Serienkritik: Riverdale

Serienkritik: Riverdale – Die erste Staffel

In der Kleinstadt Riverdale scheint das Leben noch perfekt zu sein. Bis der rätselhafte Tod des jungen Jason Blossoms, die Stadt völlig auf den Kopf stellt…

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Riverdale ist die perfekte Kleinstadt – so denkt man. Doch nichts ist so, wie es auf den ersten Blich erscheint. Der Tod des jungen Jason Blossoms (Trevor Stines) bringt nach und nach die dunklen Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner zum Vorschein. Aber was ist eigentlich passiert?

Jason und seine Zwillingsschwester Cheryl (Madelaine Petsch) brechen eines Morgens gemeinsam zu einer Bootstour auf. Doch was als ein netter Ausflug zu beginnen schien, endet mit einer verzweifelten und durchnässten Cheryl am Ufer und von Jason fehlt jede Spur. Er scheint ertrunken zu sein. Doch einige Tage später wird seine Leiche aufgefunden – mit einer Kugel im Kopf. Jason ist also nicht ertrunken, sondern wurde erschossen. Doch wer könnte Jason getötet haben?

Die Suche nach dem Mörder beginnt, Verdächtige werden ausgesprochen und Festnahmen getätigt. Aber nicht nur die Polizei ermittelt, auch Betty Cooper (Lili Reinhart) und ihre Freunde versuchen, den Mörder zu ermitteln. Schließlich war Jason bis vor kurzem noch der Freund ihrer Schwester Polly (Tiera Skovbye). Jason und Polly hatten jedoch kurz vor seinem Tod einen großen Streit. Seitdem ist Polly krank und wird von ihren Eltern in einer Anstalt versteckt. Selbst Betty weiß nicht, wo sich ihre Schwester befindet und was es mit ihrer Krankheit und dem Streit mit Jason auf sich hat. Haben ihre Eltern etwa etwas zu verbergen?

Und dann ist da natürlich noch die neue Schülerin Veronica Lodge (Camila Mendes), dessen Mutter ursprünglich aus Riverdale stammt und dessen Vater wegen Betrugs im Gefängnis sitzt. Die hübsche Braunhaarige und ihre Mutter sorgen für einen ordentlichen Wirbel in der Kleinstadt. Was haben sie mit den Southside Serpents, der lokalen “Rockerbande”, zu tun? Die perfekte Fassade von Riverdale beginnt zu bröckeln.

Trailer zu der ersten Staffel von “Riverdale”

Mein Fazit

4.5 von 5 Popcorntüten

Riverdale war eine Empfehlung von – Überraschung – Nicole! Nicole hat mir von Riverdale bereits vor Wochen erzählt. Jetzt habe ich die erste Staffel endlich geguckt und konnte kaum zwischendrin ausschalten. Riverdale hat mich komplett gefesselt und begeistert. So sehr, dass ich die Serie bereits zum zweiten Mal gucke, während ich diese Kritik schreibe. Beim ersten Mal sollte man sie jedoch mit voller Aufmerksamkeit gucken, sonst entgehen einem noch wichtige Details. Riverdale erinnert mich von der Handlung und der Problematik her sehr an meine Lieblingsserie Pretty Little Liars, weshalb sie mir vermutlich direkt so gut gefallen hat. Optisch erinnert Riverdale dazu noch sehr an Twilight – eine spannende Kombination, die absolutes Suchtpotenzial mit sich bringt!

Welcome to a small town with big secrets. #Riverdale is new tonight at 9/8c on The CW!

