Reisebericht: Kurztrip nach Kopenhagen

Reisebericht: Kurztrip nach Kopenhagen

1. Tag: Ankunft und Abend im Hostel

Mein Tag beginnt am Samstag, 05. November 2016, bereits um 05:15 h, denn heute geht es zusammen mit Iris nach Kopenhagen! Noch etwas müde, hole ich Iris gegen 06:30 h ab und dann beginnt die wilde Fahrt. Uns stehen gute dreieinhalb Tage in der dänischen Hauptstadt bevor. Eine Reise, die wir aufgrund einer spontanen Entscheidung beim Lunch getroffen haben. Wir sind der Meinung, dass man immer viel zu lange alles plant und dann doch oft nicht umsetzt. Das ist dieses Mal anders! Dafür sind wir aber tatsächlich auch etwas unvorbereitet. Immerhin das Hostel haben wir einige Tage zuvor bereits gebucht. Außerdem hat Iris ein paar Reiseführer ausgeliehen, die wir während der fast sechsstündigen Fahrt durchforsten werden.

Hello, Denmark!

Nachdem wir durch unser Gequatsche etwas abgelenkt waren und daher einen kleinen Extraschlenker gemacht haben, passieren wir die Grenze zu Dänemark ohne heraus gewunken zu werden. Denn an der deutsch-dänischen Grenze werden seit Januar 2016 wieder stichprobenartig Kontrollen durchgeführt. Wir sahen aber wohl zum Glück vertrauenserweckend genug aus und konnten direkt weiter fahren. Als wir uns der Storebæltsbroen nähern, also der Brücke, die über den Großen Belt führt, werde ich etwas nervös. Es handelt sich hierbei um eine mautpflichtige Brücke. Und seit meinen schlechten Erfahrungen mit Mautstraßen in Kalifornien, werde ich immer etwas nervös, wenn ich nicht vorher weiß, wie und wo man für die Überquerung bezahlen kann. Kurz zuvor haben wir dann doch noch ergooglet, dass man an verschiedenen Schaltern bei Halsskov mit Kreditkarte oder Cash bezahlen kann, wenn man keinen BroBizz-Abonnement hat. Was wir überlesen haben: die Mautstation befindet sich nur auf seeländischen Seite. Also war ich weiterhin etwas nervös als ich auf die Brücke heraufgefahren bin. Viel nervöser hat mich dann allerdings das Wetter gemacht. Es hat fürchterlich geregnet und gestürmt. Gerade zwischen den 254 m hohen Stahltbetonpylone galt es das Lenkrad festzuhalten, denn das plötzliche Luftloch hat zu Ausschlägen geführt. Aufatmen konnten wir dann erst so richtig, als wir die rund 18 km lange Brücke hinter uns gelassen haben und die Maustelle vor uns sahen. Ganz lässig, als wäre nichts gewesen, zahlen wir die 240,00 Dänischen Kronen (DKK) (ca. 34,00 Euro) und setzten unsere Fahrt in Ostdänemark fahrt.

Flagge von Dänemark

Ankunft in Kopenhagen

Kurze Zeit später kommen wir auch schon in Kopenhagen an. Die Hauptstadt Dänemarks ist mit seinen knappen 600.000 Einwohnern und einer Fläche von gut 86 km² eine im Vergleich zu Hamburg übersichtliche Stadt. Lediglich ein paar Einbahnstraßen haben die Fahrt zu unserem Hostel etwas erschwert. Das Copenhagen Downtown Hostel liegt mitten in der Altstadt Kopenhagens und damit in Toplage. Nur Parken ist hier etwas schwierig. Auf ihrer Homepage schreibt das Hostel allerdings, dass man an der Flintholm Station kostenfrei parken und von dort aus bequem mit der Metro zurück in die Stadt fahren kann. Leider war dies allerdings nicht der Fall. Lediglich zwei Stunden kann man hier kostenfrei parken. Das hilft uns bei unserem dreitägigen Aufenthalt aber nicht viel. Verwirrt rufen wir im Hostel an, wo wir übrigens zuvor kurz unser Gepäck bereits abgegeben haben. Doch den Angestellten vom Hostel waren die Parkplätze bei Flintholm völlig unbekannt. Ende vom Lied: Zurückfahren und für 150,00 DKK (ca. 20,00 Euro) pro Tag Tickets für deren Parkplatz „in der Nähe“ lösen.

