Filmkritik: The Boss Baby

Filmkritik: The Boss Baby

The Boss Baby ist in geheimnisvoller Mission zur Erde gekommen und stellt dabei das Leben von Tim gewaltig auf den Kopf. Ob die Mission gelingen wird und Tim seine Eltern wieder ganz für sich haben wird?

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Manche Babys werden geboren, um in Familien groß zu werden. Andere Babys werden geboren, um im Management zu arbeiten, im Management von BabyCorb. Boss Baby ist einer von jenen Babys und er hat Großes vor: Das Eckbüro mit eigenem Töpfchen soll seins sein! Dazu begibt er sich in geheimer Mission auf die Erde und wird der Familie von dem kleinen Tim zugewiesen. Tims Leben wird fortan völlig auf den Kopf gestellt.

Doch während Tims Eltern Boss Baby für einen ganz gewöhnlichen Säugling halten, kommt Tim schnell seinem Geheimnis auf die Spur. Sein Versuch die Tarnung von Boss Baby auffliegen zu lassen scheitert und Tim erhält zum aller ersten Mal Hausarrest. Doch auch für Boss Baby läuft es nicht nach Plan. Um Boss Baby wieder loszuwerden, beschließt Tim dem Baby zu helfen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was PuppyCorp im Schilde führt. Denn die größte Bedrohung von Babys sind Hundewelpen!

Mein Fazit

Der erste Trailer und der veröffentlichte Kurzinhalt von Fox, den ich auch bei Filme der Woche: KW 13 veröffentlicht habe, sind sehr irreführend. Auf dieser Grundlage könnte man denken, dass sich die Handlung von Boss Baby nur im Kopf von Tim abspielt – er es sich also einbildet. Beim Gucken und auch im zweiten Trailer wird aber schnell deutlich, dass dies nicht der Fall ist und Boss Baby tatsächlich „real“ handelt. Ich würde Euch trotzdem empfehlen, den zweiten Trailer nicht zu schauen, da er viel vorwegnimmt. Lest Euch am besten die spoilerfreie Handlung durch, die ich für Euch auf Seite 2 zusammengefasst habe.

Ein schwieriger Start

Dass mir durch genannte Punkte ein gänzlich anderes Thema suggeriert wurde, als The Boss Baby tatsächlich behandelt, ist sicherlich ein Faktor, weshalb es mir sehr schwer fiel, in den Film hineinzukommen – nicht thematisch, sondern emotional. Das Thema wird direkt zu Beginn genau erklärt, sodass man auch schnell wusste, in welche Richtung die Story gehen wird. Gut 20 – 30 Minuten habe ich jedoch gebraucht, um mich dem Film zu öffnen. Genauso lange hat es gedauert, bis ich das erste Mal wirklich lachen musste. Ab diesem Zeitpunkt hat mir der Animationsfilm jedoch gut gefallen.

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BabyCorp vs. PuppyCorp

Obwohl The Boss Baby ein Familienfilm ist, bringt er einige Anspielungen mit, die Kinder nicht verstehen und teilweise definitiv nicht verstehen sollten. So bringt er definitiv auch den Eltern und natürlich auch allen anderen Menschen, die die Orientierungsstufe (gibt es dir n0ch?) verlassen haben, Spaß. Weiter holt The Boss Baby einen auch auf der emotionalen Ebene ab und man kann ihm eine gewisse Gesellschaftskritik zusprechen. Denn die Statistiken, die BabyCorp aufweisen und das angestrebte Ziel von PuppyCorp zeigen eine gewisse Wahrheit, die man vor allem in den westlichen Ländern der Welt beobachten kann. Wenn ich Mal so ehrlich sein darf, würde ich in der Situation, in der ich mich gerade befinde, auch sofort zu dem Produkt von PuppyCorp greifen… (Wenn Ihr den Film geguckt habt, wisst Ihr wovon ich spreche.)

Figuren mit Charakter

The Boss Baby ist meiner Meinung nach bisher die beste Arbeit von DreamWorks Animation. Die geschaffene Welt wirkt sehr homogen und die Figuren sind in ihrem Stil sehr detailliert animiert, sodass Mimik und Gestik den jeweiligen Charakter prägen. Auch die 3D-Effekte haben mir gut gefallen, sind jedoch definitiv kein Muss-Kriterium. Abgerundet wir der Gesamteindruck von Boss Baby durch die deutsche Synchronstimme von Laus Dieter-Klebsch, die eine ausgezeichnete Wahl war. Wenn ich jedoch die Liste der englischen Synchronsprecher lese – darunter Alec BaldwinSteve BuscemiJimmy Kimmel und Lisa Kudrow – bin ich ein bisschen traurig, dass ich den Film nur auf Deutsch sehen konnte.

Lacher & Tränen

Insgesamt ist The Boss Baby ein amüsanter Animationsfilm, der ans Herz geht. Wie so oft ist der Ausgang des Films sehr voraussehbar, jedoch überrascht er während der Handlung mit einigen unerwarteten Wendungen und Ereignissen. Dies wird wahrscheinlich nicht der großartigste Animationsfilm des Jahres 2017 werden, jedoch ist er für einen netten Kinoabend definitiv geeignet und empfehlenswert.

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Trailer zu „The Boss Baby“

One comment

  1. Filme der Woche: KW 13 | Jil's Blog

    […] Meine Filmkritik zu The Boss Baby findet ihr hier. […]

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