Filmkritik: Ghost Stories

Filmkritik: Ghost Stories

“Ghost Stories” – ein Theaterstück schafft es auf die große Leinwand. Jeremy Dyson und Andy Nyman sorgen mit ihrem mystischen Verwirrspiel für genau den richtigen Gruselfaktor.

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Die Handlung

Professor Philip Goodman (Andy Nyman) glaubt nicht an übernatürliche Phänomene. Als der bekannte Skeptiker die Gelegenheit erhält, drei verblüffende paranormale Fälle zu untersuchen, sagt er deshalb zu, sie als Schwindel zu entlarven. Doch stattdessen kommt er Geheimnissen auf die Spur, die jenseits seiner Vorstellungskraft liegen und geradewegs in einen persönlichen Alptraum führen…

Ghost Stories ab 19. April im Kino

Trailer zu “Ghost Stories”

Mein Fazit

Ein Theaterstück kommt auf die große Leinwand. “Ghost Stories” wurde im Februar 2010 im Liverpool Playhouse uraufgeführt und gehört seit jeher zu den gruseligsten Theaterstücken, die die Welt je gesehen hat. Über eine halbe Million Menschen haben das Stück bereits gesehen. Durch die Verfilmung sollen noch viele weitere hinzukommen. Dabei kommt alles aus einer Hand Jeremy Dyson (“Funland”, 2005) und Andy Nyman (“Star Wars – Die letzten Jedi“, 2017), die bereits das Theaterstück geschrieben und zum Leben erweckt haben, sind auch für das Drehbuch und die Regiearbeit von “Ghost Stories” verantwortlich. Außerdem schlüpft Nyman wie auch auf der Bühne in die Rolle des Professors Goodman.

Ghost Stories
© 2018 Concorde Filmverleih GmbH

Übernatürlicher Horrorfilm

Die filmische Inszenierung des Theaterstücks begeistert durch seine Mysterien, die erst nach und nach Form annehmen. Dabei durchlebt der Zuschauer die gleichen Stadien wie Professor Goodman: Er nimmt zunächst die gleiche skeptische Haltung gegenüber übernatürlichen Ereignissen ein, wird jedoch zunehmend unsicherer darüber, was real ist und was nicht. “Ghost Stories” gelingt es zu schockieren, zu erschrecken und zu faszinieren.

Ghost Stories
© 2018 Concorde Filmverleih GmbH

Britischer Horror & Humor

“Ghost Stories” merkt man den britischen Einfluss der Filmemacher deutlich an. Die Regisseure haben sich bereits bei ihrem Theaterstück von Klassikern wie “Die Todeskarten des Dr. Schreck” (1965) und “Traum ohne Ende” (1945) inspirieren lassen. Aber natürlich hat auch die Auswahl der Schauspieler einen großen Einfluss auf die Wirkung des Horrorfilms. So spielt Martin Freeman (“Black Panther“, 2018) mit viel Charme, Humor aber auch einer gewissen “Creepyness” den selbstgefälligen Geschäftsmann Mike Priddle, der sein erstes Kind erwartet. Hinzukommen Paul Whitehouse (“The Death of Stalin”, 2017) als Nachtwächter Tony Matthews und Alex Lawther (“Goodbye Christopher Robin”, 2018) als Simon Rifkind, die auf unterschiedlichste Art und Weise den Psychofaktor von “Ghost Stories” vorantreiben.

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Was geht hier eigentlich vor?

Das verrate ich euch natürlich nicht! Aber macht euch auf eine gruselige, angsteinflößende und verwirrende Reise ins Übernatürliche gefasst. “Ghost Stories” überzeugt nicht nur aufgrund seines gelungenen Verwirrspiels, sondern auch aufgrund seiner großartigen Darsteller, seinem passenden Setting und seinen ausdrucksstarken Aufnahmen, die von Ole Bratt Birkeland (“Helen”, 2008) eingefangen wurden. Ein Film, der unter die Haut geht.

“Ghost Stories” ab 19. April 2018 im Kino.

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