Reisebericht: 6. Tag Island - Der Goðafoss & Akureyri

Reisebericht: 6. Tag Island – Der Goðafoss & Akureyri

Wir verlassen Reykjahlíð wieder, lassen den Mývatn hinter uns und starten auf zu neuen Ufern über einen Stopp beim Goðafoss, weiter nach Akureyri und schließlich nach Ólafsfjördur. In diesem kleinen Dorf werden wir erneut zwei Nächte verbringen – in einem eigenen kleinen Cottage mit Hot Tub! Bevor wir unser finales Ziel die Hauptstadt Islands Reykjavík ansteuern, wollen wir nämlich noch ein wenig entspannen. So haben wir auch heute nicht allzu viel auf den Zettel.

Goðafoss – Der Wasserfall der Götter

Nach dem Frühstück machen wir uns direkt auf den Weg und halten dabei – natürlich – beim Goðafoss, dem Wasserfall der Götter. Der Wasserfall vom Skjálfandafljót ist mit seinen 12 Metern zwar nicht sehr hoch, dafür fasziniert er durch seine Breite und seine Hufeisenform. Im Gegensatz zum Dettifoss, den wir am Vortag besichtigt haben, wirkt der Goðafoss geradezu harmlos. Daher können wir sowohl oben als auch an seinem Becken dem Wasserfall sehr nahe sein. Obwohl wir eigentlich so langsam genug Wasserfälle gesehen haben – auf dem Weg gibt es überall kleinere aber auch mittelgroße Wasserfälle von der Ringstraße 1 aus zu sehen – können wir uns doch wieder nicht satt sehen und schießen ein Foto nach dem nächsten. Nach etwa zwei Stunden geht es aber dann doch weiter.

Eine Stadt – Akureyri

Unseren zweiten und bereits letzten Stopp machen wir in Akureyri. Die Stadt ist mit gut 16.000 Einwohnern die drittgrößte Islands. Für uns ist das Bild der „vielen“ Häuser bereits sehr ungewohnt. Im Stadtzentrum angekommen suchen wir einen Parkplatz den man ohne Parkscheibe nutzen darf. Denn eine Parkscheibe haben wir nicht. Später lesen wir, dass man diese an Tankstellen und in Banken erwerben kann. Diese Information hätten wir durchaus früher gebrauchen können. Aber wir finden schließlich einen nahe der Kirche Akureyrarkirkja, die leider den ganzen Tag zugesperrt bleiben soll. Akureyri

Endlich wieder Burger essen

Wir schlendern die „Einkaufspassage“ entlang ohne groß etwas zu kaufen, beschließen aber dafür schnell: Heute darf es endlich mal eine warme Mahlzeit in einem Restaurant sein. Unsere Wahl fällt auf das Backpackers, wo wir für 1950 ISK (ca. 15,85 Euro) bzw. 1750 ISK (ca. 14,22 Euro) Burger (mit Avocado-Mix) und Kartoffel Wedges bekommen. Obwohl die Wedges gerne etwas frischer, wärmer und das Brot sowie das Fleisch etwas weniger stark getoastet / angebraten hätten sein können, genießen wir das Essen in vollen Zügen. Der Avocado-Mix ist wirklich der Hammer und Wasser gibt es wie in jedem Restaurant kostenlos. Der Koch, der eigentlich gerade in seine wohlverdiente Pause gehen wollte, hat sogar extra für uns noch einmal die Patties gedreht. Da kann der Burger ja nur ausgezeichnet sein und er war wirklich bis auf die kleinen Kritikpunkte wirklich sehr lecker. Das hat sich doch gelohnt. Trinkgelder müssen in Island übrigens nicht gezahlt werden, da sie im Gehalt der Angestellten inkludiert sind.

Burger & Ampel in Akureyri

Liebe Wale, wir kommen, bitte seid da 🙂

Zuvor haben wir übrigens noch eine Whale Watching Tour für morgen gebucht. Wie ihr vielleicht wisst bin ich ein großer Fan dieser riesigen Geschöpfe. Meine Schwester hat noch nie welche gesehen, daher ist das natürlich für unseren Islandbesuch Pflicht. Für 9.900 ISK (ca. 82,00 Euro) fahren wir morgen mit Artic Sea Tours ab Dalvík um 15:00 h hinaus in den Atlantik. Die Frau an der Touristeninformation war so nett mit dem Unternehmen für uns Kontakt aufzunehmen und zu erfragen, wie die Prognosen für morgen sind. Das Wetter soll passen und Artic Sea Tours wirbt mit einer Sichtquote von 99,8 %. Was soll da noch schief gehen!? Übrigens gilt eigentlich Husavík als die Walhauptstadt Islands. Die 2.500 Einwohnerstadt wird jedes Jahr von Touristen, die auf Walbeoabachtungstouren gehen möchten geradezu überrannt. Ab hier kann zum Beispiel auch mit North Sailing eine Silent Whale Watching Tour mit einem “green energy electric boat”. Für uns wäre es jedoch unökologisch ganz nach Husavík zu fahren. Außerdem sind diese Touren schon ausgebucht, als wir die Verfügbarkeit prüfen. Für die nächste Tour klingt diese Tour aber auf jeden Fall noch besser!

