Filmkritik: Bad Moms 2

Filmkritik:
Bad Moms 2

14 Monate nach Bad Moms sind die drei Mütter Amy, Kiki und Carla schon wieder zurück auf der Leinwand mit Bad Moms 2. Die Frauen bekommen überraschend Besuch von ihren Müttern, die ein besinnliches Weihnachtsfest in einen persönlichen Albtraum verwandeln sollen…

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Weihnachten – das Fest der Liebe. Oder auch: Das Fest, für das sich Mütter ein oder eher zwei Beine ausreißen. An Weihnachten muss alles perfekt sein. Und wer ist dafür verantwortlich: Genau, Mütter! Doch Amy (Mila Kunis), Kiki (Kristen Bellund Carla (Kathryn Hahn) haben genug vom alljährlichen Weihnachtsvorbereitungswahnsinn samt aller hochgesteckten Erwartungen. Stattdessen wollen sich die drei mit ihren Familien ein ganz besinnliches Weihnachtsfest bereiten, ohne großartige Dekoration und Dauerstress. Doch diese Rechnung haben sie ohne ihre eigenen Mütter gemacht!

Diese tauchen nämlich ganz unverhofft auf und treiben ihre Töchter mit ihren Schrullen und Macken an den Rand des Wahnsinns! Dabei hat jede der “Bad Moms” mit ihrem ganz eigenen Mutteralbtraum zu kämpfen. Während Amys Mutter das größte Weihnachtsfest überhaupt schmeißen möchte, überschreitet Kikis Mutter jegliche Grenzen des privaten Lebensraums. Und ob Carlas Mutter tatsächlich aus dem Nichts auftaucht, um Zeit mit ihrer einzigen Tochter zu verbringen, oder doch nur Geld abgreifen möchte, bleibt auch fraglich…

Mein Fazit

Lustig, lustiger, Bad Moms 2! Für mich definitiv das Comedy-Highlight des Jahres 2017. Und das so überraschend, das es mich völlig unvorbereitet getroffen hat. Bereits seit Wochen nervt mich die Vorschau zu Bad Moms 2 im Kino. Sei es als Trailer – wahlweise auf Deutsch oder auf Englisch – oder als Werbung für die UCI Unlimited Karte. Als dann die Einladung für die Pressevorführung kam, dachte ich nur: “Endlich”! Endlich kann ich den Film hinter mich bringen. Und jetzt? Jetzt denke ich: “Ich muss ihn unbedingt noch einmal sehen!”

Fröhliche Weihnachten

14 Monate nach dem Überraschungserfolg von Bad Moms, der mich nicht ganz abgeholt hat damals, legen das gleiche Team der Bad Moms sowohl vor als auch hinter der Kameras direkt einen hinterher. Im Englischen wird der Film mit dem Titel A Bad Moms Christmas vertrieben. Hier soll auch weiter angeknüpft werden. So sollen thematische Filme zu “Thanksgiving” und Ähnlichem folgen. Filme schnell hintereinander zu produzieren, kann funktionieren, kann aber auch völlig in die Hose gehen, wie zum Beispiel bei der Die Bestimmung-Reihe. In dem Fall der Bad Moms geht das Konzept jedoch voll auf!

Familiendramen

Im ersten Teil der Reihe stehen die Mütter und ihr Wunsch aus dem “Mutter-System” auszubrechen im Vordergrund. Dieses Mal geht es um die Mütter der Mütter, die zu Weihnachten aufkreuzen und das Leben der drei Frauen ordentlich aufmischen. Dabei werden verschiedene Mutter-Tochter-Beziehungen porträtiert. Amy (Mila Kunis) bekommt es mit ihrer perfektionistischen Mutter Ruth (Christine Baranski) zu tun, der Amy es nie recht machen kann. Kiki (Kristen Bell) hingegen ist für ihre Mutter Sandy (Cheryl Hines) ihr ein und alles. Sandy hängt wie eine Klette an ihrer erwachsenen Tochter. Das ist Kiki allerdings viel zu viel Nähe… Dafür würde sich Carla (Kathryn Hahn) sehr über eine innigere Beziehung zu ihrer Mutter Isis (wie die Terrororganisation!) (Susan Sarandon) freuen, dessen plötzliches Auftreten ein wirres Rätsel bleibt.

