Filmkritik: Thor - Tag der Entscheidung

Filmkritik: Thor – Tag der Entscheidung

In Thor – Tag der Entscheidung bekommt es Thor mit seiner unbarmherzigen und machtvollen Schwester zu tun. Wird es ihm gelingen Ragnarök aufzuhalten?

4 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Nach einer ersten Begegnung mit seiner Schwester Hela (Cate Blanchett), stecken Thor (Chris Hemsworth) und sein Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston) auf dem Planeten Sakaar, der Mülldeponie des Universums, fest. Doch während Loki bereits zur höheren Schicht der Gesellschaft zählt, muss sich Thor in tödlichen Gladiatorenkämpfen beweisen. Dabei trifft er auch auf seinen früheren Mitstreiter und Ex-Avenger Hulk (Mark Ruffalo), der als beliebtester und erfolgreichster Kämpfer Sakaars gefeiert wird.

Thor tut alles, um sich aus der Gefangenschaft zu befreien und zur seiner Heimat Asgard zurückzukehren. Hier regiert inzwischen Hela, die als Erstgeborene Odins ihr Recht auf den Thron zurückgefordert hat. Nach jahrtausendlanger Gefangenschaft droht sie Ragnarök, die Götterdämmerung, einzuleiten und damit Asgard ein für alle mal zu vernichten.

Mein Fazit

Marvels farbenfrohster Film! Ja, euer erster Eindruck stimmt: Dieser Thor-Film unterscheidet sich erheblich von seinen Vorgängern. Während Thor und vor allem Thor – The Dark Kingdom eher düster daherkommen, besticht Thor – Tag der Entscheidung durch sein farbenfrohes Erscheinungsbild und einer (Über-)Dosis an Humor. Produzent Kevin Feige betont hierbei die bewusste Entscheidung, dass auch der Erzählton sich bewusst gewandelt hat. Mit Beauftragung des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi ist es gelungen, mit Thor – Tag der Entscheidung einen neuen kreativen Kurs einzuschlagen. Dass das jedoch nicht bei allen Marvel-Fans auf Nächstenliebe stoßen kann, ist unumgänglich.

Man, I really can never get tired of seeing this guy’s face. #ThorRagnarok (via @markruffalo)

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Spaß vs. Ernsthaftigkeit

Dadurch stehen die spaßigen Elemente in einem stetigen Konflikt mit ernsteren Momenten, die jedoch meiner Meinung nach trotzdem nicht zu kurz gekommen sind und ihren Platz in Thor – Tag der Entscheidung gefunden haben. Ich habe aber bereits auch schon sehr kritische Stimmen vernommen, die den dritten Thor einfach nur noch lächerlich finden und ihn eben nicht mehr ernst nehmen können. Ja, aus Mr. Ernst ist Mr. Sunnyboy geworden. Diese Entwicklung kann ich jedoch aufgrund der Geschehnisse im Marvel Cinematic Universe durchaus nachvollziehen und störe mich nicht daran. Doch auch ich habe mich den ganzen Film über gefragt: Ist das Ganze schon zu lustig? Ich bin zu dem Entschluss gekommen: Nein. Für mich bietet Thor – Tag der Entscheidung Marvel-Humor on Point!

Alte Bekannte & Neuzugänge

Bei all den Neuerungen, die Thor – Tag der Entscheidung mit sich bringt, gibt es einige Wiedersehen mit vielleicht schon längst vergessenen Charakteren, wie z. B. mit Hogun (Tadanobu Asano) und Volstagg (Ray Stevenson), die vor allem im ersten Teil dem Gott des Donners unterstützend zur Seite standen. Außerdem kehrt endlich Thors Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston) zurück auf die Bildfläche. Auch Heimdall (Idris Elba), der zu meinen persönlichen Lieblingscharakteren zählt, spielt wieder eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen ist natürlich der verschollen geglaubte Bruce Banner alias der Hulk (Mark Ruffalo), der keinen besseren Weg zurück ins Marvel Universum hätte finden können.

