Filmkritik: Pacific Rim - Uprising

Filmkritik: Pacific Rim – Uprising

Die Aliens sind zurück – in “Pacific Rim -Uprising” steht die Welt erneut kurz vor dem Untergang. Wie schon der erste Teil, kann auch das Sequel nicht wirklich mit Originalität glänzen, bietet jedoch ein visuelles Feuerwerk.

2.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Jake Pentecost (John Boyega), Sohn des legendären Kriegshelden Stacker Pentecost, der im Kampf gegen die Kaijo sein Leben lies, hat seine Ausbildung zum Jäger-Piloten abgebrochen und droht in die Kriminalität abzurutschen. Als plötzlich die Erde mit einer neuen, völlig überraschenden Attacke konfrontiert wird, stellt sich Jake der Herausforderung, das ruhmreiche Erbe seines Vaters anzutreten.

An Jakes Seite kämpfen sein Pilotenrivale Nate Lambert (Scott Eastwood) und die 15-jährige Jaeger-Hackerin Amara (Cailee Spaeny). Schon bald bildet das Pan Pacific Defense Corps eine mächtige Abwehrtruppe – und jeder Einzelne muss erkennen, dass er nur in der heldenhaftesten Version von sich selbst zum Sieg gegen die Monster beitragen kann.

Pacific Rim - Uprising ab 22. März im Kino

Trailer zu “Pacific Rim – Uprising”

Mein Fazit

“Pacific Rim – Uprising” oder auch “The Transformers meets the Power Rangers – Part 2” kommt erneut mit einer gehörigen Menge Action, Aliens und riesigen Robotern daher. Wer auf Action steht, der ist hier auf jeden Fall bei der richtigen Adresse. Dennoch bietet auch der zweite Teil der “Pacific Rim”-Reihe nichts Neues und bedient sich stattdessen an altbekannten Elementen, die man bereits von besagten Transformers und den Power Rangers kennt. Was es aus beiden Welten im ersten Teil noch nicht gab, findet jetzt in “Pacific Rim – Uprising” seinen großen Auftritt. Erwartungsgemäß – nicht überraschend.

Pacific Rim - Uprising
© 2018 Universal Pictures International

Better or worse?

Hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich fand “Pacific Rim – Uprising” besser als seinen Vorgänger. Die Story hatte mehr Tiefe und die Charaktere wurden – immerhin zu Beginn – besser aufgebaut. Leider verliert sich dieser gute Ansatz innerhalb der Storyline, sodass die Interaktion zwischen den einzelnen Figuren und ihre Beziehungen zueinander verwischen und Konflikte unglaubwürdig glatt gebügelt werden. Die zunächst komplex wirkende Charaktere, wirken daher zunehmend irrelevant, die Emotionalität geht verloren und auch die Empathie zu den Figuren geht nach und nach verloren, sodass das Publikum zunehmend zum teilnahmslosen Zuschauer degradiert wird. Auch der Faktor “Wir brauchen noch eine kleine Romanze” wirkt völlig Fehl am Platz und ist alles andere als ausgereift.

Pacific Rim - Uprising
© 2018 Universal Pictures International

Der Anti-Held Jake Pentecost

Im Zentrum der Geschichte steht der Anti-Held Jake Pentecost, der von John Boyega (“Star Wars – Die letzten Jedi“, 2017) verkörpert wird und damit in die Fußstapfen von Idris Elba (“Zwischen zwei Leben – The Mountain Between Us“, 2017) tritt. Jake ist eine hin- und hergerissen Person, die im Schatten des berühmten Vaters aufwuchs und kurz davor steht in die Kriminalität abzurutschen. Boyega spielt also quasi auch hier einen Rebellen, der nicht zum Helden werden möchte. Im Gegensatz zu seiner Roller in der “Star Wars Saga” ist ihm die in “Pacific Rim – Uprising” jedoch nicht besonders gut gelungen. Ihm gelingt es nicht diesen inneren Widerspruch glaubhaft zu transportieren. Stattdessen wirkt er von Beginn an wie der Held, der er werden soll, der lediglich ein bisschen Aufmerksamkeit möchte, bevor er sich an die Arbeit macht.

Pacific Rim - Uprising
© 2018 Universal Pictures International

Visuell top, Charakterzeichnung flop

Die Sci-Fi-Mythologie kann, wie sein Vorgänger, definitiv visuell überzeugen. So ist es ihm gelungen ein glaubwürdiges futuristisches Los Angeles und China zu zeichnen und auch dank Special Effects beeindruckende Kämpfe zwischen übermächtigen Monstern auf die Leinwand zu zaubern. Das Drehbuch bietet indessen wenig Neues und die Charakterzeichnung gleicht einem Desater. Dennoch ist die Story an sich interessant und spannend geschrieben. Sie baut schlüssig auf den ersten Teil auf und überrascht sogar an der ein oder anderen Stelle. Durch die widersprüchliche Inszenierung von Regisseur Steven S. DeKnight (“Marvel’s Daredevil”, 2015) der Beziehungsgeflechte verliert “Pacific Rim – Uprising” jedoch zunehmend an Fesselungskraft, sodass der Zuschauer das Interesse an den Schicksalen der Charaktere verliert. Die eigentlich Botschaft, dass jeder ein Held sein kann, geht dabei schon fast verloren.

“Pacific Rim – Uprising” ab 22. März 2018 im Kino.

 

One comment

  1. Filmkritik & Gewinnspiel: Detroit | Jil's Blog

    […] Welt kämpfen. Algee Smith (“The New Edition Story”, 2017), John Boyega (“Pacific Rim – Uprising“, 2018) und Anthony Mackie (“The Return of the First Avenger“, […]

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