Filmkritik: Happy Deathday

Filmkritik:
Happy Deathday

Der Horror-Thriller Happy Deathday handelt von der jungen Studentin Tree, die nach ihrem Tod immer wieder an ihrem Geburtstag erwacht. Um aus dieser Zeitschleife herauszukommen, muss sie ihren Geburtstag überleben. Ein Horrerstreifen, der eine wunderbare Mischung aus Schockmomenten und Lachern bietet.

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

“It’s your Birthday!” – für die junge Studentin Tree (Jessica Rothe) ist dieser Tag kein Grund zu feiern. Am liebsten würde sie ihren Geburtstag einfach überspringen und hält ihn daher lieber geheim. Doch ihre aufmerksame Mitbewohnerin Lori (Ruby Modine) ist vorbereitet und überrascht Tree, die erst morgens nach einer langer Partynacht zurückkehrt, mit einem Cupcake. Genervt macht sich Tree auf den Weg in die Vorlesung. Bevor es abends wieder zu einer Party geht, macht sich die Blondine noch in Ruhe fertigt. Als sie sich schließlich zu später Stunde alleine auf den Weg macht, wird sie von einer maskierten Gestalt angegriffen und getötet.

Doch Tree erwacht erneut – an ihrem Geburtstag! Tree steckt in einer Zeitschleife fest und wird dabei immer und immer wieder getötet. So lange, bis sie ihren Mörder ausfindig machen kann, oder ihre Leben aufgebraucht sind…

Mein Fazit

Spannend, Horror & Schock-Momente, etwas zum Lachen und eine zuckersüße Hauptdarstellerin – Happy Deathday hat alles, was man sich von einem richtig gutem Horror-Mystery-Thriller wünscht! Happy Deathday gehört für mich zu den Überraschungsfilmen des Jahres. Wirkt der Trailer interessant aber überzeugt noch nicht so ganz, wird man vom ganzen Film geradezu weggeblasen. Selten gelingt es einem Horror-Film so gut, einem immer wieder in die Irre zu treiben.

Wer tötet Tree?

Das ist die alles entscheidende Frage, die es zu lösen gilt. Sowohl für Tree, als auch für den Zuschauer. Und dank des herausragenden Drehbuchs von Scott Lobdell und der tollen Regiearbeit von Christopher Landon bleibt diese Frage bis zum Schluss unbeantwortet. Nur ein eindeutiger Hinweis versteckt sich im Handlungsverlauf von Happy Deathday. Dennoch gelingt es dem Horrerstreifen den Zuschauer erneut auf eine falsche Fährte zu führen. So soll es doch sein!

Verdammte Axt! Uncool, wenn jeder Tag damit endet, von einem Wahnsinnigen umgebracht zu werden. #HappyDeathday

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Wer ist Tree?

Die zweite Frage, die es in Happy Deathday zu beantworten gibt – allerdings nur von Tree selbst. Denn hinter dem Film von Landon verbirgt sich nicht nur ein spannender, aufzuklärender Mordfall, sondern Tree steckt auch noch in einer Identitätskrise. Dadurch, dass sie ihren Geburtstag immer und immer wieder erleben muss, wird ihr klar, wer sie wirklich ist. Und das gefällt ihr, wie man es schon erwarten kann, so gar nicht. Die oberflächliche, selbstbezogene Blondine merkt nach und nach das ihr Verhalten alles andere als lobenswert oder sozial wünschenswert ist. Zwischendrin lässt sie es aber natürlich auch nochmal richtig krachen. Da hätte der ein oder andere – vor allem männliche – Zuschauer aber vermutlich gerne noch ein bisschen mehr von gesehen ;-).

Wer ist Jessica Rothe?

Lange musste die hübsche Amerikanerin auf ihren schauspielerischen Durchbruch warten. Als Mitbewohnerin von Emma Stones Charakter Alexis in La La Land konnte Jessica Rothe ihren ersten Auftritt in einem wahren Kino-Hit landen. La La Land wurde 2017 mit gleich sechs Oscars ausgezeichnet. Dabei kam die Zusage für Rothe sehr überraschend. Mit Happy Deathday hat Rothe nun ihre erste Hauptrolle ergattern können. Als zickige und trotzdem liebenswerte Tree zeigt die 30-jährige Schauspielerin, die klassisches Theater-Schauspiel studiert hat, was sie drauf hat. Rothe muss mit ihrer Rolle diverse Facetten zeigen von arrogant, zu verständnisvoll, zu wütend bis zum vollkommenden Wahnsinn. Diese Aufgabe meistert Rothe mit einer sehr glaubwürdigen und authentischen Art, sodass sie die Zuschauer in ihren Bann zieht.

Wie ist der Look?

Mit einem Budget von 4,8 Millionen USD wurde ein echter Hochglanz-Horrorfilm geschaffen. Er wirkt in keiner Sekunde billig oder abgedroschen. Durch überwiegenden Verzicht der Zurschaustellung der Gewalttaten konnte allerdings auch viel an Kosten für Special-Effekts gespart werden. Aber wer braucht schon das große Blutbad, wenn alleine die Maske des Schulmaskottchens einem es eiskalt den Rücken runterlaufen lässt!? Besonders wichtig ist natürlich auch der Look und das Make Up von Tree. Da sie ein und denselben Tag immer wieder durchlebt, ist es wichtig, dass sie auch immer wieder wie zu Beginn des allerersten Tages aussieht. Entsprechend wichtig ist vor allem ihr Augen-Make-Up. Hier leisten Ashley Levy und ihr Team wirklich gute Arbeit, sodass das Make-Up auch in den darauffolgenden Szenen exakt sitzt.

Gerade an Freitag, dem 13., eine wichtige Regel! #HappyDeathday – ab 16. November im Kino!

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Gibt es ein Happy End?

Ja, das verrate ich euch natürlich nicht. Für mich war es auf jeden Fall ein “Happy End-Kinobesuch”. Ich habe Happy Deathday in der Sneak-Preview gesehen. Und wer schon einmal in ein oder eher zwei, drei Sneaks war, der weiß, dass man hier auch echt ganz schöne Grütze zu sehen bekommt. Da war Happy Deathday für mich definitiv eine positive Überraschung. Und das hat wohl auch der ganze Kinosaal so gesehen – okay, zwei Leute haben den Saal direkt wieder verlassen, aber das ist echt eine sehr gut Quote! Ich habe mich von dem Horrer-Splasher sehr gut unterhalten gefühlt und war jede Sekunde aufmerksam bei der Sache. Ich habe mich gegruselt, ich habe mich erschrocken, ich habe gelacht und vielleicht hatte ich auch ein ganz klein wenig Pippi in den Augen. Großartig! Um noch etwas halbwegs kritisch zu sagen: Insgesamt hätte dem Film ein paar mehr Horrorelemente gut getan und zwischendrin wird der Film ein wenig zu “girly”. Zum Glück bekommt Happy Deathday aber noch wieder die Kurve.

 Trailer zu “Happy Deathday”

3 comments

  1. Nina

    Ich hab ihn bei meinem Amerika Besuch gesehen und fand ihn ganz gut 🙂 Ich stehe auf Horrorfilme und das Ende war doch ganz gut gelungen. Schöne Vorstellung des ganzen drum herum um den Film 😀

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    1. Jil

      Danke Dir für Dein Feedback! Boah am Ende hatten sie mich richtig! Ich so “Nein, nein, nein!” 😀

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  2. Filme der Woche: KW 46 | Jil's Blog

    […] Meine Filmkritik zu Happy Deathday findest Du hier. […]

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