Reisebericht: Karibik - Willkommen auf der Serenade of the Seas

Reisebericht: Karibik 6. Tag – Willkommen auf der Serenade of the Seas

Ein positives zu unserem Hotel: Die Betten waren bequem und alles war sauber. Dafür blättert die Farbe in der Duschwanne während des Duschens immer weiter ab und das Frühstück und gerade der Frühstücksraum sind ein absoluter Witz. (Warum wollte nur keiner mit mir zu Denny’s?!) Der Raum ist geschätzte, seien wir mal gnädig, 15 qm groß. Bei mindestens 200 Gästen an dem Morgen, war es schwer einen Platz zu bekommen. So standen viele im Gang und haben gespeist. Da Kim und ich recht spät dran sind, können wir uns setzen und ich hole mir ein paar Cornflakes, schließlich wissen wir nicht, wann wir das nächste Mal etwas zu Essen bekommen. Plötzlich ein lauter Knall und das ganze Gebäude bebt. Das klang nicht sonderlich vertrauenerweckend… Hoffentlich wird das auf der Serenade of the Seas besser!

Meine Starbucks-Becher-Sammelleidenschaft

Ich suche daher schnell das Weite, gehe über die Treppen, die außen am Gebäude längs führen, herunter und mache mich auf die Suche nach Starbucks. Wie ihr vielleicht wisst, sammle ich Starbucks-Becher von allen Städten der Welt. Meine Sammlung beinhaltet zur Zeit 41 Becher plus zwei Espressotassen und soll durch einen von Fort Lauderdale erweitert werden. Leider habe ich mich aber für den etwas näher gelegenen Starbucks entschieden, der aber leider mitten in einem Krankenhaus ansässig ist. Mir ist es unangenehm zu fragen, wie ich denn dahin komme und so kehre ich unverrichteter Dinge wieder um. Schließlich wollen wir um 10:30 h mit dem Shuttle zu unserem Kreuzfahrtschiff, der Serenade of the Seas von Royal Carribean!

Transfer zur Serenade of the Seas

Die Flagge von Royal Carribean

Zur Absicherung checke ich noch einmal, ob wir auch auf der Abholliste sind, worauf mir angeboten wird, dass wir für unsere Gruppe von acht Personen ein eigenes Shuttle bekommen können. Da sagen wir nicht nein. Mit kurzer Abfahrtsverzögerung sind wir wenige Fahrminuten später am Kreuzfahrtterminal angekommen. Hier werden uns direkt unsere großen Koffer abgenommen, die dann zu uns aufs Zimmer gebracht werden sollen. Dafür zahlen wir jeweils freiwillig einen Tipp von 2,00 USD. Eingecheckt wird anschließend nach Decks und nach Sonderstatus. Und obwohl wir „Holzklasse“ sind, geht alles ganz schnell.

Komm früh, sei schnell an Bord!

Zum Einchecken müssen wir noch ein Formular ausfüllen, auf dem wir bestätigen, dass wir weder krank sind, noch vor kurzem krank waren. Anschließend bekommen wir unsere SeaPasses ausgeteilt. Diese sind für die gesamte Fahrt unsere Kreditkarte auf dem Schiff, unsere Zimmerschlüssel, unsere Aus- und Eintrittskarten für die Serenade of the Seas und unser Ausweis. Zur einwandfreien Identifizierung wird daher auch noch ein „wunderschönes“ Foto geschossen, dass auf der Karte hinterlegt wird.

Erstmal essen!

Auf dem Schiff angekommen wollen wir natürlich erst einmal auf unsere Zimmer. Da wir aber sehr früh dran sind, sind diese noch nicht fertig. Erst um 13:00 h sind sie bezugsbereit. Daher schauen wir uns zunächst auf der Serenade of the Seas um. Da wir einige Raucher in unserer Reisegruppe haben, nehmen wir zunächst in der Smoking Area Platz und gehen dann etwas Essen. Von Nudeln, über Hotdogs, Burgern, Salate, Braten usw. ist alles vorhanden. Auch die Nachspeisenauswahl ist groß. Insbesondere freue ich mich aber über die Softeismaschinen – lecker!

Jil und ihr Softeis

Zusätzliche Kosten, Servicepauschalen und Trinkgeld

Ernüchternd sind hingegen die Getränkepreise, vor allem die der Getränkepakete! Denn auf der Serenade of the Seas darf man gerne für alles extra zahlen. Gratis gibt es hier, zumindest für die „Normalbucher“, nur Eiswasser, dass ab und an mit etwas Limo oder Tee verfeinert werden kann, Filterkaffee sowie Milch und Kakaopulver. Eine Softtrinkpauschale schlägt mit 7,50 USD pro Tag zu buche. Möchte man noch Sprudelwasser, Espresso und Co. dazu, muss man bereist 24,99 USD pro Tag zahlen. Mit Alkohol liegt man bereits bei stolzen 54,99 USD pro Tag und das selbstverständlich alles pro Person! Das muss man erst einmal weg trinken. Unbequem dabei ist außerdem, dass man nicht etwa ein Bändchen o. ä. bekommt, wie man es aus anderen All Inclusive Urlauben kennt, sondern trotzdem für jede Bestellung seinen SeaPass vorzeigen und unterschreiben muss. Separat zahlt man beispielsweise für ein amerikanisches Bier 6,00 USD und für ein internationales 5,50 USD. Aber denkt nicht, dass das der Endpreis ist. Auf alles, selbst auf die Pakete kommt noch eine 18%-tige Servicepauschale hinzu und auf Einzelbestellungen natürlich auch noch ein entsprechendes Trinkgeld. Zwar sind die Speisen im Windjammer Café, am Park Café und im Reflections Dining Room inklusive, jedoch in allen weiteren Restaurants nicht. So werden wir gleich dazu angehalten, doch noch kostenpflichtiges Dinner im Chops Grille, an Giovanni’s Table oder im Izumi dazu zu buchen.

