Filmkritik: Split

Filmkritik: Split

Mein Fazit

In Split werden drei junge Mädchen von einem Mann mit 23 Persönlichkeiten entführt und gefangen gehalten. Sie sollen ihm dazu dienen, die Bestie zu erwecken.

3.5 von 5 Popcorntüten

Split baut Spannung auf und hält den Zuschauer in seinem Bann. Der Film hält damit definitiv, was der Trailer verspricht und mehr. Die Stimmung des Films wird durch die bildliche Darstellung ausgezeichnet transportiert, ohne zu düster zu werden. Das Set und die Kostüme stimmen.

Beeindruckende schauspielerische Leistung

Das beeindruckendste an Split ist mit Sicherheit die schauspielerische Leistung von Hauptdarsteller James McAvoy. McAvoy gelingt es mit nur ganz wenigen Änderungen seiner Mimik und Gestik scheinbar mühelos eine andere Persönlichkeit von Kevin Wendell Crumb darzustellen, sodass der aufmerksame Zuschauer sofort erkennen kann, welche der 23. Persönlichkeiten gerade „das Licht hat“. Damit ist McAvoy das absolute Herzstück des Horrorthrillers.

Overacting & Ausdruckslosigkeit

Enttäuschend dafür sind die jungen Nebendarstellerinnen Anya Taylor-JoyHaley Lu Richardson und Jessica Sula, die entweder overacten oder zu ausdruckslos daher kommen. Die Story rund um Taylor-Joys Charakter Casey Cooke wirkt eher als Lückenfüller und als Quelle für anderes Bildmaterial als der Keller von Crumb. Letztlich macht sie in Gänze gesehen zwar Sinn aber auch ohne sie, hätte der Film funktioniert. In manchen Situationen hätte ich mir daher auch etwas mehr Emotionen von Taylor-Joy gewünscht, wohingegen Richardson und Sula einen Gang herunter schalten hätten können.

Thriller vs. Horror

Wo Split zunächst sehr logisch startet, wird es gen Ende wirklich verrückt und unglaubwürdig. Sprich eine Geschichte, die aus der Realität stammen kann, mutiert erst gen Ende zu einer übernatürlichen Monstergeschichte. Hier übernimmt das Horrogenre. Die Symbiose zwischen Thriller und Horror ist damit meiner Meinung nach nicht gut gelungen, was es dem Zuschauer schwer macht gänzlich in die Welt des Films einzutauchen. Insgesamt finde ich den Twist zum Horror daher etwas schade, da ich die Krankheit von Kevin sehr interessant fand und für mich Split überwiegend einen wissenschaftlich, medizinischen Charakter hatte.

Die Handlung wird zur Nebensache

Alles in allem ist Split spannend gemacht und definitiv sehenswert. Jedoch verhalten sich die agierenden Figuren etwas unnatürlich und wie bereits erwähnt bin ich mit dem meiner Meinung nach überzogenen Horrorende etwas unzufrieden. Dreh und Angelpunkt ist James McAvoy, der durch sein Können begeistert. Die eigentliche Handlung wird bei der Beobachtung des Schauspielers schnell zur Nebensache.

6 comments

  1. Sandra S.

    Bei „Split“ hat mich James McAvoy auch absolut beeindruckt. Er ist so unglaublich vielseitig, das hat hier sogar über einige Längen hinweggeholfen.

    Antworten

    1. Jil

      Da bin ich absolut Deiner Meinung. McAvoy ist wirklich das absolute Herzstück des Films!
      Viele Grüße
      Jil

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  2. Sarah

    Der Film steht auf meiner Watchliste ziemlich weit oben, habe jetzt noch mehr Lust ihn endlich mal zu schauen 🙂

    Liebste Grüße

    Sarah

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    1. Jil

      Liebe Sarah, dann wünsche ich Dir ganz viel Spaß dabei! Und beeile Dich, bevor der Film wieder aus den Kinos verschwindet 😉
      Viele Grüße
      Jil

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  3. traintravellove

    Die schauspielerische Leistung ist brilliant. Kann den Film auch nur weiterempfehlen.👌👌

    Viele Grüße Hiba von http://www.traintravellove.com

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  4. Filme der Woche: KW 23 | Jil's Blog

    […] Ok, auch nicht wirklich ein Highlight… Zeitlich erscheint aber auch Splitim Kino gesehen! Diesen Horrorthriller habe ich bereits und war sehr angetan. Auch freue ich mich sehr über meinen […]

    Antworten

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