Serienkritik: Legion

Serienkritik: Legion – Die erste Staffel

Mit Legion startet die erste Live Action Serie, die im Universum von Marvels X-Men spielt. Ein Trip jenseits von Wahnsinn und Wirklichkeit!

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Nach einem Suizidversuch, Drogenexzessen und unerklärlichen Geschehnissen muss David Haller (Dan Stevens) immer wieder Zeit in der Psychiatrie verbringen. Hier wird ihm jahrelang eingeredet, dass er unter Wahnvorstellungen und Schizophrenie leidet. Als er auf die neue Patientin Sydney Barrett (Rachel Keller) trifft, stellt er seine “Krankheit” jedoch in Frage. Er muss schockiert feststellen, dass die Stimmen in seinem Kopf und seine Visionen real sein könnten. Das seine Krankheit gar keine Krankheit ist, sondern sich dahinter einzigartige Kräfte verbergen.

Mit Hilfe der Therapeutin und Psychiaterin Dr. Melanie Bird (Jean Smart) sowie Ptonomy Wallace (Jeremie Harris), der die Fähigkeit besitzt in die Erinnerungen anderer zu reisen, begibt David sich auf eine Selbstentdeckungsreise mit fatalen Folgen. David stellt sich als außergewöhnlich starker Mutant heraus, an dem nicht nur die Legion Interesse hegt. Aber mehr noch: Etwas Dunkles, Mystisches überschattet Davids Leben in Freiheit.

Mein Fazit

Ein Feuerwerk der Special Effects und der CGI-Technik! In Legion werden alle Register gezogen, die die moderne Filmtechnik zu bieten hat. Doch neben Computertechnik werden sich auch an jeglichen anderen Tricks bedient, die man sich so erdenken kann. Diese werden mit spannenden Kameraeinstellungen und -fahrten, schnellen Schnitten und einem wirren Storyaufbau unterstützt. Denn bei Legion gilt in erster Linie eins: Aufpassen! Wer die Actionserie von Marvel nicht seine volle Aufmerksamkeit widmet, hat definitiv verloren. Hier geht es drunter und drüber: Was ist Realität, was Einbildung? Was Erinnerung, was passiert im hier und jetzt? Da selbst die agierenden Figuren oft nicht wissen was gerade “Sache ist”, fällt es dem Zuschauer mindestens genauso schwer. Ich selbst habe die erste Staffel von Legion gleich zweimal gesehen, um die Komplexität begreifen zu können.

It’s all connected. #LegionFX

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Das ist doch der von “Die Schöne und das Biest”, oder?

Ja, tatsächlich. Dan Stevens ist niemand anderes, als das Biest aus der Realverfilmung von Die Schöne und das Biest. Ihr habt den Schauspieler auch nicht direkt wieder erkannt? Kein Wunder, dann Stevens beweist hier, dass er mehrere Facetten der Schauspielerei mühelos bedienen kann. Stevens überzeugt in Legion mit seiner Performance als David Haller auf voller Linie. Stevens gelingt es den Wahnsinn in David authentisch herüberzubringen. In jeder Handlung, in jeder Geste schwingt der Wahnsinn unterschwellig mit. Trotzdem wächst einem David beim Zuschauen ans Herz, sodass man sich gemeinsam mit ihm gespannt auf die Reise seines Ursprungs begibt.

Be kind. Rewind. #LegionFX

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Die Mutanten

Doch nicht nur Stevens liefert eine überzeugende Performance. Vor allem von Rachel Keller (Syd Barrett), Amber Midthunder (Kerry Loudermilk), Bill Irwin (Cary Loudermilk) und Jeremie Harris (Ptonomy Wallace) bin ich ebenfalls hellauf begeistert. Jedem einzelnen Schauspieler gelingt es seiner Figur eine eigene, spezielle Persönlichkeit zu verpassen, die sich wunderbar mit den Kräften der Mutanten vereinbaren lässt. Hier stimmt das Charakterdesign.

Friend or foe? #LegionFX

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Der Wahnsinn hat einen Namen…

…und dieser ist nicht etwa, wie man denken könnte David Haller, sondern steckt hinter der Maske von Schauspielerin Aubrey Plaza. An dieser Stelle möchte ich auf keinen Fall zu viel verraten. Aus diesem Grund halte ich mich einfach bedeckt und verneige mich nur vor dem Auftritt von Plaza. Überzeugt euch einfach selbst!

There’s deception in perception.

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He did it again!

Nach Fargo ist es Legion-Visionär und Regisseur Noah Hawley gelungen, erneut ein echtes Serienhighlight zu schaffen. Mit Legion hat Hawley die erste Live Action Serie kreiert, die im X-Men Universum angesiedelt ist und auf den entsprechenden Marvel Comics basiert. Entsprechende Berührungspunkte zu den X-Men-Filmen hat die erste Staffel zwar noch nicht mit geliefert, sind jedoch nur eine Frage der Zeit. Schließlich dürfte für jeden aufmerksamen Marvel-Film zum Ende der Staffel klar sein, was beziehungsweise wer sich hinter Davids Vergangenheit verbirgt. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die 2. Staffel, die im nächsten Jahr folgen soll.

Trailer zur ersten Staffel von “Legion”

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