Reisebericht: Karibik - Die Vulkaninsel St. Kitts

Reisebericht: Karibik 10. Tag – Die Vulkaninsel St. Kitts

Nachdem unsere über das Kreuzfahrtschiff gebuchte Tour am vorherigen Tag etwas nüchtern ausgefallen war, möchten wir heute St. Kitts auf eigene Faust erkunden. Das Gute daran: Wir können länger schlafen. Während die ersten Leute bereits um 08:30 h vom Schiff gehen, treffen wir uns zu dieser Zeit erst zum Frühstück. Um 09:30 h verlassen dann auch wir, die Reisegruppe Sonnenschein, die Serenade of the Seas und gehen den Pier entlang.

Die Serenade of the Seas in St. Kitts

Nicht wie geplant sind wir bei einem Pier etwas abseits von Basseterre angelegt. Hier gibt es nur ein paar Stände aber zum Glück auch eine Touristeninformation. Die Taxipreise sind, wie auf allen anderen karibischen Inseln, reguliert. Zumindest die, ab dem Pier. Den Pier zu verlassen und da nach einem Taxi zu suchen, trauen wir uns erst mal nicht. Zumal das Angebot für eine Rundreise, inklusive inoffiziellen Reiseführer, hier durchaus fair sind.

Full Island Tour

Wir haben uns für die Full-Island-Tour für 20,00 USD pro Person entschieden. Dazu geht es, anders als typisch und angekündigt, linksherum auf der Circle Island Road zunächst an der Atlantikküste entlang, einmal um die gut 176 km² große Insel. In der Mitte von St. Kitts befindet der 1.156 m große Vulkan Mount Liamuiga (früher Mount Misery), der ca. 1692 das letzte Mal ausgebrochen ist. Am Fuß des Vulkans sind immer noch große Felsen zu sehen, die bei dem Ausbruch herunter geschleudert wurden. Die Vegetation hat sich derweilen erholt, ist sehr grün und die Aussicht auf Höhe von Tabernacle ist beeindruckend.

Jil vor den Black Rocks auf St. Kitts

Missverständnisse mit dem Taxifahrer

Auf einen Besuch vom Brimstone Hill Fortress für weitere 10,00 USD verzichten wird allerdings. Leider sind wir dadurch aber auch nicht den Berg hinauf gefahren. Auch unseren ersten Besuch im Regenwald beenden wir leider etwas zu voreilig. Hier befindet sich das Caribelle Batik Center, das man für 3,00 USD besichtigen kann. Das wollten wir nicht, dadurch durften wir aber auch den Weg nicht zu Fuß hinabsteigen, was wir zu spät verstanden haben. So sind wir also nur kurz in den Regenwald rein und wieder herausgefahren. Sehr schade. Dadurch dauert unsere Tour mit Archie, unser Taxisfahrer und Reiseführer, auch eher zwei anstatt den angepriesenen drei Stunden. Aber das ist letztlich mehr unsere Schuld, weshalb wir dazu nichts sagen und uns auf den Strand freuen.

Weiterfahrt zum Strand

Zwar soll der schönste Strand St. Kitts‘ der Frigate Bay sein, jedoch ist er auch entsprechend überfüllt. Wir entscheiden uns daher für South Friar’s Bay. Für die Fahrt hin und zurück zahlen wir nochmals 8,00 USD pro Person.Auf dem Weg dorthin geht es einen Berg hoch, von wo wir einen schönen Blick über die Insel erhaschen. St. Kitts gefällt mir sehr. Auf der Insel gibt es gleich mehrere Universitäten – vielleicht sollte ich hier noch einmal studieren gehen. Meine Eltern können ihren Besuch bei mir dann mit ein paar Runden Golf auf dem Platz vom Royal St. Kitts Golf Club kombinieren. Fehlt nur das nötige Kleingeld, um auch noch ein Zimmer im Marriott Resort zu bezahlen.

Der Strand vom Marriott Resort. St. Kitts

Hallo, kleiner Affe

Neben dem schönen Ausblick locken uns auch kühle Getränke und niedliche kleine Affen. Eigentlich sollte man die Haltung der Affen und die Geldmache mit ihnen nicht unterstützen, aber ich wollte so gerne ein Foto mit einem Äffchen haben. Und so zahlen Kim und ich jeweils 5,00 USD für ein paar Fotos. Hoffentlich nutzen die Besitzer das Geld zumindest einteilig dafür, dass es den Affen gut geht. Aber die zwei sahen immerhin gesund und zufrieden aus.

South Friar’s Bay

Hier fühlen wir uns wohl! Karibik-Feeling pur! Wundervoll klares, warmes Wasser vom Karibischen Ozean empfängt uns. Dazu können wir ein paar Fische an einem leider schon sehr abgestorbenen Riff sowie diverse Wasservögel beobachten. Jürgen und Papa juckt es unter den Füßen, weshalb sie sich für jeweils 50,00 USD, nach Verhandlung an Stelle von jeweils 60,00 USD, ein Jetski für 30 Minuten ausleihen. Kim und ich dürfen mitfahren. Der Spaß hält sich als Beifahrer allerdings etwas in Grenzen, da man keinerlei Kontrolle hat. Wir werden also ab gewissen Geschwindigkeiten „etwas“ nervös. Nach ca. 15 Minuten springen wir also ab und lassen die Herren noch einmal alleine so richtig Gas geben. Und das haben sie auch ordentlich ausgenutzt.

Jeder schöne Ausflug geht einmal vorbei

Nach zweieinhalb Stunden am Strand werden wir von unserem Taxifahrer Archie wieder pünktlich abgeholt und es geht zurück zum Schiff. Übrigens zahlen wir erst jetzt Archie aus. Dadurch, dass die Zahlung erst erfolgt, wenn wir sicher wieder zurückgebracht wurden, haben wir uns auch sehr sicher gefühlt, dass wir nicht irgendwo „zurückgelassen“ werden. Abgesehen davon, dass man pro Person und nicht pro Taxi zahlt, zumindest als Tourist, ist dieses System sehr angenehm. Zurück auf der Serenade of the Seas nehmen wir erst einmal einen Snack zu uns.

Jil im Sonnenuntergang

Auf nach Dominica

Gegen 17:00 h stechen wir dann wieder in See. Anschließend gilt es erst einmal das Salzwasser vom Körper abzuwaschen. Also hüpfen wir unter die Duschen und treffen uns anschließend wieder auf Deck. Heute Abend steht nichts spannendes mehr auf dem Programm. Außer natürlich dieser unfassbar schöne Sonnenuntergang über dem Karibischen Ozean!

Sonnenuntergang über dem Karibischen MeerSonnenuntergang über dem Karibischen Meer

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

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