Außenpool auf der Serenade of the Seas

Unsere Außenkabine

Als wir danach zu unseren Zimmern gehen, ist von unseren Koffern weit und breit noch keine Spur. Jedoch gilt, dass diese bis zu zwei Stunden nach Abfahrt erst angeliefert werden. Panik ist erst dann erlaubt. Das Zimmer von Kim und mir liegt auf Deck 3 nahe des Bugs. Unser Außenfenster ist daher leider etwas in unser Zimmer hineinversetzt, weshalb wir nicht gut raus sehen können. Ansonsten bietet das Zimmer alles, was man sich wünscht. Wir haben einen großen Schrank mit Fächern und vielen Hängemöglichkeiten. Ein Schreibtisch mit Schminkspiegel, ein Sofa, ein großes Doppelbett, einen schwenkbaren Fernseher mit immerhin einem deutschen Sender und ein Bad mit Toilette, Dusche, Waschbecken und weiteren Fächern. Unser Roomboy Anthony erfüllt uns sogleich den Wunsch nach zwei Einzeldecken. So weit, so gut!

Außenkabine auf der Serenade of the Seas

Erkundungstour und die Fahrt geht los

Nachdem wir unser Handgepäck abgelegt haben geht es weiter auf Erkundungstour. Die Serenade of the Seas hat neben täglichen Veranstaltungen folgendes zu bieten: eine Adventure Ocean Wasserrutsche, eine Kunstgalerie, ein Kasino, Verkaufsberatung für weitere Kreuzfahrten mit exklusiven Rabatten, eine medizinische Einrichtung, eine Kletterwand, ein Fitness- und Wellnesscenter, ein Sports Court, diverse Duty-free-Shops, ein Theater, ein Kino, zwei Pools, eine Minigolfanlage und vieles mehr.

Wasserrutsche und Co. auf der Serenade of the Seas

Gegen 16:00 h legen wir schließlich von Fort Lauderdale ab und stoßen in den Atlantic – Karibik, wir kommen! Zwei Seetage stehen uns nun bevor, bis wir Tortola erreichen. Unsere erste karibische Insel, die es zu erkunden gilt. Was wir in der Zwischenzeit alles auf der Serenade of the Seas erleben können, entnehmen wir dem Cruise Compass, der jeden Tag ausgelegt wird. Dieser beinhaltet Informationen zu Öffnungszeiten, Events, dem Wetter, wichtige Gesundheitshinweise und natürlich die täglichen Aktivitäten. Heute gilt es aber erst einmal zu klären, ob die Reisegruppe Sonnenschein zusammen speisen kann und ob wir bitte, wie angemeldet, bereits um 18:00 h zu Abend essen können. Bei knapp 2.000 Gästen an Bord ist es nicht möglich, dass alle gleichzeitig essen. Und leider bleibt es beim „Second Seating“. Aber immerhin bekommen wir zu acht den Tisch 213 zugewiesen. Vor dem Abendessen habe ich mich etwas an den Pool gelegt und das Drehbuch zu Fantastic Beasts and Where to Find Them weiter gelesen, bis der Warnton ertönt und wir zur Sicherheitsbelehrung müssen.

Fort Lauderdale

Dinner im Reflections Dining Rooms

Um 20:30 h treffen wir uns daher im Reflections Dining Room und warten gespannt darauf, wer sich auf die letzten zwei freien Plätze an unserem Tisch setzt, aber sie bleiben leer. Im Reflections werden wir von Joy und Fabiana bedient. Im Gegensatz zum Windjammer, das ein Buffet bietet, bestellen wir hier unsere Speisen à la carte. Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise – da kommt doch das Kreuzfahrtfressfeeling erst so richtig hoch. Ich fürchte, diese Reise wird alles andere als gut für meine Figur… Heute steht alles unter dem Motto „Safran“. Ich gehe aber lieber zunächst auf Nummer sicher und bestelle mir einen Caesar Salad und Linguini Pomodoro. Lecker! Zum Nachtisch gibt es dann noch eine Créme Bruléé mit Baileys und Bananen. Gar nicht mein Fall. Die Bananen sind viel zu dominant und von dem Baileys schmecke ich leider nichts. Na ja, wenigstens ein paar Kalorien gespart.

Heute Abend: Karaoke!

Heute steht Karaoke im Safari Club an und sofort bekommen wir den Eindruck, dass manch einer diese Kreuzfahrten nur macht, um sein Talent auf der Bühne preiszugeben. Die Karaokefans singen auch wirklich ausgesprochen gut, aber meine Herren, ist das alles altbackend. Aufgelockert wird das ganze dann doch noch durch eine etwas schräge Darbietung direkt vor meiner Vorstellung von Lady Gagas Just Dance. Dann geht es aber direkt wieder weiter mit alten Kamellen, weshalb wir hoch in den 13. Stock zum Vortex Night Club, der Schiffsdiskothek, fahren. Mit gerade Mal zehn weiteren Gästen schwingen wir kurz das Tanzbein. Davon zwei außergewöhnliche Frauen, denen wir bestimmt noch das ein oder andere Mal begegnen werden. Ich habe sie liebevoll „Langfinger“ und „Dancelady“ getauft. Von der Anreise erschöpft gehen wir dann aber auch schon ins Bett. Gute Nacht!

Serenade of the Seas bei Nacht

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

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