Filmkritik: Spider-Man - Homecoming

Filmkritik:
Spider-Man – Homecoming

Spider-Man möchte unbedingt zu den Avengers gehören und tut alles um sich zu beweisen in: Spider-Man – Homecoming.

4 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Als Peter Parker (Tom Holland) nach dem großen Kampf mit und gegen die Avengers in seine Heimat zurückkehrt, ist er noch völlig euphorisch und möchte nichts lieber als ein vollwertiges Mitglied der Avengers werden. Sein Mentor Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.)  hat jedoch andere Pläne für den 15-jährigen Jungen: Die Schule fertig machen und dann studieren. Entsprechend wartet Peter vergebens auf einen neuen Einsatz und sucht ihn sich stattdessen selbst. Doch alten Frauen den Weg weisen und Fahrraddiebstähle verhindern reichen ihm nicht. Er möchte nicht nur der sympathische Spider-Man aus der Nachbarschaft sein.

Seine nächtlichen Aktivitäten als Spider-Man bleiben jedoch nicht lange unentdeckt. In einem unaufmerksamen Moment erfährt sein bester Freund Ned (Jacob Batalon) von seinem Geheimnis und giert darauf sein Wissen mit der Welt zu teilen. Das ist für Peter aber natürlich keine Option, möchte er doch seine Tante May nicht unnötig beunruhigen. Als jedoch der geflügelte The Vulture (Michael Keaton) und seine mysteriösen Waffen in New York City ihr Unwesen treiben, bringt sich nicht nur Spider-Man in Gefahr…

Straight A superhero. #SpiderManHomecoming

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Mein Fazit

Spider-Man (Tom Holland) ganz klein – und das ist auch gut so! Während des ganzen Films habe ich darüber nachgedacht, ob ich es gut finde, dass Spider-Man “klein gehalten wird” und sein neuer Gegner eben nicht der nächste Überschurke ist. Mein Fazit: Ja, das ist perfekt so. Denn einerseits wird eben dies im Film thematisiert, dass Peter nun mal noch ein Teenager ist und er doch lieber “der sympathische Spider-Man von nebenan” sein sollte, und so wurde ihm Raum geschaffen für einen ganz eigenen Film. Ja, Iron Man (Robert Downey Jr.) ist auch mit von der Partie, aber auch das ist nur sinnig, schließlich hat er Spider-Man entdeckt und dient als sein Mentor. Ich bin jedoch der Meinung, dass seine Rolle so klein gehalten wurde, dass es weiterhin ein Spider-Man– und eben kein Avengers-Film bleibt. Die Waage ist hier wunderbar gehalten und so ist auch der kleine Gegner, mit dem es Spider-Man ganz alleine aufnehmen kann, gut ausgewählt. Alles andere hätte direkt die Avengers wieder auf die Matte geholt und so wäre Spidi untergegangen.

“Nicht noch ein Teenie-Film”

Etwas überzogen ausgedrückt aber in manchen Momenten übernimmt die “Teenie”-Facette doch etwas die Überhand. Ein bisschen weniger Teenie-Drama hätte Spider-Man – Homecoming auch nicht geschadet – ihm eher gut getan. Nichtsdestotrotz ist, wie bereits angedeutet, die “Abholung” von Spider-Man ins Marvel Universum sehr gut gelungen. Spider-Man – Homecoming nimmt die Ereignisse aus The First Avenger: Civil War auf und ergänzt sie durch neue Szenen und Blickwinkel. Es behandelt Spider-Mans Wunsch ein vollwertiges Mitglied der Avengers zu sein und gleichzeitig sein Verlangen in der Schule nicht mehr als Außenseiter betrachtet zu werden. Und natürlich spielt auch die Liebe eine große Rolle. Schade ist, dass in diesem ganzen Kontext es leider schnell sehr offensichtlich wird, wohin man den Bösewicht Adrian Toomes (Michael Keaton) zuordnen kann. Betont er doch gefühlt in jedem zweiten Satz, dass er das alles nur für seine Familie tut…

Ein ganz anderer Spider-Man

Spider-Man – Homecoming zeigt einen völlig neuen Spider-Man – wenn man ihn mit den Spider-Man-Filmen mit Tobey Maguire oder auch mit den The Amazing Spider-Man-Teilen mit Andrew Garfield vergleicht. Lange Zeit hatte ich fast das Gefühl, dass er bis auf seine familiäre Situation, gar nichts mit den beiden gemein hat. Bis dann doch aus dem Nichts ein bekannter Name fällt. Welcher und in welchen Zusammenhang verrate ich euch natürlich an dieser Stelle nicht – es soll ja spannend bleiben ;-).

Quickest way to get home. #SpiderManHomecoming

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Blogger-Diss

Ganz Marvel-typisch strotz natürlich auch Spider-Man Homecoming vor humoristischen Elementen. Mein neuer Lieblingscharakter ist auf jeden Fall Peter Parkers bester Freund Ned, gespielt von Jacob Batalon, der sich mit seiner ganzen Art hervorragend in das Thema einbindet. Ich sag nur “der Mann im Stuhl”. Ergänzt wird die Story durch kleine Seitenhiebe – gerne verteilt von Tony Stark  – beispielsweise auch gegen uns Blogger: “Hier warten 50 echte Journalisten auf Dich – nicht irgendwelche Blogger” (oder so ähnlich). Ich könnte jetzt beleidigt sein, doch irgendwie finde ich es dann doch ganz charmant und der Spruch zeigt ja auch, dass über uns nachgedacht wird. So unwichtig sind wir dann vielleicht doch nicht ;-).

