Reisebericht: Karibik - Die ewige Heimreise

Reisebericht: Karibik 16 & 17. Tag – Die ewige Heimreise

Die Heimreise steht an und das Chaos geht los. Warum verlaufen Heimreisen eigentlich nie reibungslos und dauern ewig? Am Morgen war zunächst noch alles entspannt. Um 06:30 h geht der Wecker, um 07:00 h wird gefrühstückt, die letzten Sachen werden gepackt und um 08:15 h versammeln wir uns im Safari Club. Direkt wird unsere Luggage Grab-Number, die zwölf, aufgerufen und so gehen wir ein letztes Mal von Bord der Serenade of the Seas. Alle, bis auf meine Eltern. Diese haben nämlich die Nummer 15, obwohl wir darum baten, alle die gleiche Nummer zugewiesen zu bekommen. Das wir, aufgrund des Einreiseformulars, auf unsere Eltern angewiesen sind, fällt uns auch recht früh auf. Kim und ich sind jedoch optimistisch, dass die Eltern alsbald folgen werden. Falsch gedacht. Über eine halbe Stunde später folgen die Eltern schon etwas gestresst. Ihre Nummer wurde schlichtweg vergessen aufzurufen!

Tick, tock, tick, tock

Als wir schließlich offiziell wieder in die USA eingereist sind, ist von dem Rest der Reisegruppe Sonnenschein nichts mehr zu sehen. Jürgen erzählt später, dass er bis zu letzte versucht hat den Bus hinzuhalten, aber dann hieß es „in or out“ und er ist lieber eingestiegen. Wir nehmen also den nächsten Bus. Dessen Abfahrt ist allerdings über eine Stunde später ist. Langsam werden wir nervös. Aber alles noch in der Zeit. Bis, ja bis die Express Lane geschlossen wurde und unser Busfahrer es trotzdem hartnäckig auf dieser versucht hat weiterzufahren. Doch dann: Endstation, Vollsperrung! Nach endlosen Minuten des Stillstandes zieht er über die Plastikabsperrung rüber auf die andere Spur und dann geht es endlich weiter.

Die Starkbuchs-Becher müssen mit

Endlich werden wir am Flughafen von Miami abgesetzt und sind dennoch noch lange nicht am Ziel. Mit Hackengas geht es einmal durch das gesamte Flughafengebäude, bis wir endlich beim Check-In von United angekommen sind. Längst sind keine zwei Stunden mehr bis zum Flughafen über, aber wir können dennoch unsere Tickets am Self-Check-In ziehen und unser Gepäck einchecken. Mit noch etwas Luft stürme ich zu Starbucks, wo ich zumindest einen Miami Becher erwerbe und dann geht’s durch die Sicherheitskontrolle.

Endlich wieder vereint

Sehnlichst erwartend winkt uns Jürgen schon zur Reisegruppe Sonnenschein heran. Endlich wieder vereint. Und hey, wie sollte es auch anders sein, folgt alsbald die Meldung: Delayed! Walli ergreift direkt die Initiative und versucht uns auf die Lufthansa-Maschine um 17:00 h nach Frankfurt umbuchen zu lassen, doch keine Chance. Die Verspätung ist – noch – nicht so erheblich, dass wir drohen den Anschlussflug in Newark nach Frankfurt zu verpassen. Warum wir nicht direkt von Miami nach Frankfurt fliegen? Fragt Secret Escapes

Jede Minute muss sinnvoll genutzt werden

Nach einer weiteren Stunde des Wartens geht es dann tatsächlich an Board der Boing 737. Vielen Minuten später fliegen wir über die Dächer von Miami. Drei Stunden später landen wir in Newark und haben noch eine Stunde bis zu unserem Anschlussflug. Die Panik legt sich wieder und ich kaufe mir endlich den etwas anders gestalteten NYC Starbucks-Becher, über den ich bereits letztes Jahr im Februar drüber nachgedacht habe, und den von New Jersey. Hier hätte ich auch die Becher von den Niagarafälle und von Philadelphia kaufen können. Aber da weder ich, noch Freunde von mir da waren und sie ihn mir von da mitgebracht habe, verzichte ich darauf. Das wäre ja geschummelt!

Der Horror-Rückflug

In Newark startet das Boarding fast pünktlich um 19:00 h. Der Abflug wiederum verzögert sich um eine Dreiviertelstunde. Aber immerhin sitzen wir schon – mal wieder im Mittelgang aber immerhin fast alle beieinander – und können das Filmprogramm starten. Ich nutze die Chance und schaue mir endlich Sausage Party in OV an. Also ich finde den Film ja witzig. Meine Schwester aber vermutlich eher nicht. Sie hat ihn nach wenigen Minuten bereits wieder ausgemacht. Dann hat ein Zwischenfall, den ich an dieser Stelle nicht weiter erläutern möchte, uns sehr im Atem gehalten, weshalb an Schlaf nicht mehr zu denken ist.

Ich möchte in mein Bett…

Als wir schließlich in Frankfurt ankommen wird es nicht besser. Inkompetentes Personal verweist uns auf eine völlig falsche Etage, über die man angeblich, aber eben nur angeblich, zu den Fernbahnen gelangt, und so verpassen wir selbstverständlich unsere Bahn. Erst eine ganze Stunde später sitzen wir endlich im Zug Richtung Hamburg. Da wir keine Sitzplätze mehr reservieren konnten, nehmen wir in einem Wagon bunt verstreut Platz und ich versuche krampfhaft wach zu bleiben, um möglichst keinen Jetlag zu bekommen. Schließlich ruft morgen bereits wieder die Uni. So ganz gelungen ist mir dies aber nicht und so bin ich froh, als mich Lukas gegen 15:00 h von Hamburg Dammtor abholt. Ich verabschiede mich von meiner Familie und bin 15 Minuten später endlich Zuhause angekommen. Tapfer packe ich meine Koffer nach gut 30 Stunden Reisezeit aus, schmeiße die Waschmaschine an und lege mich erst gegen 20:30 h ins Bett, um noch einmal von der Wärme der Karibik zu träumen.

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