Shops in Akureyri

Shopping-Wahn

Da man aber in Island nie so ganz genau weiß, wo der nächste Supermarkt ist, halten wir auf unserem Weg nach Olafsfjördur noch schnell bei Bónus – dem Schweineladen. (Sie haben ein Schwein als Logo, weshalb der Name bei uns gesetzt ist.) Hier verfallen wir, trotz vollem Magen, dem Shopping-Wahn. Wir packen alles in unseren Einkaufswagen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist – also alles. Wenn uns das nicht die nächsten Tage über Wasser hält, dann weiß ich auch nicht. Nur das mit dem Alkohol ist hier so eine Sache. Wir möchten nämlich gerne in unserem Hot Tub ein wenig das Leben zu genießen und vielleicht ein Bierchen oder ein Glas Wein dabei trinken. Beim Bonus finden wir aber gerade mal ein Leichtbier mit 2,5 Prozent. Hm… Na ja, muss auch reichen.

Vínbúðin

Das dachten wir zumindest, bis wir in Dalvík an einem Vínbúðin vorbei fahren. Dabei handelt es sich um einen von 48 vom Staat geführten Läden, dem es erlaubt ist Alkohol zu verkaufen. Wir halten also an und kaufen noch zwei Flaschen Roséwein für stolze 2.396 ISK (ca. 19,50 Euro). Gut gelaunt nehmen wir die letzten 12 Kilometer nach Ólafsfjördur in Angriff. Dabei passieren wir einen einspurigen Tunnel, der einfach in den Berg geschlagen wurden. Das heißt, wenn Dir einer entgegen kommt, schnell eine Haltebucht aufsuchen. Ganz schön abenteuerlich hier in Island…

Olafsfjördur

Hæ, Heitur Pottur!

In Ólafsfjördur angekommen werden wir direkt positiv überrascht, denn diese kleine Dörfchen hat sogar selbst einen kleinen Supermarkt und eine Tankstelle. Kurz bevor es schon wieder aus dem Örtchen hinausgeht, finden wir dann auch unser Cottage. Da war wohl ein guter Fotograf für Brimnes Hotel & Cabinsaktiv. Der See direkt vor unserem Cottage ist nur ein kleiner Ausläufer und das Häuschen ist winzig klein. Aber wir werden uns schon irgendwie organisieren. Karo und ich schlafen über der Küche auf einer eingezogenen Ebene und Kim und Anne gönnen sich das Extrazimmer. Dafür dürfen wir in Reykjavík dann unser Schlafgemach wählen. Letztlich ist das aber auch alles halb so wild, denn jetzt zählt eh erst einmal der Hot Tub und das Glas Wein dazu. Ungeschickterweise drehen wir das Wasser aber so heiß auf, dass wir es erst wieder mit kaltem Wasser abkühlen müssen. Dödö dödö dö dö dö, dö dö dö dö dööö, dödödödödö… Endlich ist es soweit und das Wasser ist angenehm warm – relaxen! Zum Abschluss gibt es noch eine Maske mit rosa Heilerde, die Karo aus Deutschland mitgebracht hat. Anschließend wird nach und nach geduscht und noch ein wenig Skip-Bo gespielt, bevor es für uns in die Heia geht. Gute Nacht!

Die abgebildeten Fotos des Goðafoss und von Ólafsfjördur sind von Kim Löffka Fotografie.

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6 comments

  1. Arik Steen

    Wahnsinnig schöne Bilder und tolle Eindrücke von Island. Gefällt mir sehr. Ein toller Bericht.

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  2. Freya

    Ich verfolge deinen Bericht schon sehr gespannt. Heute auch wieder sehr schöne Bilder, die Lust auf Island machen. Danke für den tollen Beitrag.

    Alles Liebe

    Freya
    http://www.dieplaudertasche.com

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  3. lipstickbunnies

    Ich lerne gerne mehr über nordische Länder. Island ist toll.
    Aber irgendwie verstehe ich, dass du bald keine Wasserfälle mehr sehen magst xD

    xoxo Vanessa

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  4. My Travel Diary USA

    Beeindruckende Landschaft und super Fotos, man fühlt sich als wäre man dabei gewesen. Island ist schon lange ein Traumziel von mir, jetzt erst recht.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  5. Sandra | Zart wie Federblümchen

    Island scheint so schön zu sein. So tolle Eindrücke welche ich durch deine Bilder gewinnen konnte. Vielen lieben Dank dafür.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

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