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Spannung pur

Riverdale verspricht auf vielen Ebenen pure Spannung. Neben der Frage “Wer ist Jasons Mürder?”, stehen noch viele weitere Fragen im Mittelpunkt der Sendung und so leidet man mit jeder einzelnen Figur und ihrem ganz persönlichen Schicksal mit. Dabei laufen die verschiedenen Handlungsstränge sehr gut neben- und ineinander. Manche Serien sind bereits in der ersten Staffel so überladen mit verschiedenen Stories, das man als Zuschauer kaum noch mit kommt. Das ist hier anders. Der Netflix-/Warner Brothers-Serie gelingt es ausgezeichnet, die verschiedenen Handlungsstränge nach und nach aufzubauen, sodass man ihnen sehr gut folgen kann. So gelingt es, den Zuschauer für alle Schicksale gleichermaßen zu begeistern. Naiv ist jedoch jeder, der den ständigen Versprechen glaubt, dass es keine Geheimnisse mehr geben soll. Dies versprechen sich die einzelnen Figuren regelmäßig und dann wird doch wieder die nächste Lüge aufgedeckt. Aber immerhin: Die offenen Fragen werden tatsächlich nach und nach vollständig beantwortet. Zudem dauert dies nicht wie bei Pretty Little Liars gefühlte (oder auch tatsächliche) Ewigkeiten. Wer PLL mochte, es aber nicht aushalten konnte, wie lange es bis zur Aufklärung, wer denn nur A ist, gedauert hat, für den ist Riverdale der perfekte Serienfit!

Charaktere zum Verlieben

Jede Figur in Riverdale ist sehr gut ausgearbeitet, hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Aus diesem Grund fällt es einem sehr schwer eine Figur nicht zu mögen. Stattdessen verliebt man sich nach und nach mehr in die einzelnen Figuren. Dabei schwanken die Sympathien jedoch im Laufe der ersten Staffel. So fand ich Archie Andrews (K.J. Apa) zu Beginn der Staffel toll, zwischendurch nervig, dann wieder super und zum Schluss wieder “meh”. Dabei bin ich auf seine weitere Entwicklung sehr gespannt. Die spannendste Figur ist aber sicherlich Jughead Jones (Cole Sprouse). Ich liebe Jughead und hoffe, dass er sich auch in der zweiten Staffel treu bleibt. Zu meinen Lieblingscharakteren gehören aber auch Betty Cooper (Lili Reinhart) und Cheryl Blossom (Madelaine Petsch). Mit Veronice Lodge (Camila Mendes) bin ich indessen immer noch nicht warm geworden.

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Neben den jungen Hauptdarstellern, sind aber auch die älteren Darsteller nicht zu vernachlässigen. Diese sind jedoch weitaus schwieriger zu “lieben” als die junge Rige. Hier ist mein Favorit auf jeden Fall Archies Vater Fred Andrews (Luke Perry), der der einzige Gutmensch in ganz Riverdale zu sein scheint. Die einzige Figur, die ich insgesamt jedoch überhaupt nicht ausstehen kann ist Geraldine Grundy (Sarah Habel). Ich hoffe, sie findet keinen Weg zurück in die Serie…

Newcomer an der Spitze

An der Spitze der Riverdale-Crew stehen viele Newcomer, wie K.J. Apa, Lili Reinhart, Madelaine Petsch und Camila Mendes. Alle haben bereits kleinere Rollen in anderen Serien oder Filmen gehabt. Riverdale bietet ihnen jedoch zum ersten Mal eine große Plattform sich zu präsentieren. Ich bin total begeistert von jeden einzelnen Schauspieler und freue mich noch viel mehr von ihnen zu sehen! Cole Sprouse hingegen gehört schon zum alten Eisen. Er macht jedoch keine weniger gute Figur und gefällt mir erstmal richtig, richtig gut. Insgesamt besticht Riverdale durch eine hervorragende Besetzung, die jung und erfrischend daher kommt. Außerdem kauft man ihnen ihr Serienalter wunderbar ab, was für eine Serie mit Jugendlichen immer sehr wichtig für ihre Glaubwürdigkeit ist.

#Riverdale premieres in 2017 on The CW!

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It’s all about the Details

Fun Fact: Achtet doch mal ganz genau auf die Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Folge. Bei genauem Hingucken, sieht man ganz deutlich, dass die zweite Folge mit einigem Abstand zur Pilotfolge gedreht wurde. Das ist besonders auffällig, wenn man sich die Haare der Figuren anguckt. Zum Beispiel sind Bettys Haare auf einmal deutlich kürzer. Aber auch Archie hat sich optisch ganz schön verändert.