Clear your schedule and have a #BadMomsNightOut! #BadMomsXmas – now playing in theaters. BadMomsTickets.com

Ein Beitrag geteilt von Bad Moms (@badmoms) am

Die Mütter

Die wahren Stars von Bad Moms 2 sind nicht die Töchter, sondern ihre Mütter. Durch ihr Auftreten und klischeehaftes Charakterdesign treffen sie genau den richtigen Nerv. Dazu kommt, dass die Mütter unfassbar gut gecastet wurden. Bei dem Erfolg des ersten Teils konnten die Filmemacher aber auch aus den Vollen schöpfen. Optisch das beste Pärchen bilden dabei sicherlich Hines und Bell. Aber auch Hahn und Sarandon sind ein super fit. Kunis und Baranski teilen zwar rein äußerlich nicht viel miteinander, jedoch schlägt Peter Gallagher als Kent hier eine sehr schöne Brücke, der übrigens trotz kleiner Rolle mein heimlicher kleiner Favorit ist. Baranski ist jedoch aufgrund der Rolle, die sie in Bad Moms 2 verkörpert, ebenfalls eine ideale Besetzung!

Merry is relative. @KristenAnnieBell and @_CherylHines star in #BadMomsXmas.

Ein Beitrag geteilt von Bad Moms (@badmoms) am

Humor on Point

Während Bad Moms noch mit einigen Rohrkrepierern zu kämpfen hatte, liegt die Trefferquote vom Weihnachts-Sequel deutlich höher. Beziehungsweise ging bei mir tatsächlich kein einziger Witz, keine einzige Pointe vorbei. Ich habe selten so viel, so laut in einem mäßig besetzten Kino gelacht. So musste selbst der Mann in unserer Runde herzhaft mitlachen, wo er vielleicht eher geschwiegen hätte. Die Gags sind auf jeden Fall sehr gut geschrieben, wobei ich hier natürlich nur von der englischen Originalfassung sprechen kann. Es bleibt jedoch dabei: Den Humor muss man mögen. Wer Witze über das Wachsen von Hoden nicht witzig findet, der wird auch den fünften Spruch in Folge zu dem Thema nicht lustig finden…

Heiliges Weihnachtsfest

Bei all dem derben Humor, den sexistischen Sprüchen und knapp bekleideten Männern, bleibt in Bad Moms 2 wie zu erwarten eins unberührt: Das heilige Weihnachtsfest. Dieses zu zerstören, haben sich die Macher von Bad Moms 2 dann doch nicht getraut. Zum Schluss wird daher doch etwas zu stark mit Klischees gearbeitet und es fließen daher auch etwas zu viele Tränchen. Zum Glück sorgt Hahns Charakter wenigstens für die notwendige Prise Schonungslosigkeit und auch die Mütter sorgen für eine kleine Überraschung.

“Hoe, Hoe, Hoe”

Wollt ihr zu Weihnachten etwas zu lachen haben und habt den ersten Teil bereits gemocht, dann werdet ihr Bad Moms 2 lieben! Ein perfektes Beispiel, wie eine direkte Fortführung der Produktion mit einem eingespielten Team zum Erfolg führen kann. Ich freue mich tatsächlich schon jetzt auf Bad Moms 3.

Trailer zu “Bad Moms 2”

8 comments

  1. Sissy

    Den Film wollte ich mir unbedingt anschauen – ich LIEBE Mila Kunis!

    Antworten

  2. Avaganza

    Liebe Jil,

    ich habe mir Bad Moms 2 am Fr im Kino angeschaut. Den ersten Teil fand ich ziemlich schwach und Teil 2 viel besser als erwartet! Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt und Tiefgang habe ich mir bei einem solchen Film auch gar nicht erwartet. Nur die Geschichte rund um den Stripper fand ich zum Schluss nur mehr dämlich …

    Liebe Grüße
    Verena

    Antworten

    1. Jil

      Ich fand die Stripper-Geschichte ja sehr unterhaltsam muss ich zugeben – leider voll mein Humor 😀

      Antworten

  3. Selda Eigler

    Der sieht ja richtig witzig aus. So vor Weihnachten finde ich, sind solche Filme immer schön anzusehen. Wiedermal eine coole Vorstellung. Danke dafür.
    Liebe Grüße, Selda.

    Antworten

  4. Melli

    Hi Jil,
    der erste Teil von Bad Mom’s ist damals total an mir vorbei gegangen, der zweite Dank Extrem-Werbung nicht. Mal schauen, ob ich mir den im Kino anschaue. Ich bin noch unentschlossen.
    LG Melli

    Antworten

    1. Jil

      Also ich sage: Es lohnt sich 😉

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.