkritik: Isle of Dogs - Ataris Reise

Filmkritik:
Isle of Dogs – Ataris Reise

“Isle of Dogs – Ataris Reise” war der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale. Inzwischen gibt es das neueste Werk von Wes Anderson auch für das Heimkino. Der unkonventionelle Film ist ein echtes Meisterwerk, das in jedes gut sortierte Filmregal gehört!

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Isle of Dogs”

“Isle of Dogs – Ataris Reise” erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem zwölfjährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Megasaki City’s. Nachdem alle Hunde der Stadt ins Exil auf der riesigen Insel Trash Island verbannt wurden, macht sich Atari auf die Suche nach seinem Wachhund, Spots. Unter den ausgestoßenen Vierbeinern findet er neue Freunde, die ihn auf seiner außergewöhnlichen Reise unterstützen. Dabei entscheidet das Gelingen ihres Abenteuers über das Schicksal der Hunde und die Zukunft der gesamten Präfektur.

Isle of Dogs - Ataris Reise

Mein Fazit

Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wird schnell klar, dass es sich bei “Isle of Dogs” um ein wahres Meisterwerk der Filmkunst handelt. Regisseur Wes Anderson (“Grand Budapest Hotel”, 2014) schuf mit dem Animationsfilm eine emotionale Geschichte, die eigentlich keinerlei Worte benötigt. Zwar wird das Bellen der Hunde in astreines Englisch bzw. Deutsch transformiert, das gesprochene Japanisch der Menschen wird jedoch nur dann übersetzt, wenn gerade ein Übersetzer vorhanden ist.

Ein optisches Highlight

Anderson setzt in seiner Produktion auf eine ganz eigensinnig Art der Animation – fern von Realitätsnähe und mindestens genauso weit entfernt von Disney Pixar und Co. Gerade durch seinen Stil und der angewandten Stop-Motion-Technik wirkt der Film wesentlich erwachsener und ernsthafter. “Isle of Dogs” ist definitiv kein Kinderfilm, sondern ein Animationsfilm für Erwachsene. Prägnant für die Optik sind auch die typisch japanischen Elemente, die sich durch den ganzen Film ziehen. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch die wundervoll, eingängige Musik von Alexandre Desplat (“Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“, 2017).

Isle of Dogs - Ataris Reise
© 2017 Twentieth Century Fox

Eine Geschichte die ans Herz geht

Die Handlung von “Isle of Dogs” setzt 20 Jahre in der Zukunft in der japanischen Stadt Megasaki an. Der Bürgermeister der Stadt Kobayashi ordnet die Verbannung aller Hunde an, um die Menschheit vor dem gefährlichen Schnauzenfieber zu schützen. Mit der Verbannung der Hunde verlieren die Menschen jedoch ihre besten Freunde. Nur ein Mensch – Atari Kobayashi – macht sich auf die Suche nach seinem geliebten Hund und Freund. Doch hinter dieser offensichtlichen Geschichte verbirgt natürlich weitaus mehr. Es werden Themen wie Politik, Rechte, Freiheit und Ökologie behandelt und kritisiert. Thematiken, die sich auf die heutige Gesellschaft übertragen lassen. Dabei arbeitet der Film mit Überspitzungen und trifft dabei trotzdem mitten ins Herz. “Isle of Dogs” ist traurig und hoffnungsvoll zugleich. Obgleich die Handlung teilweise etwas springt, kann man ihr gut folgen und auch der ein oder andere lustige Moment lockert die Stimmung regelmäßig auf.

Isle of Dogs - Ataris Reise
© 2017 Twentieth Century Fox

Ein Meisterwerk

Ganz Wes-Anderson-Like gehört “Isle of Dogs” zu der Kategorie der experimentellen, nicht konventionellen Filmen. Wer dafür nicht offen ist, wird vermutlich etwas überrumpelt werden. Gibt man dem Stop-Motion-Film jedoch eine Chance, gewöhnt man sich schnell an die eigenwilligen Inszenierung und kann sich ganz der Optik und der Geschichte hingeben. Ein Film, der in jedes gut sortierte Blu-ray-Regal gehört!

“Isle of Dogs – Ataris Reise” ab 25. Oktober auf DVD & Blu-ray.

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