Filmkritik: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Filmkritik: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Der dunkle Zauberer Gellert Grindelwald treibt sein Unwesen in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind.

4.5 von 5 Popcorntüten

Mit Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind kehrt die Magie von Harry Potter endlich zurück in die Muggel-Welt! Der erste Film der fünfteiligen Reihe startet weit vor Harry Potters Geburt im Jahre 1926, hat aber dank Regisseur David Yates und vielen weiteren Mitarbeitern, die auch an der Harry Potter-Kinoserie beteiligt waren, wie Kameramann Philippe Rousselot, Produktionsdesigner Stuart Craig, Kostümdesignerin Colleen Atwood, die für die visuellen Effekte verantwortlichen Tim Burke und Christian Manz sowie Cutter Mark Day, die gleiche Handschrift. Dies ist natürlich auch nicht zuletzt Produzentin J. K. Rowling, die mit Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind im übrigen ihr Drehbuchdebüt feiert, und den weiteren Produzenten David Heyman, Steve Kloves und Lionel Wigram zu verdanken.

Die Handlung

Im Jahr 1926 lebt die Welt der Magier in Angst und Furcht vor dem dunklen und mächtigen Zauber Gellert Grindelwald (Johnny Depp). Erneut ist er dem Magischen Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika (MACUSA) entwischt, hält sich seit dem allerdings verbogen. Indessen trifft der Magizoologe Newt Scamander (Eddie Redmayne) in New York City ein. Der junge Zauberer hat so eben seine weltweite Exkursion abgeschlossen, bei der er die außergewöhnliche Vielfalt von magischen Tierwesen erforscht und dokumentiert hat. Sein Ziel ist es, seine Zaubererkollegen über die Tierwesen aufzuklären und ihren Schutz zu erwirken. Doch in die USA treibt ihn ein anderes Ziel. Alles hätte ruhig und nach Plan verlaufen können, wenn er nicht auf den Muggel, oder wie man sie New York bezeichnet, No-Maj Jacob Kowalski (Dan Fogler) gestoßen wären.

Eine Versammlung vor der Steen National Bank hat Newts Aufmerksamkeit erweckt. Die fanatische Mary Lou (Samantha Morton) und ihre drei Adoptivkinder treiben als New Salem Philanthropic Society das Vermächtnis der Hexenprozesse von Salem fort. Sie weisen darauf hin, dass es noch immer Hexen und Zauber auf der Welt gibt und predigen, diese aufzuspüren und zu vernichten. Nicht nur aufgrund dieses Umstandes befindet sich New York City in einem Ausnahmezustand. Ein mysteriöses Wesen treibt ihr Unwesen in der Stadt und sorgt für erheblichen Schaden. Die Zauberergemeinschaft steht kurz vor der Enthüllung.

Da ist Newts Auftreten mit einem Koffer voller magischer Wesen kein willkommener Gast. Brenzlig wird es, als sich Newts Niffler befreit. Das kleine Wühltier, das an einen Honigdachs erinnert, ist verrückt nach allem was glitzert. Der junge Magizoologe eilt seinem Niffler hinterher, verliert ihn jedoch als bald aus den Augen. Nach einer kurzen Bekanntmachung mit dem No-Maj Jacob Kowalski entdeckt er den kleinen Nager und versucht ihn einzufangen. Dabei fällt ihm ein Occamy-Ei aus der Jackentasche. Jacob steckt das Ei ein und möchte es Newt kurze Zeit später zurückgeben. Da beginnt es zu schlüpfen. Newt bleibt keine andere Wahl, als Magie einzusetzen. Als er Jacobs Erinnerungen an die Geschehnisse löschen möchte, schlägt dieser ihn nieder und entkommt.

Ex-Aurorin Poperntina Goldstein (Katherine Waterston) beobachtet Newt dabei, nimmt ihn fest und führt ihn der MACUSA vor. Präsidentin Seraphina Picquery (Carmen Ejogo) ist alles andere als erfreut, über das ungefragte Eintreten Tinas und verweist sie des Raumes. Die Auroren sind mit der Bedrohung durch Grindelwald  und den geheimnisvollen Ergebnissen der Stadt beschäftigt. Nur Percival Grave (Colin Farrell) scheint erbarmen mit Tina zu haben und sucht sie erneut auf. Tina berichtet von dem freigelassenen Niffler. Doch als sie den Koffer kontrollieren, finden sie nur Gebäck vor. Jacob hat bei seiner rasanten Flucht den falschen Koffer gegriffen!