Tolle Charaktere und ein guter Cast

Wie eigentlich bei jedem Marvel-Film bin ich sehr angetan von dem gesamten Cast. Neben altbekannten Figuren wie Happy Hogan, gespielt von Jon Favreau, und natürlich Tony Stark, brillieren auch neue Figuren und die Schauspieler dahinter. Allen voran natürlich Tom Holland, der eine ausgezeichnete Wahl für den neuartigen Spider-Man ist und durch ganz eigene Idee, wie Tony Stark im Auto einfach zu umarmen, seinem Charakter eine ganz eigene Note verpasst hat. Zwar hat er über große Teile des Films seine Maske auf, jedoch hat man trotzdem das Gefühl, dass er durch seine Mimik dem Zuschauer die gewünschten Botschaften und Gefühle vermitteln. Neben Batalon gehört übrigens auch Zendaya, die die aufmüpfige Außenseiterin Michelle spielt, zu meinen neuen Lieblingen. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, mehr von den beiden zu sehen!

3D-Effekte?

Obwohl Spider-Man – Homecoming wie gewohnt sehr gut produziert ist und die Special Effects wie immer hervorragend sind, habe ich 3D-Effekte so gut wie gar nicht wahrgenommen. Ja, der Film ist in 3D produziert – aber so richtige “Woaaaaah, das wäre mir fast ins Gesicht geflogen”-Momente gibt es nicht. Aus diesem Grund könnt ihr euch den 3D-Aufschlag sparen und lieber die wesentlich günstigere 2D-Vorstellung anschauen. Der Qualität des Filmes tut dem keinen Abbruch.

Willkommen im Team!

Ich finde Spider-Man – Homecoming – obwohl er mich nicht vollends fesseln konnte – äußerst gelungen und freue mich zukünftig noch mehr von dem Spinnenmann und seinen Freunden zu sehen. Ich finde es sehr klug von Marvel Spider-Man nicht direkt komplett in die Avengers zu integrieren, sondern ihm seinen Raum zu lassen. Das macht es besonders spannend und den Zuschauer neugierig. Gleichzeitig ist die Handschrift von Marvel sehr gut zu erkennen. Es gibt zwar ein, zwei kleinere Dinge, die mich etwas stören, aber der Gesamteindruck der actionreichen Comicverfilmung ist durchweg positiv.

Mein Tipp für Euch

Für alle, die es immer noch nicht wissen: Bleibt nach dem Film sitzen! Bei jedem Marvel-Film gibt es Mid- und Post-Credit-Szenen. Zugegeben, die Post-Credit-Szene bringt einen inhaltlich nicht wirklich weiter – ist aber schon ziemlich witzig. Die Mid-Credit-Szene gibt jedoch einen kleinen Einblick auf den neuen potenziellen Gegner von Spider-Man. Ein weiteres Zeichen dafür, dass Spider-Man wohl ein weiteres Mal ohne die Avengers auf die Leinwand darf. Weitere Informationen zu den Szenen findet ihr auf moviepilot.de (Achtung: Spoiler!).

Jetzt auf DVD oder Blu-ray vorbestellen (Erscheinungsdatum: 23. November 2017).

Trailer zu “Spider-Man – Homecoming”

12 comments

  1. Danie

    Ich fand den Film so mega, habe ihn gestern gesehen und ebenfalls heute einen Blogbeitrag dazu geschrieben 😀

    LG Danie

    Antworten

    1. Jil

      Ja, habe ich gesehen – Du Spoilerqueen haha 😀

      Antworten

  2. Jacqueline

    Liebe Oil

    Das ist so ein toller und hilfreicher Bericht!!

    Danke Dir, mal schauen, ob ich es noch schaffe den Film im Kino zu sehen! ;oD

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

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    1. Jil

      Wenn ja, wünsche ich Dir viel Spaß! Hab noch einen schönen Restdonnerstag 😉

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  3. lipstickbunnies

    Das ist die 6. Rezi die ich zu dem Film lese. Mein Bruder ist heiß wie Frittenfett auf den Film und ich bleib lieber DC Mädl xD Ich soll dir aber ausrichten, dass der Beitrag noch heißer auf den Film macht 🙂

    xoxo Vanessa von den Lipstickbunnies

    Antworten

    1. Jil

      Haha – sehr gut! Dann Arschbacken zusammenkneifen und mit Deinem Bruder los ins Kino! Schließlich kann man Marvel und DC mögen 😉

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      1. lipstickbunnies

        Erstmal muss hier das Kino wieder aus den Sommerferien kommen 🙂 Der nachteil am KleinStadt leben
        xD

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        1. Jil

          Alleine deswegen könnte ich nicht wieder “aufs Dorf” ziehen ^^”

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  4. Verena Irrschik

    Liebe Jil,

    …also diesen Film lasse ich aus – da bin ich schon zu alt dafür ;-). Aber dank deinem Beitrag kann ich trotzdem mitreden. Klasse!

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

    Antworten

    1. Jil

      Liebe Verena,
      man ist nie zu alt für Marvel-Filme 😉
      Aber okay! Schon mal ein schönes Wochenende Dir 🙂
      Viele Grüße
      Jil

      Antworten

  5. Denise

    So das ist nun die zweite Film Kritik die ich über diesen Film lese und ich merke immer mehr dass ich diesen Film doch sehen muss! Danke für die Info in Bezug auf 3D denn somit kann ich mir das sparen :D!
    Bin wirklich schon sehr gespannt wie uns der Film dann gefällt!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

    Antworten

    1. Jil

      Das freut mich! Dann melde Dich doch gerne noch einmal, wenn Du ihn gesehen hast! 🙂

      Antworten

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