Reisebericht: Kurztrip nach Freiburg

Reisebericht: Kurztrip nach Freiburg

3. Tag: Ins Land schauen vom Schauinsland

Für den heutigen Tag ist Aufstehen um 08:30 h angesagt! Als um 08:30 h aber von den anderen noch nichts zu hören ist, drehe ich mich noch einmal um. Da alle das so gemacht haben, ist wieder einmal erst eine Stunde später Bewegung in der Bude, sodass wir auch heute erst spät – um etwa 11:30 h – die Wohnung verlassen. Wir gehen zum Hauptbahnhof und ziehen hier zwei 24h 5-Personen-Tickets für jeweils 12,00 Euro, die für alle Verkehrsmittel in Freiburg der Preisklasse I gültig sind. Wenn man bedenkt, das eine Einzelfahrt pro Person 2,30 Euro kosten würde, ist dieser Deal wirklich gut. Vom Hauptbahnhof geht es zunächst mit der 4 zum “Bertoldsbrunnen”, wo wir in die 2 umsteigen, die uns bis “Freiburg Dorfstraße” führt. Von hier aus geht es mit dem Bus schließlich weiter zur “Schauinslandbahn”. Die ganze Fahrt dauert etwa 30 Minuten, die aber in der Vorfreude wie im Flug vergehen.

Mit der Seilbahn auf den Schauinsland

An der Bahn angekommen, heißt es jedoch warten. Da die Sonne sich aber heute von ihrer schönsten Seite zeigt, stört uns das eher weniger. Was uns jedoch etwas beunruhigt ist die Tatsache, dass die Seilbahn nur bis 17:00 h im Betrieb ist. Eine Essenspause auf dem Schauinsland wird vermutlich etwas knapp. Aber erstmal zahlen wir den Gruppentarif von 10,00 Euro pro Person für eine Berg- und Talfahrt (Normaltarif wären 12,50 Euro pro Person bzw. 11,50 Euro für Studenten). Warum wir, obwohl wir nur zu acht und nicht zu zehnt sind, wie eigentlich verlangt, den Gruppentarif zahlen dürfen, verstehe ich zwar nicht ganz, aber das soll uns natürlich nicht weiter stören.

Unser Glück geht schließlich weiter: Obwohl eigentlich nur sieben Personen pro Gondel Platz nehmen sollen, dürfen wir zu acht fahren. Bei uns zarten Gestalten – öchem – aber auch kein Problem. Die Fahrt ist wirklich sehr schön! Gut 17 Minuten dauert sie und führt uns 1.284 Meter in die Höhe mit einem wunderschönen Blick auf Berg und Tal.

Mit weitem Blick der Sonne entgegen

Oben angekommen dann die Überraschung: Schnee! Auch auf dem Schauinsland liegt noch immer Schnee. Ende April. Verrückt! Axel besorgt zwei Wanderkarten für uns und dann machen wir uns auf entlang der Route 3, die sich “Mit weitem Blick der Sonne entgegen” nennt. Uns erwartet eine Panorama-Rundwanderung über 8,8 Kilometer mit wirklich atemberaubenden Views. Die dreistündige Route wird als mittelschwer eingestuft. Nach unserer gestrigen Wanderung, sind die 200 Höhenmeter Unterschied jedoch schon fast lachhaft – fast. Denn so hoch oben, wird die Luft manchmal schon etwas knapp, wenn es dann doch mal etwas steiler hoch geht. Außerdem ist der Schnee natürlich eine besondere Herausforderung mit absoluter Ausrutschgefahr. Die Kombination aus Schnee, Wind und Sonne und das ständige An- und Ausziehen der Jacke erwecken in mir außerdem den Eindruck, dass ich mit Sicherheit eine Erkältung mit zurück nach Hamburg nehmen werde… Der, nennen wir ihn, Spaziergang ist aber wirklich super schön und absolut empfehlenswert!