Und damit beginnt das Drama. Jacob unwissend öffnet den bebenden Koffer und setzt dabei ungewollt einige magische Tierwesen frei. Dabei wird er von einem Murtlap, eine rattenartige Kreatur mit einem Gewächs auf den Rücken, das an eine See-Anemone erinnert, gebissen. Newt und Tina eilen zu seiner Wohnung doch zu spät. Da sie den No-Maj in diesem Zustand nicht alleine lassen können, nimmt Tina Newt und Jacob mit in ihre Wohnung, in der sie zusammen mit ihrer Schwester Queenie (Alison Sudol) lebt. Auf der Suche nach den freigelassenen Geschöpfen geraten sie in große Schwierigkeiten, kommen aber auch dem Mysterium der furchteinflößenden Macht, die in New York City ihr Unwesen treibt auf die Spur.

Mein Fazit

In Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind erwartet der Zuschauer eine bisher unerzählte Geschichte, die aber bereits in der Harry Potter-Reihe anklang. Man stößt auf Charakter, von denen man bereits gehört hatte wie Newt Scamander oder etwa Gellert Grindelwald. Doch während man von Grindelwald bereits eine grobe Idee hatte, war Scamander nur ein Schulbuchautor. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind gibt einen Einblick darüber, wie das gleichnamige Buch entstanden ist. Entgegen möglichen Erwartungen, ist dies jedoch nicht der eigentliche Fokus des Films. Da sich die fünfteilige Phantastische Tierwesen-Reihen über einen Zeitraum von 1926 bis 1945 streckt und bereits die ersten paar Sekunden der Fokus auf die Gefahr durch den schwarzen Magier Gellert Grindelwald setzt, ist anzunehmen, dass diese Bedrohung das eigentliche Thema des Spin-Offs ist. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind führt dieses durch einen spannenden Mix ein. Einerseits erfährt man viel über die magischen Tierwesen, über die man in Harry Potter nur herzlich wenig las und sah, andererseits hat man es mit völlig neuen und unbekannten Kräften zu tun. Durch dieses neu gewonnene Wissen, lassen sich viele neue Rückschlüsse auf bereits Bekannte Elemente beispielsweise auf die Geschichte Dumbledores ziehen. Entsprechend viele neue Spekulationen kursieren derzeitig im Internet. Insgesamt bin ich wirklich hellauf begeistert von der Story. Sie macht neugierig, ist witzig, spannend, abwechslungsreich und ist nicht von Anfang an durchschaubar. Auch die Liebe findet ihren Platz, wenn sie auch für meinen Geschmack stellenweise etwas zu stark in den Mittelpunkt gerückt wird

3D-Effekte, die sich lohnen

Zu sehen ist, wie stark sich die Kompetenzen und Möglichkeiten der visuellen Effekte in den Jahren seit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (2011) weiterentwickelt haben. Auch wenn immer noch nicht ganz perfekt, wirken die Tierwesen nahezu lebensecht. Besonders Scamanders Interaktionen mit den Kreaturen wirken sehr natürlich. Weiter sind die 3D-Effekte äußerst gut gelungen, sodass ich auch beim zweiten Mal gucken ordentlich zusammengeschreckt bin, wenn etwas auf mich „zu geflogen ist“. Der 3D-Aufschlag lohnt sich also unbedingt!

Eddie Redmayne – the one and only

Die Castings für die Besetzung der Charakter in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind begannen, laut The Telegraph bereits Ende 2014. Während für Charaktere von Queenie, Tina und Jacob tausende Bewerber vorsprachen, war Eddie Redmayne die erste und einzige Wahl für die Besetzung von Newt Scamander. Und nicht nur J. K. Rowling ist begeistert von dieser Wahl, sondern auch ich und alle, mit denen ich bisher über den Film gesprochen haben.

