Reisebericht: 8. Tag Island – Reisetag mit Hraunfossar & Barnafoss

Tschüss, Du schöner einsamer Norden, hallo Westen! Wir verlassen unser gemütliches Cottage mit Hot Tub, um weiter zur isländischen Hauptstadt Reykjavík zu ziehen. Hier haben wir über Airbnb eine kleine eigene Unterkunft gemietet – ebenfalls mit Hot Tub. Wir sind gespannt! Doch bevor es so weit ist, erwarten uns erstmal gut sieben Stunden Autofahrt über eine Strecke von mehr als 400 Kilometern sowie ein Halt bei dem Barnafoss und dem Hraunfossar – also doch schon wieder Wasserfälle ;-). Wir frühstücken, bepacken unser Auto und ab geht die Post.

Schlafen wäre auch nicht schlecht

Unser Weg führt uns lange Zeit die Küste entlang und so halten wir während der Fahrt noch einmal nach Walen Ausschau. Doch leider ist keine Fontaine weit und breit in Sicht. Dafür passieren wir noch drei weitere verrückte Tunnel. Der eine ist sogar durch ein sehr alt aussehendes Tor verschließbar und natürlich einspurig. Ansonsten passiert aber während der Fahrt nichts berichtenswertes. Vielleicht, dass wir alle sehr müde sind und uns an einem kleinen Hotel mit Restaurant namens Grabrók Guest House an der Ringstraße 1 über ein Hot Dog mit selbst gebackenem Brot für „nur“ 450 ISK (ca. 3,65 Euro) freuen.

Hraunfossar

Die Wasserfälle bieten wieder erstaunlicherweise einen neuen Anblick. Die Hraunfossar sind viele einzelne kleine Wasserfälle auf einer Gesamtlänge von 700 Metern, die dem Hvítá entspringen. Den Namen haben sie daher, da sie geradezu direkt der Lava zu entspringen scheinen.

Hraunfossar

Barnafoss – Der Kinderwasserfall

Der Barnafoss wiederum dominiert mit seiner starken Strömung und bietet damit ein beeindruckendes Schauspiel. Einer alten Sage nach, sind einst zwei Kinder, die von der Weihnachstmesse fernblieben, von einem natürlichen Steinbogen abgerutscht und in diesem Gewässer ertrunken. Daraufhin wurde der Bogen zerstört und der Wasserfall erhielt seinen Namen. Ganz schön schaurige Geschichten gibt es hier in Island. Wir sind auf jeden Fall von uns selbst überrascht, wie auch diese Wasserfälle uns in ihren Bann ziehen können und wie lange wir hier verweilen, obwohl wir die Wasserfälle doch so langsam über haben.

Schnurstracks nach Kópavogur

Jetzt lassen wir uns aber nicht weiter aufhalten und ziehen die letzten gut 124 Kilometer ohne größere Pausen durch. So erreichen wir um kurz vor 19:00 h endlich unsere Unterkunft in Kópavogur. Dieser Ort liegt in der Metropolregion von Reykjavík, etwas weiter im Südosten. Perfekt, um von hier aus noch weitere Ausflüge zu machen. Etwas irritiert durch die vielen Autos, die hier auf dem Hof stehen, betreten wir unsere Unterkunft und sind angenehm überrascht. Das Wohnzimmer mit Einbauküche und Essbereich ist sehr groß und auch das Schlafzimmer bietet genug Platz für Bett und Koffer. Das Bad ist ein weiteres modernes Highlight. Leider ist es nur etwas kalt. Den Hot Tub entdecken wir auch wenig später, bleibt aber heute Abend ungenutzt.

Islands Straßen

Deutsche Touristen?!

Ausgehungert plündern wir die Rückbleibsel unserer Vorgänger. So gibt es ein paar Pommes mit Würstchen (noch von uns) und da wir noch nicht satt sind, ein paar Käsenudeln – großartig! Mit vollem Magen wagen wir einen Blick nach draußen: Wolkenloser Himmel! Da wird die Kamera eingepackt und an den See gewandert, der nur 200 Meter entfernt ist. Wir finden schnell einen passenden Spot und müssen dann nur noch ein paar Minuten warten, da tanzt der ganze Himmel: Polarlichter so weit das Auge reicht! In facto Intensität und Masse toppt diese erneut alles, was wir je zuvor gesehen haben. Unser Platz mit Bank scheint übrigens sehr begehrt zu sein, denn nach einiger Zeit gesellt sich eine deutsche Reisegruppe zu uns. Ungewohnt, so viele fremde deutschen Stimmen zu hören, wir tauschen uns etwas aus und Kim zeigt die tollen Fotos, die sie gerade geschossen hat. Die Nordlichter sind nämlich wieder hinter den Wolken verschwunden.

Das soll sich heute auch nicht mehr ändern, weshalb wir zurück in unsere Unterkunft gehen und entspannt Die Eiskönigin – Völlig unverfroren gucken. Auch mal schön so ein kleiner thematisch passender Filmabend. Für morgen steht der Golden Circle bzw. der Goldene Kreis auf dem Plan.

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

One comment

  1. Reisebericht: 10. Tag Island - Die Hauptstadt Reykjavík | Jil's Blog

    […] Er schmeckt. Auf jeden Fall. Aber der beste Hot Dog Europas? Auf keinen Fall. Da war allein der Hot Dog mitten im Nirgendwo mit dem selbst gebackenen Brot schon besser. Aber egal, wir waren da, wir haben ihn verköstigt, […]

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