Ready to take on #Thorsday. #ThorRagnarok

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Viel spannender sind aber vermutlich die Neuzugänge, wie der schrullige Grandmaster (Jeff Goldblum). Noch wichtiger sind aber Valkyrie (Tessa Thompson), eine taffe Kriegerin, über die wir noch viel mehr erfahren sollen und natürlich der weibliche Bösewicht Hela (Cate Blanchett) alias Thors (Chris Hemsworth) Schwester, alias Odins (Anthony Hopkins) Erstgeborene. Was für eine coole, mysteriöse Figur…

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Die Besetzung

…und dann wird sie auch noch von Cate Blanchett verkörpert. Eine wahnsinnig gute Besetzung. So düster haben wir Blanchett sicher noch nie gesehen. Blanchett bringt alles mit sich, was diesen einzigartigen Bösewicht ausmacht: Sexappeal, Selbstbewusstsein sowie diese gewisse Verschmitz- und Verspieltheit. Sie hat, wie Feige schon sagte, definitiv “das ganze Projekt auf ein höheres Level gehoben.” Aber auch Jeff Goldblum und Tessa Thompson sowie die bereits bekannten Gesichter haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die 130 Minuten wie im Fluge vergehen. Übrigens lässt sich auch Stan Lee seinen klassischen Gastauftritt nicht entgehen. Für mich bisher auf jeden Fall sein stärkster Auftritt ;-).

Today’s #MondayMotivation. #ThorRagnarok #Helaween

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Farbe, Farbe, Farbe

Ich habe es ja bereits angedeutet: Thor – Tag der Entscheidung trotzt vor Farbe. Ich finde es toll! Die gesamte Anmutung ist sehr freundlich und unterstützt das actiongeladene Abenteuer einmal auf andere Art und Weise. Ergänzt wird dies durch eine hervorragende Musikauswahl, die definitiv Lust auf mehr macht. Das Sehen von Thor – Tag der Entscheidung bereitet ähnliche wie Guardians of the Galaxy und Guardians of the Galaxy Vol. 2 große Freude.

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Und die Story?

Ja, auch die bringt Spaß. Ragnarök bedeutet “das Ende der Welt, die Apokalypse, Armageddon” wie Regisseur Waiti erklärt, jedoch steht für ihn das Wort eher für “Wiedergeburt durch etwas Neues”. Dies scheint sowohl für die Gestaltung des Films als auch für das Thema zu gelten. Der Originaltitel konnte übrigens aus titelschutzrechtlichen Gründen nicht ins Deutsche übernommen werden, wie Marvel Deutschland auf ihrem YouTube-Channel erklärt. Der Weg zum Ragnarök wird in Thor – Tag der Entscheidung auf spannende Art und Weise erzählt. So gibt es Begegnungen mit unerwarteten Charakteren (freut euch drauf), überraschende Wendungen sowie aufregende Charakterentwicklungen.

“Das war nichts!”

…war der Wortlaut einer Kritikerkollegin. Was soll ich sagen, ich sehe es anders! Thor – Tag der Entscheidung wagt es einen neuen Weg einzuschlagen. Ein Weg, der mir Freude bereitet. Für mich gehört Thor – Tag der Entscheidung damit tatsächlich zu den stärkeren Marvel-Filmen. Er bietet einen guten Mix aus Action, Leidenschaft, Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und natürlich Humor. Mich würde aber natürlich bei dieser Uneinigkeit sehr interessieren, was ihr von Thor – Tag der Entscheidung haltet? Ist er euch zu überzogen witzig? Reiht sich nur ein Scherz an den nächsten? Oder bleibt die notwendige Ernsthaftigkeit erhalten?

Trailer zu “Thor – Tag der Entscheidung”

One comment

  1. Filme der Woche: KW 44 | Jil's Blog

    […] Meine Filmkritik zu Thor – Tag der Entscheidung findest Du hier. […]

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