Filmkritik:
Der Kurier – In den Fängen des Kartells

“Der Kurier – In den Fängen des Kartells” entpuppt sich als einer der langweiligsten “Thriller” der letzten Jahre. Da kann auch der ehemalige Zauberlehrling Daniel Radcliffe nicht viel retten…

1.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Sean Haggerty (Daniel Radcliffe) ist ein Drogenkurier und er spielt ein doppeltes Spiel. An Bord der Cessna, die er fliegt, ist eine Ladung Kokain. Er wird den Stoff über die Grenze bringen und die DEA wird von ihm erfahren, wo er die Ladung übergibt. Wenn die Falle über dem Kartell zuschnappt, bekommen Sean und seine Frau eine neue Identität und Jen (Grace Gummer) die teure medizinische Behandlung, die ihr Leben rettet. Doch Seans Auftraggeber ändern ihren Plan und auch die DEA hat neue Ideen vom Ablauf der Aktion. Es wird eng für Seans Doppelspiel. Dann kommt eine Nachricht, die alles verändert – das Kartell hat Jen…

Der Kurier - In den Fängen des Kartells ab 11. Mai fürs Heimkino

Trailer zu “Der Kurier – In den Fängen des Kartells”

Mein Fazit

Schlechte Kritiken zu schreiben fällt mir nie leicht. Vor allem nicht, wenn Daniel Radcliffe (“Swiss Army Man”, 2016) der Hauptdarsteller der Geschichte ist. Doch “Der Kurier – In den Fängen des Kartells” hat leider nichts mit einem spannenden Thriller zu tun. 95 % des Films über sitzt Radcliffe alias Sean Haggerty in dem Cockpit seiner Cessna und telefoniert abwechselnd mit seiner Frau, seinen Auftraggebern und der DEA, wobei man manchmal auch gar nicht direkt kapiert, wer da eigentlich am anderen Ende der leitung spricht. Dazu wackelt die Cessna zu schlechten Effekten und mittelmäßiger CGI-Technick. Laaaaaangweilig!

Der Kurier - In den Fängen des Kartells
© Ascot Elite Home Entertainment

Daniel Radcliffe

Radcliffe ist bekannt dafür, dass er, seitdem er den Zauberstab ins Regal verbannt hat, zu unkonventionellen Rollen greift. Und so habe ich mich darauf gefreut, Radcliffe in “Der Kurier – In den Fängen des Kartells” zu sehen und war gespannt darauf, wie er sich dieses Mal präsentiert. Doch selbst der ehemalige Zauberlehrling kann hier nicht wirklich viel retten. Dennoch bleibt seine einigermaßen glaubwürdige Darstellung des zunehmend verzweifelten Ehemanns noch das Highlight des Films.

Der Kurier - In den Fängen des Kartells
© Ascot Elite Home Entertainment

Ein furioses Ende

Wer nach 60 Minuten Laufzeit immer noch nicht eingeschlafen ist – wie ich beim ersten Gucken – den erwartet ein furioser Schluss, der so gar nicht in das Gesamtbild des Films passt. Er wirkt wie ein verzweifelter Versuch doch noch etwas Action und Feuer in die Geschichte zu bringen, verliert sich jedoch in lächerlicher Überzogenheit.

Der Kurier - In den Fängen des Kartells
© Ascot Elite Home Entertainment

Dunkel, dunkler, “Der Kurrier – In den Fängen des Kartells”

Ihr wollt den Film trotzdem sehen? Dann stellt sicher, dass es stockfinster bei euch ist. Denn sonst, seht ihr – abgesehen von den einigermaßen hell erleuchtenden Rückblicken – noch weniger von dem, was “passiert”. Also alle Schotten dicht und nur die Flimmerkiste leicht leuchten lassen. Wenn ich ganz ehrlich bin, könnt ihr euch den Film aber auch wirklich sparen. 90 Minuten Langeweile – oder 90 Minuten Radcliffes Gesicht angucken, falls das jemanden motivieren sollte…

“Der Kurrier – In den Fängen des Kartells” ab 11. Mai 2018 auf DVD und Blu-ray.

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