Redmayne verkörpert förmlich den klassischen Briten und sieht noch so aus, als wäre er den 1920er Jahren entsprungen. Weiter ist er ein ausgezeichneter Schauspieler, was nicht nur seine Oscar-Nominierung als Best Performance by an Actor in a Leading Role für The Danish Girl und sein Oscar für Best Performance by an Actor in a Leading Role in The Theory of Everything beweisen. Ich habe Redmayne das erste Mal in seiner Rolle als Jack in Die Säulen der Erde wahrgenommen und bin seitdem sehr von ihm angetan. Dennoch kann ich verstehen, wenn man ihm in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind einen immer gleichen Gesichtsausdruck vorwirft. Vor allem, wenn man – wie ich – das Drehbuch dazu gelesen hat. Manche Emotionen, die dieses vorgibt, hat Redmayne meiner Meinung nach nicht intensiv herübergebracht. Gleichwohl formt gerade diese minimalistische Zurückhaltung den Charakter von Newt Scamander: Ein intelligenter, lustiger und sehr sympathischer Außenseiter, der sich in der Gesellschaft seiner magischen Tierwesen wohler fühlt, als in der Gesellschaft von Menschen.

Großartige Besetzungen

Welcher Charakter mir am wenigsten gefallen hat ist der, der Popertina Goldstein. Das liegt in erste Linie aber nicht an ihrer Schauspielerin Katherine Waterston, sondern an der Figur an sich. Irgendwie bin ich nicht ganz warm mit ihr geworden. Das wird sich aber bestimmt noch ändern, sobald wir in den kommenden Teilen mehr über sie erfahren. Dafür gefällt mir Queenie Goldstein jetzt bereits umso besser. Alison Sudol, die auch als Sängerin A Fine Frenzy („Almost Lover“) bekannt ist, schafft es als Queenie sämtliche Sympathien des Publikums zu gewinnen. Sie ist bezaubernd, offenherzig, vorurteilsfrei, treu, selbstlos und damit für mich die geheime Heldin von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden. Gleich danach kommt Dan Fogler als Jacob Kowalski. Fogler sorgt für die nötige Leichtigkeit des Films, sorgt über auch für Emotionen. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber dazu nicht verraten.

Erwähnenswert ist natürlich auch Colin Farrell als zwieträchtigen Percival Graves sowie Ezra Miller als Credence Barebone. Miller, den ich bisher nur bei seinem Auftritt in Dating Queen kenne, spielt mit Sicherheit eine der komplexesten und schwierigsten Rollen in Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Beide machen einen ausgesprochen guten Job und sorgen für die richtige Portion Spannung und sorgen für einige Rätsel.

Johnny Depp als Gellert Grindelwald – For real?

Ob die Besetzung von Johnny Depp als Gellert Grindelwald so optimal ist, bin ich mir wiederum nicht so sicher. Depp ist bekannt für seine „etwas“ überdrehten Rollen Die Beschreibungen Grindelwalds in den Harry Potter-Büchern und seine kurzen Auftritte in den Verfilmungen sprechen meiner Meinung nach eine andere Sprache. Hier scheint J. K. Rowling einen neuen Kurs zu fahren. Achtung, rein spekulativ: Auch könnte man annehmen, dass Albus Dumbledore, der nach einer offiziellen Aussage von Rowling über ihren Twitter-Account schwul ist, damals in den gut aussehenden Grindelwald verliebt war. Ob Dumbledore sich in einen „Johnny Depp-Grindelwald“ verlieben könnte? Fraglich. Allerdings haben wir auch gelernt, dass der junge Dumbledore sich wohl deutlich von dem Dumbledore unterschied, den wir später kennenlernen durften. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Die Fortsetzung kann kommen!

Insgesamt hat mir Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind bis auf kleinere Abzüge sehr gut gefallen. Es ist ein absolut würdiges Spin-Off von Harry Potter und ich bin sehr positiv, dass es viele offen gebliebene Rätsel aufklären wird. Jeder Fan der Welt der magischen Welt, sollte sich den Film auf jeden Fall angucken. Im Gegensatz zu Harry Potter und das verwunschene Kinddas zum großen Teil die Handschrift von John Tiffany trägt, ist Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zu 100 % aus der Feder von J. K. Rowling. Ich kann kaum den nächsten Teil abwarten!

