Reisbericht: Karibik - Tubing auf Dominica

Reisebericht: Karibik 11. Tag – Tubing auf Dominica

Um 07:40 h klingelt das Telefon. Jürgen ist dran und teilt uns mit, dass er und Walli sich heute ausklinken und den Tag lieber an Deck anstatt auf Dominica verbringen wollen. Also treffen wir uns nach dem Frühstück nur zu sechst auf Deck zwei. Wir verlassen die Serenade of the Seas und machen uns auf zu Touristeninformation. Wir sind auf einem Nebenpier von Dominicas Hauptstadt Roseau gelandet. Dennoch gibt es einen kleinen Stand, wo wir Informationen über die örtlichen Taxipreise erhalten. Eine Rundfahrt über die 746 km² große Insel, die zu den Kleinen Antillen gehört, ist heute nicht angedacht. Stattdessen wollen wir die berühmten Trafalgar Falls sehen. Ein Transfer zu den Wasserfällen kostet uns 25,00 USD – pro Person versteht sich. Ganz schön teuer. Da vier von uns noch zum River Tubing wollen für zusätzliche 30,00 USD, nehmen wir das allerdings in Preis und machen uns auf. Zu uns setzt sich noch ein amerikanisches Ehepaar mit dem gleichen Plan.

Der „spektakukäre“ View auf die Trafalgar Falls

Der Anblick der zwei Wasserfälle, die sich 60 Meter in die Tiefe stürzen, ist allerdings leider etwas ernüchtern. Am typischen Viewpoint sind wir endlos weit weg und können die Ausmaße der Wasserfälle kaum erahnen. Nach Rücksprache habe ich wohl eine falsche Information an unseren Taxifahrer Lindberg weiter gegeben, da der Rest der Truppe direkt zu den Wasserfällen wollte. Dies hätte aber letztlich mehr gekostet, wie viel, wollte uns Lindberg aber irgendwie nicht verraten.

Trafalgar Falls auf Dominica

Nach einem weiteren kurzen Stop an einem kleinen Flussbett, wo wir die üppige Vegetation der Naturinsel etwas auf uns wirken lassen können, geht es daher weiter zum River Tubing. Doch dann die Ernüchterung: Die letzte Gruppe ist gerade erst am Fuße des Flusses angekommen, weshalb wir 45 Minuten warten müssen.

Warten, warten, warten

In der Zeit fährt uns Lindberg noch an den Stand, wo wir etwas entlang schlendern. Kurze Zeit später geht es zurück. Letztendlich warten wir aber fast eine weitere Stunde, bis es tatsächlich mit dem River Tubing den losgeht. Kurz zuvor stoßen jedoch noch zwei Busse hinzu, die das River Tubing über die Kreuzfahrtschiffe gebucht haben. Im Gespräch erfahren wir dann auch, dass diese Gruppen tatsächlich direkt bei den Wasserfällen waren und sogar im Tosbecken gebadet haben. Dafür haben sie insgesamt kaum mehr gezahlt, als wir für unseren stark reduzierten und mit ewigen Wartezeiten verbundenen Trip. Bei den eintrudelnden Massen haben wir inzwischen auch etwas Angst, dass wir keinen Reifen mehr abbekommen, Kreuzfahrtgäste haben nämlich immer Vorrang. Daher gehen wir auf Nummer sicher, stellen uns nach ganz vorne und sehen zu, dass wir möglichst schnell einen Reifen in den Händen halten. Jetzt kann es endlich los gehen!

Jil am Strand von Dominica

River Tubing – Spaß pur!

Freudestrahlend stürzen wir uns den vom Regen etwas aufgewühlten Layou River hinunter und dann plötzlich: Stopp! Alle müssen anhalten und an Land. Warum? Keine Ahnung. Der Jürgen (2) ist auf jeden Fall erstmal weg. Doch einer von der Crew ist bereits hinter gejagt und fängt ihn ein. Puh. Letztlich dient diese Unterbrechung, genau wie die folgenden Unterbrechungen, nur dazu alle zu sammeln. Dann geht es aber auch schon flott weiter. Jürgen (2) wird wieder eingesammelt und Papa macht einen Purzelbaum. Auch ich komme etwas ab vom Kurs und häng wie eine Schildkröte auf dem Rücken fest. Mama und Mirna stehen mit Lindberg in perfekter Position, um sich über mein Missgeschick zu freuen. Nach gut einer Stunde und einigen Kratzern und blauen Flecken später, ist die wilde Fahrt dann aber auch leider schon vorbei. Also raus aus dem warmen Nass und rein ins Taxi. Mama und Mirna haben sich zwar Sorgen gemacht, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zurück zum Schiff schaffen, aber alles noch im Rahmen!

River Tubing auf Dominica

Verspätete Abfahrt

Die Serenade of the Seas auf Dominica

Letztlich war die Aufregung eh völlig unbegründet, da sich eine Gruppe, die mit einem Katamaran draußen waren, verspätet hat. Auf Gäste, die über das Kreuzfahrtschiff Ausflüge gebucht haben, wird natürlich gewartet. Papa und ich nutzen so lange das schöne Wetter und springen zusammen in den Außenpool. Anschließend entspannen wir noch etwas im Whirlpool, der wie immer so heiß ist, dass man einen Hummer darin kochen könnte (zumindest fast).

Hajo und Jil im Whirlpool auf der Serenade of the Seas

Nach einer ausgiebigen Dusche treffe ich Kim wieder an Deck, die gerade die Abfahrt von Dominica fotografiert. Wie immer geht die Sonne auf dem Karibischen Meer schnell unter und so können wir auch heute wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang miterlebt.

Headliner Showtime

Jeden Abend gibt es auf der Serenade of the Seas natürlich auch eine Show. Leider liegt diese aber meist sehr ungelegen für uns, da wir jeden Abend um 20:30 h im Reflection Dining Room speisen. Heute läuft die Show zum ersten Mal aber bereits um 19:00 h. Walli, Jürgen, meine Eltern und ich nehmen also kurz zuvor im Tropical Theatre Platz und sind gespannt, was uns erwartet. In diesem Fall ein in die Jahre gekommener Sänger, der querbeet Songs aus allen Genres singt oder auch eher spricht. Er hat diesen klassischen Sprechmusicalgesang drauf. Für mich auf Dauer leider nichts. Und so bin ich dann doch irgendwie froh, als der Auftritt nach gut 45 min. beendet ist. Aber immerhin haben wir etwas vom Abendprogramm mitbekommen. Nach dem Essen fallen wir nämlich wieder einmal alsbald müde ins Bett.

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

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