Filmkritik: Guardians of the Galaxy Vol. 2

Filmkritik: Guardians of the Galaxy Vol. 2

In Guardians of the Galaxy Vol. 2 stößt Peter Quill alias Star-Lord auf Spuren seiner Vergangenheit. Wird er endlich wieder mit seiner Familie vereint sein? Oder ist er das nicht schon längst?

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Nachdem die Guardians of the Galaxy den Planeten Xander und seine Bewohner gerettet haben, sind die fünf Freunde als Söldner, mit der Mission das Universums  vor dem Untergang zu retten, unterwegs. Sie werden von der Hohepriesterin Ayesha (Elizabeth Debicki), die Anführerin der bis zur Perfektion genetisch veränderten Rasse der Sovereign, ein interdimensionales Monster zu bekämpfen, das es auf ihre mächtigen Batterien abgesehen hat. Im Austausch für ihre Dienste sollen die Guardians Nebula (Karen Gillan) ausgehändigt bekommen. Die zwielichtige Schwester von Gamora (Zoe Saldana) soll ins Gefängnis gebracht werden. Doch Rocket (Bradley Cooper) kann seine alten Gewohnheiten nicht widerstehen und stiehlt bei dem Einsatz ein paar der Batterien. Dies gefällt der goldfarbenen Ayesha überhaupt nicht und setzt ihre Männer und Frauen darauf an, die Guardians zu töten. In letzter Sekunde werden die Guardians von einer unbekannten Macht gerettet.

Die Person, die tausende Schiffe der Sovereign mit einem Schlag besiegen konnte, stellt sich als Peters leiblicher Vater Ego (Kurt Russell) heraus. Er lädt Quill auf seinen Planeten ein, um ihm alles über seine Herkunft zu erzählen. Quill ist skeptisch, doch Gamora überredet ihn, sich anzuhören, was Ego zu sagen hat. Rocket, Baby-Groot und Nebula bleiben zurück, um das zu Bruch gegangene Schiff zu reparieren.

Indessen heuert Ayesha die Ravagers an, die die Guardians für sie jagen und die Energiequellen zurückholen sollen. Yondu weigert sich jedoch seinen Ziehsohn Star-Lord mit vollem Einsatz zu verfolgen. Es kommt zu einer Meuterei und Taserface (Chris Sullivan) übernimmt das Kommando. Mit voller Kraft jagen die Ravagers nun den Guardians nach. Werden die Ravangers die Guardians erwischen oder gelingt es Yondu die Kontrolle zurückzugewinnen? Werden die Guardians wieder zusammenfinden? Und welche Absichten verfolgt Ego?

Mein Fazit

Unsere Lieblingshelden der Galaxis sind zurück auf der großen Leinwand! Star-Lord und Co. sind erneut als Retter des Universums im Einsatz. Eine große Aufgabe und auch Drehbuchautor und  Regisseur James Gunn hat sich für die Fortsetzung von Guardians of the Galaxy einiges vorgenommen:

„Ich hoffe, dass wir das, was den ersten Film ausmachte, übernommen und weiterentwickelt haben. Ich wollte die beste und berührendste Geschichte erzählen wie nur möglich. Es ging darum, eine Geschichte zu erzählen, die den Guardians und ihren Persönlichkeiten würdig ist, und darum, einen Film auf die Leinwand zu bringen, der diesen Charakteren gerecht wird. Ich hoffe, dass uns das gelungen ist.“

Ob ihm und seinem Team das gelungen ist, werde ich ihn meiner Filmkritik genauer analysieren!

Zunehmende Komplexität

Wie so oft gewinnen auch die Story und die Figuren von Guardians of the Galaxy deutlich an Komplexität und Tiefe. Während es im ersten Teil darum ging, die Charaktere als Außenseiter mit ihren individuellen Charakterzügen kennenzulernen, geht es im zweiten Teil darum, noch weitaus mehr über sie und ihre Hintergründe zu erfahren. Der große Fokus von Guardians of the Galaxy Vol. 2 liegt auf dem Thema Familie. Wo offensichtlich Quills (Chris Pratt) Wiedervereinigung mit seinem Vater Ego (Kurt Russell) im Mittelpunkt der Geschichte steht, erfährt man auch viel über Gamora (Zoe Saldana) und ihre Beziehung zu ihrer Schwester Nebula (Karen Gillan). Familiärer Zusammenhalt begleitet die gesamte Story und sorgt dabei für viele Wendungen und Überraschungen.

Neue Facetten, neue Charaktere

Doch auch Drax (Dave Bautista), der liebevolle Kämpfer, der alles wortwörtlich nimmt und dabei urkomisch ist, entwickelt sich merklich weiter. Gleiches gilt für den traumatisierten Rocket (Bradley Cooper), der sich eigentlich nur nach Liebe und Anerkennung sehnt. Nur Baby-Groot (Vin Diesel) fängt noch einmal ganz von vorne an, da er sich nicht an sein früheres Ich erinnern kann. Dafür kann man die verschiedenen Beziehungen, die die anderen Charakter zu ihm haben und aufbauen, wundervoll beobachten. Besonders gut gefällt mir, dass man viel Neues über Yondu (Michael Rooker) erfährt. Diese Figur war mir in Guardians of the Galaxy etwas schleierhaft. Nach Vol. 2 sind jedoch alle Unklarheiten bereinigt. Der spannendste völlig neue Charakter ist meiner Meinung nach Mantis, die von der kanadischen Schauspielerin Pom Klementieff verkörpert wird. Sie in Interaktion mit Drax ist einfach zauberhaft komisch!Und mit Sylvester Stallone als Stakar Ogord ist der Grundstein für Badass-Action in Vol. 3 gelegt worden!