Mein Tipp für Euch

Guckt Euch den Film auf Englisch an! Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zeichnet sich zu einem wichtigen Teil aus dem Zusammentreffen der Briten Newt Scamander und den Amerikanern aus. Der britische Dialekt geht in der deutschen Übersetzung leider völlig verloren, ist aber extrem charismatisch, zumal Eddie Redmaynes Stimme nicht nachzuahmen ist. Vor allem für alle diejenigen, denen es schwer fällt, sich erneut in die magische Welt fallen zu lassen, hilft der vertraute Klang dorthin zurückzufinden. Dies gilt zumindest für alle, die auch die Harry Potter-Reihe schon auf Englisch gesehen hat, was ich jedem nur empfehlen kann.

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Trailer zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Unterschiede zu der Harry Potter-Reihe

Oder: Warum es schwer fallen kann Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind zu lieben

Achtung dieser Teil enthält Spoiler!

Wir verlassen Großbritannien und betreten Amerika. Dies ist wohl erstmal der offensichtlichste Unterschied zwischen Harry Potter und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Wir begeben uns also auf eine globalere Ebene. Dennoch ist anzunehmen, wenn Newt Scamander weiterhin der Held der Filme bleibt, dass wir nach Großbritannien zurückkehren, da Scamander für das Zaubereiministerium arbeitet. Im übrigen hat er auch Hogwarts besucht und war nicht wie Harry und seine Freunde in Gryffindor, sondern in Hufflepuff!

Entwicklung von Charakteren und die Bindung zu ihnen

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind unterscheidet sich in mehreren Hinsichten zu den Harry Potter-Teilen, weshalb ich verstehen kann, wenn es einem zunächst etwas schwer findet, sich mit diesem Prequel anzufreunden. Harry Potter und seine Freunde haben wir seit ihrem ersten Tag in der Magierwelt begleitet. Wir haben sie während ihrer gesamten Reise kennen und lieben gelernt. Wir haben gesehen wie sie gewachsen sind, wie sich ihre Charaktere herausgebildet haben. Wir kennen ihre Stärken und Schwächen. Das ist bei Newt Scamander und Co. anders. Wir treffen hier auf gestandene Persönlichkeiten, die uns fremd sind und die wir sofort so nehmen müssen, wie sie sind. Erst nach und nach erfahren wir etwas über ihre Vergangenheit und können uns so nur eine grobe Idee entwickeln, warum sie so sind, wie sie sind und warum sie so handeln, wie sie handeln. Eine ganz andere Herangehensweise, die wir so vielleicht nur von Albus Dumbledores und Serverus Snapes Geschichte kennen.

Zeitrahmen

Auch ist das Zeitspektrum gänzlich anders. Während die Harry Potter-Geschichten jeweils ein ganzes (Schul-)Jahr abbilden, verläuft die gesamte Handlung von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind innerhalb von nur zwei bis drei Tagen ab. Insgesamt bilden die fünf Teile jedoch einen längeren Zeitrahmen ab. Die Filme spielen zwischen 1926 und 1945 und gipfeln, so munkelt man, in dem großen Kampf zwischen Albus Dumbledore und Gellert Grindelwald.

Offene Fragen und Theorien

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind hat für ordentlich neuen Input und für viele neue Informationen über die Zaubererwelt gesorgt. Entsprechend viele Fragen tauchen auf und die wildesten Spekulationen erobern das Internet. An dieser Stelle möchte ich Euch gerne einige Fragen und Theorien vorstellen, meine Meinung dazu abgeben und freue mich natürlich auch über Eure Ideen, die Ihr gerne als Kommentar hinterlassen könnt! Hier kommt nach und nach noch mehr Inhalte hinzu.

Achtung dieser Teil enthält Spoiler!

Warum wurde Newt Scamander der Zauberstab nicht abgenommen?