Nachspeise in “Die Bergstation”

Während Malte, Laura, Roger und Corn sich ein “Track’n’Eat”-Mal gönnen, beschließt der Rest der Truppe weiterzugehen und eine Kleinigkeit im Café und Restaurant Die Bergstation zu uns zu nehmen. Eine sehr gute Wahl! Wer auf Flammkuchen steht, sollte unbedingt den süßen Flammkuchen mit Apfel probieren. Aber auch der Kaiserschmarrn und das Eis sind hervorragend. Das kühle Bier nach der anstrengenden Wanderung mit Blick auf Freiburg runden den Besuch perfekt ab. Kurz nach (!) 17:00 h geht es den Berg dann mit der Seilbahn wieder herunter und die Rückfahrt beginnt. Die Anstrengung der letzten drei Tage macht sich bei mir plötzlich so stark bemerkbar, dass ich doch glatt in der Straßenbahn einnicke. Als wir dann aber wieder in der Wohnung sind, bin auch ich wieder wach. Dieses Mal sind wir mit der Linie 5 sogar direkt bis zur unserer Wohnung durchgefahren.

Abendbrot in der Hausbrauerei Feierling

Nach einen zweistündigen Duschmarathon fahren wir aufgehübscht zurück in die Stadt. Wir möchten erneut die lokale, badische Küche genießen und finden sogar mit unfassbar viel Glück einen Tisch in der Hausbrauerei Feierling, an dem wir alle Platz haben. Leider hört mein Glück nach dem hervorragenden Inselhopf-Bier an dieser Stelle wieder auf. Meine mit Münsterkäse überbackene Brägele sind leider noch fast roh. Außerdem zahle ich für mein Gericht nur einen Euro weniger (8,70 Euro) als ich für ein Schnitzel mit Brägele inklusive Vorspeisensalat gezahlt hätte. Wo ist da die Relation? Und Bauchschmerzen habe ich jetzt auch noch… Ach man… Dafür hat es den anderen gut geschmeckt.

“Tanz” in den Mai

Anschließend irren wir ein wenig durch die Freiburger Innenstadt und bleiben bei dem nächsten Eiscafé stecken. Das Eis von Hofeis vom Mundenhof lässt den Unmut über das Abendessen aber schon fast vergessen – lecker! Auf der Suche nach einer geeigneten Bar machen wir einen Stopp im The Great Räng Teng Teng. Da es in Freiburg wohl üblich ist, das in Lokalitäten geraucht werden darf, fühlen wir uns jedoch nicht all zu wohl und ziehen schnell weiter. Letztlich nehmen wir noch einen Absacker im Gremmels, ditten (von dancing und sitting) in  den Mai und beschließen dann doch die Heimreise anzutreten. Wir müssen die Wohnung morgen bereits zwischen 10:30  und 11:00 h verlassen, weshalb frühes Aufstehen angesagt ist. Axel ist so nett am frühen Morgen noch schnell für alle Brötchen zu holen, sodass wir ein letztes gemeinsames Frühstück haben, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Bis zum nächsten Mal meine Lieben, es war mir eine Freude! 🙂

7 comments

  1. Danie

    Sehr toller Bericht und tolle Fotos 🙂

    LG Danie von http://www.daaaniieee.at

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  2. ronjarosegold

    Wie coool du warst in meiner Heimat 🙂 Schöne Aufnahmen und freut mich das du es hier genossen hast. Liebe Grüße Ronja vom Beauty und Lifestyle Blog http://www.ronjarosegold.de

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    1. Jil

      Jaaaaa, eine wirklich schöne Stadt und die Umgebung erst! Ganz anders für eine vom flachen Land 😉

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  3. platznehmerin

    Freiburg würde ich auch gerne wieder einmal besuchen. Das letzte Mal ist sicher schon mind. 20 Jahre her, schreck.Es hat mir damal so gut gefallen, auch die Gegend rundherum. Ich liebe Fachwerk-Häuser und in Freiburg auch diese offenen Kanäle überall in der Altstadt. Du hast mir wieder Gusto gemacht mit Deinem Beitrag. Liebe Grüße

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    1. Jil

      Gerne! Freiburg freut sich sicherlich auch mal wieder über einen Besuch von Dir 🙂

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