Regen in Kopenhagen

Parken in Kopenhagen

Mit diesen Kosten haben wir nicht kalkuliert, weshalb wir schon etwas angenervt sind. Als ich schon fast die drei benötigten Tickets in der Hand habe, frage ich noch einmal nach, ob man nicht am Sonntag kostenfrei in Kopenhagen parken kann. Leider wusste die Angestellte auch das nicht, aber ein Kollege konnte helfen. Tatsächlich. Ab Samstag 17:00 h bis Montag 08:00 h muss man in Kopenhagen kein Parkticket lösen. Da es inzwischen tatsächlich schon 15:30 h ist, winke ich also erstmal dankend wieder ab und wir suchen uns einen Parkplatz in der Gegend. Wir werden zum Glück sofort fündig und zahlen noch rund 50,00 DKK (ca. 7,00 Euro) für die letzten 1,5 Stunden. In den kommenden Tagen kommen wir aber wohl nicht drum herum noch die Tickets vom Hostel zu kaufen. So ein Mist.

Iris und Jil im regnerischen Kopenhagen

Essen im Hard Rock Cafe

Frust bei Seite. Wir sind in Kopenhagen und das wollen wir genießen! Da Iris Cocktailgläser vom Hard Rock Café und ich Becher von Starbucks sammele, wir hungrig sind und es eh regnet, sind dies unsere ersten Ziele in der dänischen Hauptstadt. Praktischerweise liegen die beiden Stores sogar direkt nebeneinander. Auf dem Weg dorthin haben wir einen zauberhaften kleinen Weihnachtsladen entdeckt, der vom Weihnachtsmann persönlich geführt wird. Zumindest sieht der nette Mann so aus. Hier müssen unbedingt morgen noch mal hin! Denn, die Geschäfte haben in Kopenhagen auch am Sonntag auf. Dafür haben sie an allen Tagen nicht sonderlich lange auf. Die meisten Geschäfte schließen bereits um 18:00 h. Nach all dem Stress gönnen wir uns allerdings erst einmal ein Burgermenü und einen Cocktail im Hard Rock Cafe Kopenhagen und wärmen uns auf. Dazu werde ich versuchen in den kommenden Tagen noch eine einzelne Kritik zu schreiben, daher hier nur kurz: Lecker aber teuer! Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Stadt und gehen dann zurück in unser Hostel.

Hard Rock Cafe Copenhagen

Copenhagen Downtown Hostel

Nach einer kurzen Pause in unserem Zimmer, schließen wir uns den anderen Gästen im Hostel an und erkundigen die Gemeinschaftsräume. Unten entdecken wir einen Raum mit Schaukel, Tischkicker und Billardtisch, den aber anscheinend kaum einer kennt. Wir schaukeln also etwas und gehen anschließend wieder hoch. Oben lernen wir unter anderem Julian aus Argentinien kennen, der zur Zeit in der Schweiz wohnt, aber gerade in Kopenhagen arbeitet (oder so ähnlich) sowie zwei Neuseeländer, die gerade in London wohnen, ein paar Schweizer und viele mehr. Irgendwann kommen dann doch ein paar Leute mit runter in den Eventraum und so können Iris und ich unser Können im Billard beweisen. Keiner hatte eine Chance! Doch auch der Spaß geht relativ schnell vorbei. Der Billardtisch nimmt nur 10-DKK-Münzen an und die sind im gesamten Hostel Mangelware. Aber nun gut, so sind wir wenigstens noch vor Mitternacht im Bett. Mal sehen, was uns morgen erwartet!

Down Under vom Copenhagen Downtown Hostel

3 comments

  1. Reisebericht: Frankfurt, NYC und Karibik | Jil's Blog

    […] mit Pferden, Kutschen und alles, was man sich wünschen kann. Es erinnert mich an den Tivoli in Kopenhagen. Klar, dass wir auch unsere Kreise drehen müssen. Dafür müssen wir allerdings einige Fahrten […]

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  2. Anna

    Danke für deine Beträge zu Kopenhagen! 🙂 Für uns geht es ab Juni Richtung Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland.. Wir geben dem ganzen mal so 4 Monate. Was sollte man sich den AUF JEDEN FALL angeschaut haben, wenn man mal da ist?

    Grüße aus Tschechien, Anna 🙂

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    1. Jil

      Hey Anna,
      ja gerne, gerne! Also, ich kann Dir auf jeden Fall die Kanalfahrt empfehlen, da man durch die einen schnellen und guten Überblick von der Stadt erhält und damit das Essenzielle gesehen hat! Die Stadt ist recht klein, daher kannst Du alles gut zu Fuß erreichen. Nyhavn und die Figur der kleinen Meerjungfrau sind auf jeden Fall Pflicht. Mit der Kanalfahrt kann man die Statue nur von hinten sehen, darum solltet Ihr da unbedingt zu Fuß noch hin. Mein Highlight war aber auf jeden Fall das Tivoli! Der Freizeitpark ist einfach wunderschön und für mich einzigartig vor allem bei Nacht!
      Ich wünsche Euch ganz viel Spaß!!
      Jil

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