Wer Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind gesehen hat weiß, dass Newt Scamander aus Hogwarts geflogen ist. Dies widerspricht im übrigen der Aussage in der Auflage von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind aus dem Jahr 2001. Hier lautet es wie folgt:

„Er besuchte die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei und trat nach dem Abschluss ins Zaubereiministerium ein, wo er in der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe arbeitete.“

Dies lässt entweder darauf schließen, dass Scamander nach seinem Rauswurf wieder aufgenommen wurde und seinen Abschluss nachgeholt hat, oder dass diese Aussage für die Filmreihe revidiert wurde. Gehen wir von letzterem aus, fragt sich, warum er trotz Ausschluss die Erlaubnis hat, weiterhin zu zaubern. Eine denkbare Möglichkeit wäre, dass der Zwischenfall, der zu Scamanders Rauswurf geführt hat, erst in seinem sechsten oder siebten Jahr in Hogwarts statt fand. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits OWLs und galt damals als qualifizierter Zauberer. Schließlich ist es keine Pflicht die NEWTs zu machen, wie man am Beispiel von Georg und Fred Weasley und natürlich auch an Ron und Harry sieht, die ihr siebtes Jahr nie beendet haben. Denkbar wäre auch, dass das strenge Durchgreifen bei Hagrid eine Art Spätfolge von Scamanders wild gewordenen Geschöpfen ist und man so sicher stellen wollte, das etwas dergleichen nicht ein weiteres Mal geschieht. Davon abgesehen, ging man bei Hagrids Fall schließlich auch davon aus, dass ein Mensch ums Leben gekommen ist. In Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind wurde nur davon gesprochen, dass er Menschenleben in Gefahr gebracht hat. Gestorben ist demnach niemand, weshalb Hagrids Fall schwerwiegender ist.

War Ariana Dumbledore von einem Obscurus befallen?

Vieles spricht dafür! Durch Rita Kimmkorns Memoiren von Albus Dumbledore wissen wir, dass Ariana einst von Muggeln attackiert wurde und daraufhin  ihre magischen Kräfte unterdrückt hat. Sie wurde als „krank“bezeichnet und konnte nicht nach Hogwarts gehen. Weiter wurde davon gesprochen, dass ein Ausbruch Arianas ihre Mutter getötet hat. Zwar war sie bereits 14 Jahre alt starb und hat damit das kritische Alter von 10 Jahren bei einem Obscurus-Befall weit hinter sich gelassen, jedoch wurde sie intensiv von ihrer Zauberfamilie beschützt und hat nicht von Anfang an ihre Kräfte unterdrückt, was für ihr hohes Alter sprechen könnte. Letztlich hat vermutlich auch nicht der Obscurus die getötet, sondern ein Zauberspruch im Kampf zwischen Albus, Aberforth und Gellert Grindelwald. Arianas Fall könnte demnach auch das Interesse Grindelwalds an Obscuri erklären.

Werden Obscuri zu Dementoren?

Bei reddit kam die Theorie auf, dass Dementoren aus Obscuri entstehen. Dafür spricht, dass der Obscurus, den Scamander in seinem Koffer mit sich trägt, optisch stark an einen Dementor erinnert. Man könnte ihn als einen körperlosen Dementor bezeichnen. Außerdem spricht die eisigen Umgebung, in der sich der Obscuru befindet, für diese Theorie. Hier kann man eine Parallele zu den Dementoren ziehen, die bei ihrem Erscheinen das Glück aus den Menschen saugen und die Umgebung zu Eis erstarren lassen.

Entgegen dieser Theorie steht der Fakt, dass Scamander meinte, dass ein Obscuru, der getrennt von seinem Wirt ist, nicht überlebensfähig ist. Er existiert nur weiterhin dank der gezauberten Schutzhülle. Möglich wäre allerdings, dass sich der getrennte Obscuru einen neuen Wirt sucht – beispielsweise einen Muggel – und so zu einem Dementor wird. Den Vorgang der Trennung von Wirt und Obscuru scheint aber eher eine Ausnahme zu sein. Die Masse an Dementoren, die in der Welt existierten, ist damit also nur schwer zu erklären. Fraglich ist jedoch, ob Dementoren überhaupt sterben können. Der Patronuszauber ist schließlich nur in der Lage Dementoren zu verjagen, sie aber nicht zu vernichten. Über natürliche Tode ist auch nichts bekannt.

4 comments

  1. amely rose

    ach super, schön dass dir der film so gefallen hat.
    ich habe ihn noch nicht geschaut, aus sorge…dass da zu viel Tamtam drum gemacht wird und er in echt dann doch nicht so gut ist.
    für mich heißt es nun also – ab ins Kino 😀

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