Filmkritkk: Jurassic World: Das gefallene Königreich

Filmkritik: Jurassic World – Das gefallene Königreich

In “Jurassic World – Das gefallene Königreich” droht den Dinosauriern der erneute Untergang. Owen und Claire versuchen alles, um so viele Arten wie möglich zu retten. Mit einer, haben sie allerdings nicht gerechnet…

3.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Drei Jahre sind vergangen, seit der Themenpark Jurassic World samt Luxus-Resort von gefährlichen Dinosauriern zerstört wurde. Seit die Menschen von der Isla Nublar fliehen mussten, behaupten sich nun die übrig gebliebenen Saurier als unangefochtene Herrscher des Dschungels. Doch als der inaktiv geglaubte Vulkan der Insel anfängt zu brodeln, müssen Owen (Chris Pratt) und Claire (Bryce Dallas Howard) zurückkehren, um die letzten Dinosaurier vor dem Aussterben zu bewahren. Die Rettungsaktion erweist sich als gefährlicher als gedacht, da es auf dem von Beben erschütterten Terrain der Insel bereits bei ihrer Ankunft Lava regnet. Während Owen verzweifelt versucht, seinen Raptor Blue zu retten, kommen die übrigen Expeditionsmitglieder einer Verschwörung auf die Spur, durch die die Erde in den lebensfeindlichen Zustand der Urzeit zurückkatapultiert werden könnte.

Jurassic World: Das gefallene Königreich ab 07. Juni im Kino

Trailer zu “Jurassic World – Das gefallen Königreich”

Mein Fazit

Neu trifft alt. “Jurassic World – Das gefallene Königreich” kehrt zu den Ursprüngen von “Jurassic Park” zurück und bildet damit eine Verbindung zwischen den alten und neuen Filmen, die es so in “Jurassic World” noch nicht gab. Das ist definitiv der richtige Ansatz und bringt einige wirklich spannende und vor allem interessante Handlungstränge mit sich, die der Geschichte mehr Tiefe verleihen. Auch sonst, macht der zweite Teil von “Jurassic World” so einiges richtig, leider aber auch das ein oder andere falsch.

Jurassic World: Das gefallene Königreich
© Universal Pictures

Weniger Humor, mehr Horror

Besonders auffällig und leider überwiegend negativ auffällig ist, die spürbare Unterschrift des Regisseurs J.A. Bayona, der vor allem für seinen Horrorfilme “Das Waisenhaus” (2007) und dem Fantasyfilm “Sieben Minuten nach Mitternacht” (2016) bekannt ist. Der spanische Regisseur setzt auf eine deutliche finstere, gruseligere Inszenierung und scheitert gleichzeitig kläglich an humoristischen Elementen, die nicht so richtig funktionieren wollen. Das ist Colin Trevorrow, der sich für den zweiten Teil nur noch als Drehbuchautor verantwortlich zeigt, in “Jurassic World” besser gelungen. Dadurch wirkt “Jurassic World – Das gefallene Königreich” wesentlich ernster als sein Vorgänger, was aber auch der Story zu verschulden ist.

Jurassic World: Das gefallene Königreich
© Universal Pictures

Aus alt mach – alt?!?

Neben den wirklich spannenden neuen Aspekten der Geschichte, auf die ich aus spoilerischen Gründen nicht weiter eingehen werden, wiederholt die Story leider sehr viele Elemente vom Prequel. So – sorry, doch ein kleiner Spoiler – wird erneut ein Saurier per Gentechnik kreiert, der jedoch – Achtung neu! – mehr als nur der Anschauung dienen soll. Nichtsdestotrotz wirkt diese Wiederholung der Geschehnisse etwas einfallslos und man fragt sich, warum sie dann im Prequel schon auf einen Dino aus dem Labor gesetzt haben, weil er in diesem Kontext auf jeden Fall mehr Sinn macht. Aber vielleicht wäre “Jurassic World” dann doch nur ein Abklatsch von “Jurassic Park” gewesen!? Aber nun gut, denn eigentlich geht es, egal, ob in “Jurassic Park” oder “Jurassic World”, doch vor allem um eins…

Jurassic World: Das gefallene Königreich
© Universal Pictures

…die Special Effects!

Und die sind natürlich aller erste Sahne. Die Dinosaurier wirken echter und greifbarer denn je. Allen voran natürlich der höchst intelligente Raptor Blue. Und was wäre ein Jurassic-Film ohne seinen T-Rex!?! Noch nie haben die Saurier so bedrohlich und furchteinflößend gewirkt wie in “Jurassic World – Das gefallene Königreich” – und gleichzeitig auch noch nie so verletzlich.

Jurassic World: Das gefallene Königreich
© Universal Pictures

Rettet die Dinosaurier

Denn die Dinosaurier stehen in “Jurassic World – Das gefallene Königreich” erneut kurz vor dem Aussterben. Wie der Trailer bereits verrät, ist der Vulkan der Dinosaurierinsel kurz vor dem Ausbruch und Claire und Owen eilen zur Rettung. Dies ist jedoch nur der Anfang der Geschichte und fällt meiner Meinung nach viel zu kurz aus. Bereits nach gefühlten zwei Minuten auf der Insel bricht das Chaos aus. Der Zuschauer bekommt so kaum etwas von der lieb gewonnenen Insel aus Teil eins (vier) zu sehen und muss sich stattdessen auf ein viel engeres Setting einlassen. Insgesamt wirkt der Film dadurch noch einmal umso düsterer und auch die Action wird in einen ungewohnt engen Raum gequetscht.

Jurassic World: Das gefallene Königreich
© Universal Pictures

Vorfreude auf Teil 3!?

Meine Freude auf den dritten “Jurassic World”-Teil hält sich nach “Jurassic Word – Das gefallene Königreich” etwas in Grenzen. Die Aftersquenz lässt bereits erahnen, wo die Reise hin gehen soll. Und direkt hegt man Zweifel daran, ob das überhaupt so Sinn macht. Auch habe ich den Film auf Deutsch gesehen und bin furchtbar unglücklich mit der Synchronisation, weshalb mich wahrscheinlich auch selbst Bryce Dallas Howard (“Gold – Gier hat eine neue Farbe, 2016) und Chris Pratt (“Avengers – Infinity War“, 2018), die mir im Prequel sehr gut gefallen haben, nicht vom Hocker reißen konnten. Hinzukommt, der in meinen Ohren katastrophale Soundtrack, der nur wenige Elemente des klassischen “Jurassic Park” Themes aufgegriffen hat… Unter dem Strich bleibt ein Film, der trotz seines Mankos über 128 Minuten nicht langweilig wird und vermutlich im OT auch noch etwas stärker wirkt. Der Schritt weg von der Insel ist spannend und notwendig. Dennoch hätte ich mir den ersten Teil auf Isla Nublar definitiv länger gewünscht.

“Jurassic World – Das gefallene Königreich” ab 07. Juni 2018 im Kino.

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