Wenn einfach (fast) alles stimmt…

Ich bin wirklich sehr, sehr angetan und begeistert von Riverdale. Die Serie ist mega spannend, die Story ist packend, die Charakte hervorragend herausgearbeitet und ausgezeichnet besetzt und das Tempo ist perfekt. Es gibt wirklich sehr wenige Dinge, die mich stören. Dazu gehört, dass ich die Partnerwahl von Archie als geradezu nervig wahllos finde. Aber das ist nur mein persönlicher kleiner Aufreger. Wo ich jedoch tatsächlich nicht ganz durchsteige und wo ich mir dringend Aufklärung wünsche, ist die Altersstruktur der Figuren. Schließlich ist Polly die ältere Schwester von Betty und Cheryl die Zwillingsschwester von Jason. Jason und Polly waren zusammen. Klassischerweise müsste man also annehmen, dass Jason und Polly mindestens gleich alt waren oder Jason sogar älter. Cheryl ist jedoch gelegentlich in den gleichen Kursen wie Betty und Co. zu sehen, weshalb sie genau so alt sein müsste wie Betty, was Jason jünger als Polly machen würde. Das ist natürlich heutzutage auch nichts ungewöhnliches, aber diese Unklarheit stört mich einfach sehr. Abgesehen von diesen persönlichen Problemen mit Riverdale, ist die Netflix-Serie ein absoluter Serienhit!

From the world of Archie Comics, @kjapa is Archie on #Riverdale. Watch now on The CW App!

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Die Archie Comics

Wie vielleicht manche von euch bereits wissen, basiert Riverdale auf den Archie Comics. Das erste Comic erschien 1941 und so gibt es bereits diverse Adaptionen rund um den rothaarigen Schönling. In dieses Universum gehört übrigens auch die Hexe Sabrina, die von 1996 – 2003 als Sabrina – total verhext über die Bildschirme geflattert ist – zumindest auf meinem Fernseher hexte sie sich fast täglich durch ihr zauberhaftes Leben. Mehr Fakten rund um Riverdale findet ihr in diesem Video von SerienFlash.

Die zweite Staffel steht in den Startlöchern

Die zweite Staffel von Riverdale startet am 12. Oktober auf Netflix und bringt viele Gerüchte mit sich. Die erste Staffel endete mit einem riesigen Cliffhanger, dessen Ausgang leider schon im Internet breit getreten wurde. Aber wer weiß, manchmal kommt es ja doch anders, als behauptet wird. Also Daumen drücken! Ich bin sehr gespannt, welche Auswirkungen die letzten Ereignisse auf die Gesellschaft in Riverdale haben wird. Ein Gerücht sticht bei all den Spekulationen jedoch negativ vor: Angeblich soll in der zweiten Staffel von Riverdale die Hexe Sabrina in der Kleinstadt ihr Unwesen treiben. Übernatürliche Ereignisse würden in meinen Augen diese Adaption der Archie Comics jedoch zerstören. Das wäre sehr schade…

SPOILER-ALARM: Schaut euch diesen Ausschnitt auf keinen Fall an, wenn ihr die erste Staffel noch nicht gesehen habt!

Sneak Peek zur zweiten Staffel von “Riverdale”

3 comments

  1. Reisebericht: 9. Tag Island - Der Golden Circle | Jil's Blog

    […] Nordlichter zu sehen. Da kann ich doch ganz beruhigt noch unter der Bettdecke die neue Folge von Riverdale gucken… […]

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  2. Larissa

    Ein super Bericht zu Riverdale 🙂 Besonders einige Fakten davon sind ja sehr interessant, wusste das mit dem Comic z.B. noch nicht!
    Liebe die Serie, so spannend!
    Liebe Grüße
    Larissa

    Antworten

    1. Jil

      Ich lieeeeebe sie! Morgen nächste Folge juhuuuuu! Freut mich, dass Dir die Fakten gefallen. Muss ja auch immer ein wenig liefern, was man nicht als “Normal-Gucker” unbedingt weiß 😉

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