Reisebericht: Kurztrip nach Freiburg

Reisebericht: Kurztrip nach Freiburg

1. Tag: Sightseeing und Schlossberg

Mein Freundeskreis aus der Schulzeit wohnt noch heute größtenteils im Bereich Hamburg und Kaltenkirchen. Nur zwei Ausreißer haben wir zu beklagen, die wir zumindest einmal im Jahr zu besuchen pflegen. Arne, unser ehemaliger Tübinger, ist noch weiter in den Süden nach Freiburg gezogen. Da Tina noch einen Gutschein für ein Adventure-Weekend von uns in der Tasche hat, beschließen wir Arne zu besuchen und im Schwarzwald wandern zu gehen.

Ankunft in Freiburg

Dazu fahren Laura, Roger, Malte und ich bereits am Donnerstagabend los Richtung Freiburg. Nach fast acht Stunden kommen wir in der baden-württembergischen Stadt an und stürmen völlig erschöpft Arnes 3er-WG im Stadtteil Wiehre. Die erste Nacht verbringen wir dort. Leider ist es in Freiburg fast unmöglich werktags einen kostenfreien Parkplatz zu finden. Als Gast muss man einen Parkschein ziehen, der bis zu 2,50 Euro die Stunde kosten kann. Anwohner parken da im Vergleich für 30,00 Euro im Jahr schon deutlich günstiger. Da wir mitten in der Nacht ankommen, müssen wir erst am Morgen einen Parkschein ziehen. Das bedeutet jedoch, dass wir uns bereits um 09:00 h aus den Federn quälen. Malte und Arne treffen beim Herausgehen allerdings glücklicherweise auf Arnes Vermieterin, die uns erlaubt das Auto im Innenhof zu parken.

Wohnung in Stühlinger

Nach dem Frühstück geht es für uns schon weiter zu unserer Wohnung für die nächsten drei Nächte, die wir über AirBnB gemietet haben. Meine zweite AirBnB-Buchung überhaupt. Nach der unvermittelten Absage damals für die Wohnung in San Francisco, hatte ich von diesem Buchungssystem erstmal Abstand genommen und lieber Hostels oder Hotels für meine Reisen gebucht. Mit so vielen Freunden auf einen Haufen macht ein eigenes Apartment allerdings mehr Sinn und so habe ich dem Vermittlungssytem eine zweite Chance gegeben. Für die drei Nächte zahlen wir zu acht 939,00 Euro. Gar nicht mal so wenig. Dafür liegt die Wohnung in der Barbarastraße, die nur ca. 15 Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt.

Erste Eindrücke

Auf dem Weg zur Wohnung sammeln wir Tina und Axel ein, die mit dem Zug nach gereist sind. Dazu fährt Malte mit dem Auto vor und Laura, Roger, Arne und ich gehen zu Fuß nach. Dabei können wir erste Eindrücke von Freiburg gewinnen. Wir überqueren die Bahnhofsbrücke mit Blick auf die Herz-Jesu-Kirche, passieren das Martinstor, schlendern durch die Einkaufspassage und erfahren von Arne von dem Debakel rund um den „Todesstern“. Die verspiegelte Front der Universitätsbibliothek blendet bei tief stehender Sonne die Autofahrer so stark, das nachgerüstet werden musste. An der Südostseite hängt jetzt ein riesiges, dunkles Stück Stoff – schick…

Willkommen in der Santa Barbara

Die Wohnung im Stadtteil Stühlinger ist großzügig geschnitten und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Zwar sieht alles nicht ganz so luxuriös aus, wie auf den Bildern von AirBnB, aber das war zu erwarten. Denn wusstet ihr, dass AirBnB 3.000 Fotografen weltweit beschäftigt, die dazu da sind Fotos von den angebotenen Apartments zu schießen!? Wundert euch also nicht, wenn ihr unverhofft auch mal „einen Griff ins Klo“ macht. Wir haben aber insgesamt wirklich Glück. Die Wohnung ist sauber, wir haben genügend Handtücher und Bettwäsche zum Wechseln, wenn es denn notwendig sein sollte, eine funktionierende Spülmaschine, Waschmaschine, diverse Möglichkeiten Kaffee zu kochen und mehr. Zwar haben wir nur ein Bad mit Duschwanne, aber immerhin noch eine separate Toilette. Geschlafen wird in vier Zimmern mit vier Doppelbetten. Manche sind dabei jedoch deutlich größer als die anderen. Darum werden die Pärchen in die kleineren Betten verfrachtet. Ich teile mir also das „Blümchenzimmer“ inklusive Schminktisch mit Arne. Des Weiteren bietet die Wohnung noch ein kleines Wohnzimmer mit großer Tafel, an der wir alle Platz haben. Dies war uns bei der Auswahl besonders wichtig.