@empiremagazine’s Marvel Studios‘ #GotGVol2 covers are here!

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Emotionen vs. Action

Diese Wandlungen und Entwicklungen der Charakter werden von vielen, vielleicht zu vielen Emotionen begleitet, die dem Zuschauer an gleich mehreren Stellen die Tränen in die Augen treibt. Zumindest ging es mir so. Zum Glück ist es im Kino dunkel. 😀 Damit ist es Gunn definitiv gelungen eine äußerst rührende Geschichte zu erzählen. Für mich war dies aber alles ein bisschen zu viel des Guten. So hatte ich zwischendrin sogar die Befürchtung, dass Marvel die Actionszenen ausgegangen sind und es sich zu einem Drama entwickelt. Zum Glück bekommt Guardians of the Galaxy Vol. 2 jedoch noch die Kurve und trumpft zum Schluss in Sachen Action, Animationen und Effekten noch einmal so richtig auf. Insgesamt wirkt Guardians of the Galaxy Vol. 2 dadurch, dass deutlich merkbar verschiedene Handlungsstränge, die in späteren Teilen vermutlich weiter verfolgt werden, aufbaut etwas langatmig.

Atemberaubende Kostüme

The hits keep coming. #GotGVol2 [link in bio]

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Begeistert bin ich vor allem wieder von den vielfältigen Kostümen der Figuren in Guardians of the Galaxy Vol. 2! Köstümdesignerin Judianne Makovosky hat hier ganze Arbeit geleistet. Die 200 Kostüme wurden alle in Handarbeit gefertigt. Das Highlight ihrer Arbeit ist dabei mit Sicherheit die goldene Robe von Ayesha (Elizabeth Debicki), die mit Liebe zum Detail überzeugt und bezaubert. Bei diesem Anblick musste ich direkt an das Ballkleid von Belle in Die Schöne und das Biest denken, das mich ja alles andere als vom Hocker gerissen hat…

Awesome Mix Vol. 2

Wie schon der erste Teil von Guardians of the Galaxy glänzt auch Vol. 2 mit seinem wirklich großartigem Soundtrack. James Gunn hat erneut alles Songs händisch ausgewählt und bereits ins Drehbuch hineingeschrieben. Die Songs sind Teil der Dramaturgie und genau passend zu jeder einzelnen Szene ausgewählt. Ich würde sagen, da hat jemand Ahnung von musikalischer Untermalung, Herr Gunn.

Ein starker zweiter Teil

…der aber nicht ganz an den ersten herankommt. Das liegt aber vor allem daran, dass Guardians of the Galaxy Vol. 2 gezwungenermaßen etwas an Leichtigkeit verloren hat, die den Vorgänger so ausgezeichnet hat. Dafür ist er meiner Meinung nach noch besser animiert, die (3D-)Effekte sind noch beeindruckender und die Story macht unfassbar neugierig. Wie bereits erwähnt, drückt mir der Film stellenweise zu sehr auf die Tränendrüse, dafür liebt man die Charaktere nach all dem, was sie durchmachen um so mehr. Ein offensichtliches Highlight, auf das glaube ich jeder Guardians of the Galaxy-Fan gewartet hat, ist natürlich der bezaubernde Baby-Groot. Ich glaube ich könnte mir den kleinen tanzenden Baum den ganzen Tag angucken.

Trailer zu „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

11 comments

  1. Filme der Woche:KW 17 | Jil's Blog

    […] Meine Filmkritik zu Guardians of the Galaxy Vol. 2 findet Ihr hier.  […]

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  2. Rieke

    Eigentlich mag ich solche Filme gar nicht. Das liegt aber nur daran, dass ich ihnen von Anfang an keine Chance gebe und sie deshalb nicht gucke ohne zu wissen worum es geht. Der klingt aber echt toll! Danke für die Inspiration. Ich weiß welchen Film ich als nächstes gucken werde! =)

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    1. Jil

      Sehr schön! Da freue ich mich, wenn ich Dich inspirieren konnte 🙂

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  3. Christiane

    Sobald die erste Welle an Besuchern vorbei ist, werde ich mir ihn auch anschauen 😀

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    1. Jil

      Sehr gut! Wünsche Dir jetzt schon viel Spaß 😀

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      1. Christiane

        Ich war nun endlich im Kino… ich hab die letzte halbe Stunde nur geheult XD

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        1. Jil

          Jaaaaaaa… Mir ging es genau so :’D

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  4. Liam Alexander Colman

    Würde den Film gerne mal schauen aber momentan habe ich einfach genug von Comic-Verfilmungen. Mir kommts langsam vor als ob jede Woche ein neuer rauskommt 😀

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    1. Jil

      Ich find’s toll 😀 Ja, du hast schon recht. Aber der gehört echt zu den besten 😉

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  5. laurajtopa

    Hmm.. ich war kein großer Fan von dem Film. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich den ersten nicht kannte. Baby-Groot fand ich aber süß. 🙂

    Alles Liebe,
    Laura von http://www.lauratopa.com 🙂

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    1. Jil

      Oh… Ja, den ersten muss man für den zweiten in diesem Fall (bzw. bei Marvel immer) kennen. Blög 🙁

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