Filmkritik: The Bye Bye Man

„Sag ihn nicht, denk ihn nicht“ – The Bye Bye Man kommt um Dich zu holen! Mit seinem schlecht animierten Hund…

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Die Handlung

Student Elliot (Douglas Smith) zieht mit seinem besten Freund John (Lucien Laviscount) und seiner Freundin Sasha (Cressida Bonas) in ein verlassenes Haus fern von ihrem Campus ein. Das etwas heruntergekommene Haus stand seit einigen Jahren leer. Jetzt möchten die drei es mit neuen Leben befüllen. Sie finden das Mobiliar im Keller des Hauses und richten damit das Haus neu ein.

Doch Sasha hat ein merkwürdiges Gefühl. Türe fallen ohne jegliches Zutun zu oder öffnen sich. Elliot versucht seine Freundin zu beruhigen. Trotzdem bittet Sasha ihre Freundin Kim (Jenna Kanell), die ein Gespür für Übernatürliches hat, das Haus nach einer Party mit Weihrauch auszuräuchern und damit vom Bösen zu befreien. Elliot beäugt das ganze belustigt und ungläubig. Da macht er eine merkwürdige Entdeckung: In seinem Nachtisch findet er ein Papier worauf in Kreisen immer und immer wieder „Sag ihn nicht, denk ihn nicht“ steht. Darunter ist in den Boden des Nachtschranks Der Bye Bye Man eingeritzt.

Nach der erfolgreichen Ausräucherung setzen sich die Bewohner des Hauses zusammen mit Kim an einen Tisch. Die junge Studentin soll ihre Fähigkeiten beweisen und die Geister rufen. Die Situation spitzt sich zu. Kim sieht eine böse Kraft auf sie zu kommen und möchte das Ritual abbrechen. Doch zu spät Elliot weiß, wen Kim sieht und spricht es laut aus: „Der Bye Bye Man.“ Damit ist ihr Schicksal besiegelt, denn hast Du einmal seinen Namen gehört, dann kommt er, um dich zu holen…

Mein Fazit

Die Grundidee von The Bye Bye Man ist gut durchdacht und bringt automatisch einen gewissen Nervenkitzel mit sich. Ich fand den Trailer sehr spannend und direkt furchteinflößend, weshalb ich mich dafür entschieden habe, diesen Film anzugucken, obwohl ich kein großer Fan des Horror-Genres bin. Ich bin ein ziemlicher Schisser und erschrecke mich bei jedem kleinen Mucks. Außerdem gehöre ich zu der Sorte Zuschauer, die ständig die Hände über den Kopf zusammenschlägt und laut ruft: „Nein, geht da nicht hin! Wie können die nur so dumm sein!?“

Ein passabler Einstieg

So ging es mir auch zu Beginn von The Bye Bye Man. Mit der Einstellung, dass mich jetzt ein Gruselfilm erwartet, habe ich meinen Schal schon hoch gezogen, bereit zum über die Augen ziehen. Die Anmutung des Horrorfilms ist düster, aber nicht zu finster. Das Haus, in das die drei Jugendlichen einziehen, ist perfekt inszeniert. Ich würde einen großen Bogen um ein solches Haus machen. Und auch der Gruselfaktor mit der klirrenden Münzen und den immer zu aufgehenden Türen liegt auf dem genau richtigen Maß.

Don’t think it. Don’t say it. #TheByeByeMan is now playing in theaters. Get tickets now. (Link in bio)

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Voldemord-Verschnitt in Freizeitshirt

Dieses Level hält sich über weite Strecken. Doch irgendwann wird es nur noch lächerlich. Spätestens nachdem man den Bye Bye Man und seinen „Hund“ das erste Mal richtig zu Gesicht bekommt, ist alles vorbei. Der animierte Gruselhund sieht aus, als wäre er vor 20 Jahren entworfen worden und der Bye Bye Man sieht aus wie Voldemord aus YouTube-Parodien mit einem grauen Freizeit-Shirt. Kostüm und Maske hat hier definitiv keine Preise zu erwarten. Nach diesem Anblick konnte ich den The Bye Bye Man als „Horrorfilm“ nicht mehr ernstnehmen. Außerdem bin ich – Halluzinationen hin oder her – der Meinung, dass es einige Logikfehler gen Ende gibt.

Grusel, der nicht nachwirkt

Als der Film nach 97 Minuten sein Ende fand, habe ich gelacht. Wer einen Gruselfilm sehen möchte, dem kann ich The Bye Bye Man wirklich nicht empfehlen. Auch die schauspielerischen Leistungen sind eher mäßig, was den Gesamteindruck komplementiert. Wirklich schade, da ich die Idee wie eingangs erwähnt echt gut finde. „Sag ihn nicht, denk ihn nicht!“ hat mich den Rückweg vom Kino über begleitet – jedoch mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Wo ich versucht habe Schatten zu erkennen, sah ich keine. Dann greife ich doch lieber wieder zu Klassikern wie The Ring.

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Trailer zu „The Bye Bye Man“

4 comments

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