Shoppen und Snacken

Nachdem die Betten verteilt sind, geht es zurück in die Innenstadt: Shoppen! Das war zugegebenermaßen nicht geplant aber notwendig. Malte hat beim Packen irgendwie vergessen sich eine zweite lange Hose einzupacken. Aber alles halb so wild. Wir können die Geschäfte Freiburgs erkunden, Malte hat drei neue Hosen und ich meinen Starbucks Becher von Freiburg. Wunderbar! Bevor wir Corn, den letzten im Bunde, von der Bahn abholen, nehmen wir für einen kleinen Snack im Gremmels Platz. Neben äußerst gut schmeckenden Suppen, gibt es auch guten Kaffee, leckere Limonaden und eine große Gin-Auswahl, die wir aufgrund der Uhrzeit (leider) unbeachtet lassen. Wer also in Freiburg zwischen Kaffee- und Abendgestaltungszeit steckt, dem kann ich das Gremmels nur empfehlen!

Ausblick vom Freiburger Schlossberg

Als wir Corn mit seinem 23 Kilo-Rücksack entdecken ist klar: Es geht erstmal zurück zur Wohnung. Doch dann geht es schnell, bevor es dunkel wird, noch auf den Schlossberg – schließlich sind wir hier zum Wandern! Nutzen aber erstmal einen Aufzug, der uns ein paar Meter Anstieg erspart. Auf dem Kanonenplatz angekommen, haben wir einen schönen Ausblick über Freiburg. In der Ferne sehen wir den Feldberg, der zur Zeit mit Schnee bedeckt ist – und das Ende April! Den Feldberg möchten wir eigentlich gerne am Sonntag erklimmen… Ob das was wird?

Abendessen beim Mexikaner

Zum Abendbrot geht es zu The Holy Taco Shack. Da ich nach meinem Ägypten-Urlaub keinen Koriander mehr sehen, riechen und schmecken kann, für mich keine großartige Wahl. Der Rest der Crew ist jedoch von Enchiladas, Tacos und Co., die zwischen 8,00 und 9,00 Euro kosten, restlos begeistert. Mein großer Caesar Salad mit Bacon und Crispy Chicken für 12,00 Euro ist leider eher mittelmäßig. Dafür schmecken Walnut Brownie (5,50 Euro) und Milchshake (6,00 Euro) auch ausgezeichnet. Bevor es ins Bett geht, spielen wir „Zuhause“ noch eine Runde Black Stories. Immer eine gute Wahl in großer Runde.

Nachtrag

Wir hatten uns bei unserem Besuch des The Holy Taco Shack nach dem amerikanischen Frühstück am Sonntag erkundigt, das bei Facebook vor mehreren Wochen angepriesen wurde. Die Bedienung erkundigte sich und teilte uns mit, dass es dies leider nicht mehr gibt. Facebook spricht jedoch eine andere Sprache… Wie kann es sein, dass Servicekräfte so oft, so schlecht informiert sind!? Menno…

7 comments

  1. Danie

    Sehr toller Bericht und tolle Fotos 🙂

    LG Danie von http://www.daaaniieee.at

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  2. ronjarosegold

    Wie coool du warst in meiner Heimat 🙂 Schöne Aufnahmen und freut mich das du es hier genossen hast. Liebe Grüße Ronja vom Beauty und Lifestyle Blog http://www.ronjarosegold.de

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    1. Jil

      Jaaaaa, eine wirklich schöne Stadt und die Umgebung erst! Ganz anders für eine vom flachen Land 😉

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  3. platznehmerin

    Freiburg würde ich auch gerne wieder einmal besuchen. Das letzte Mal ist sicher schon mind. 20 Jahre her, schreck.Es hat mir damal so gut gefallen, auch die Gegend rundherum. Ich liebe Fachwerk-Häuser und in Freiburg auch diese offenen Kanäle überall in der Altstadt. Du hast mir wieder Gusto gemacht mit Deinem Beitrag. Liebe Grüße

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    1. Jil

      Gerne! Freiburg freut sich sicherlich auch mal wieder über einen Besuch von Dir 🙂

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