Reisebericht: Karibik - Erster Stopp auf Tortola

Reisebericht: Karibik 9. Tag – Erster Stopp auf Tortola

Heute klingelt der Wecker bereits um 07:00 h, da wir uns bereits um 08:45 h für unsere Tortola Highlights Tour am Steg von der Inselhauptstadt Road Town treffen. Heute also kein Sport, sondern direkt fertig machen, zum Frühstück und zum ersten Mal vom Schiff gehen. Das Schiff legt pünktlich bereits kurz vor 08:00 h und so kommen wir auch pünktlich von Board. Uns erwarten bereits ganz viele aufgeregte Menschen in roten T-Shirts, die Schilder in die Luft halten. Nur unsere Tour können wir auf den ersten Blick nicht direkt entdecken. Nach etwas herumfragen, haben wir uns dann neben der modern dreinblickenden Einkaufspassage versammelt. Nach einigem Warten werden wir in Richtung Busse gescheucht und nehmen schließlich in einem offen Safaribus Platz.

Autoleiche auf Tortola

Über Stock und Stein

Startschuss für eine ruckelige Fahrt mit Linksverkehr, den ich zum Glück schon aus Irland gewohnt bin, über die etwa 54 Quadratkilometer große Hauptinsel der British Virgin Islands (Britische Jungferninseln). Unser Safaribus, vor allem seine Federung, hat definitiv seine besten Zeiten bereits hinter sich. Da bringen die Auffahrten zu Sky World, einer der höchsten Punkte auf Tortola, nur begrenzt Spaß. Tortola ist mit der höchsten Erhebung des Archipels dem Mount Sage mit 543 Metern sehr bergig. Und so hatten wir des Öfteren das Gefühl, dass wir jeden Moment den Berg rückwärts wieder herunter kullern. Aber irgendwie schafft der kleine Bus es doch jede Steigung hoch und wir können sogar mitten im Aufstieg kurz anhalten und einen ersten Blick über die Insel werfen. Während unseres Anstiegs haben wir auch eine Stützmauer passiert, die 2001 vom ortsansässigen Künstlers Reuben Vanterpool und einigen weiteren Künstlern bemalt wurde. Die Mauer zeigt heute eine Reihe von Alltagsszenarien aus Tortolas Vergangenheit. Sie werden auch als Fahie Hill Murals bezeichnet.

Sky World – Restaurant und Aussichtsplattform

Bei Sky World angekommen, erwartet uns ein kleines Häuschen mit einem Restaurant und einen Aufstieg aufs Dach. Von hier aus hat man fast einen 360 Grad-Blick über Tortola, die weiteren Britischen Jungferninseln und über den Karibischen Ozean. Leider hat uns unser Tourguide, der ansonsten immer sehr bemüht hat uns mit Informationen zu versorgen, auf den Observationspunkt alleine gelassen, sodass ich Euch im Nachhinein leider nicht mehr so genau sagen kann, um welche Inseln es sich genau handelt. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich schon beeindruckender Views auf meinen Reisen hatte.

Weiter geht es mit der holprigen Fahrt

Am Skyview halten wir und „genießen“ den Ausblick. Ehrlich gesagt, stand ich aber schon an beeindruckenderen Viewpoints wie zum Beispiel im Yosemite Park in den U.S.A. Das als Tourhighlight ist daher leider ein bisschen enttäuschend, denn nach Sky World geht es schon wieder bergab Richtung Strand. Denn nach der Rundtour geht es weiter zum ersten Mal an den Strand! Ab ins Meer! Um welchen Strand es sich genau gehandelt hat, kann ich Euch leider gar nicht mehr sagen. Durch die geplante Reiseleitung hatten wir leider keine Karte, weshalb Orientierung zu behalten quasi unmöglich ist und ich schlichtweg nicht mehr weiß, ob er uns den Namen des Strandes überhaupt genannt hat. Also dickes Sorry an dieser Stelle, denn der Strand an sich ist echt schön und weitläufig.

Strand von Tortola am Karibischen Meer

Ab in den Karibischen Ozean

Hier werde ich mir zum ersten Mal bewusst, dass wir uns jetzt tatsächlich in der Karibik befinden. Wir suchen uns ein Fleckchen etwas ab von den kostenpflichtigen Sonnenschirmen und Liegen und breiten dort unsere Handtücher aus, die wir von der Serenade of the Seas mitbekommen haben. Ein wirklich praktischer Service. Einfach den SeaPass scannen lassen und so viele Handtücher mitnehmen wie man möchte. Doch Kim und mich hält es nicht lange am Strand. Wir springen direkt mit Jürgen, Jürgen (2), Papa und Walli ins warme Nass des Karibischen Ozeans. Einfach herrlich! Hier sehen wir auch zum aller ersten Mal wilde Pelikane, die fleißig am Jagen sind. So könnte es bleiben, würde nicht wieder einmal der Regen einsetzen. Uns im Wasser stört das zwar nicht sonderlich, aber unsere Sachen haben dies nicht so gerne. Mama, die lieber im Trockenen geblieben ist, sammelt mit Mirna schnell unsere Habseligkeiten zusammen und wir kommen notgedrungen auch wieder aus dem Wasser heraus.

Jil am Strand von Tortola

Zurück zur Serenade of the Seas

Unser Bus wartet bereits mit laufendem Motor auf uns, obwohl wir nach Zeitplan noch gute 15 Minuten Strandzeit gehabt hätten… Aber nun gut. Mit sandigen Füßen nehmen wir wieder im Safaribus Platz und dann tuckern wir zurück Richtung Serenade of the Seas. Noch ein kurzer Stopp an einer Holzhütte, wo ein älterer Herr Banjo spielt (und auf Spenden hofft), dann sind wir auch schon zurück am Pier. Der Ausflug hat ca. drei Stunden gedauert und uns dröhnen die Ohren. Hoffentlich sind die Fahrzeuge auf der nächsten Insel etwas schonender für Rücken und Ohren…

Liebe Touristen, bitte kauft ein!

Da noch etwas Zeit bleibt, bevor unser Kreuzfahrtschiff wieder ablegt, schlendern wir noch etwas am Pier entlang. Ein Flecken Erde auf Tortola, der mit Sicherheit ausschließlich für Touristen bestimmt ist. Hier reiht sich ein teurer neben den nächsten. Technikläden locken mit vermeintlichen Duty-free-Angeboten, die angeblich nicht unter die Steuerfreigrenze fallen. Günstig ist dennoch anders und somit haben auch die Fashionboutiquen nichts zu verschenken. Ein kurzer Abstecher zu den einheimischen Shops ein paar hundert Meter entfernt, ist leider auch nicht sonderlich vielversprechend.

Erst einmal ein kleiner Snack

Wir gehen also unverrichteter Dinge zurück an Board. Dies läuft völlig unkompliziert und ohne große Wartezeiten. Nach einem kurzen Check am Pier, geben wir unsere dreckigen Handtücher wieder ab, bekommen einen Becher kühles Wasser, ein weiter Check, dann noch durch den Sicherheitscan und schon sind wir wieder an Deck. (Klingt nach mehr, als es ist!) Da es inzwischen 16:00 h holen wir uns nur einen kleinen Snack im Park Café und schauen uns an, wie die Serenade of the Seas um 16:45 h ablegt und Tortola hinter sich lässt.

Tonight’s Dinner Dress Sugestion

Heute steht der Dresscode unter dem Motto „Tropical / Carrebean“, weshalb ich eigentlich gerne ein buntes Kleid in Tortola gekauft hätte. Leider war unser Shoppingerlebnis ja nicht sonderlich erfolgreich, weshalb ich mein Strandkleid, das ich von zuhause habe, überwerfe. Das Kreuzfahrtschiff schillert heute Abend also in 1.000den bunten Farben. Irgendwie schön ;-).

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

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