Filmkritik: Doctor Strange

Filmkritik: Doctor Strange

Benedict Cumberbatch wird als Doctor Strange ein neues Mitglied der Superhelden von Marvel.

5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Der weltberühmte Neurochirurg Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein absolutes Genie in seinem Bereich. Doch ein Autounfall verändert alles. Nur knapp dem Tod entronnen, erwacht er mit völlig zerstörten Händen. Egal, welche Operationen er auf sich nimmt, keine kann die Funktionsfähigkeit seiner wertvollen Hände wieder herstellen. Die klassische Medizin hat versagt. Während einer Physiotherapiestunde erfährt der inzwischen völlig verzweifelte Strange von einem Fall, bei dem ein querschnittsgelähmter Patient angeblich wieder laufen gelernt hat. Der Mediziner glaubt diese Geschichte allerdings erst, als er jenen Mann Basketball spielen sieht. Er fragt nach Rat und wird nach Kamar-Taj verwiesen.

Doch dieser geheimnisvolle Ort in Tibet ist gar nicht so leicht zu finden. In einer abgelegenen Gasse wird Strange überfallen, doch Rettung naht. Mordo (Chiwetel Ejiofor), selbst Mitglied des Kamar-Taj, kommt Strange zu Hilfe und führt ihn zur Ältesten (Tilda Swinton). Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um ein Heilungszentrum handelt, sondern um einen Ort, an dem magische Kräfte freigesetzt werden. Der von Logik getriebene Strange muss lernen umzudenken, zeigt nach einiger Zeit aber erstaunliches Talent, das er so gleich unter Beweis stellen muss, als der gefallene Meister Kaecilius (Mads Mikkelsen) die “Dunkle Dimension” auf der Erde bringen will.

Mein Fazit

Marvel schlägt wieder zu! Mit Doctor Strange sind den Marvel Studios erneut ein absoluter Geniestreich gelungen, der der Superheldenliga eine neue Facette hinzufügt. Erneut überzeugen sie dabei mit einer absolut genialen und zutreffenden Besetzung, einer ausgezeichneten, spannenden Story sowie mit viel Witz und Charme. Hinzukommen wundervolle Kostüme und Special Effects, die erst einmal jemand Marvel nachmachen muss.

“All the Single Ladies”

Der Storyaufbau von Doctor Strange ist sehr gelungen und spannend. Zwar ist das Endziel, dass Dr. Stephen Strange zu Doctor Strange wird, logischerweise von Beginn der Handlung klar, doch der Weg dahin ist mit vielen interessanten Ereignissen, dramatische Begegnungen und packenden Wendungen verbunden. Der Zuschauer verfolgt die Geschehnisse deswegen durchgehend mit einer gewissen Anspannung und mit höchster Aufmerksamkeit. Dabei kommen Anspielungen auf die tatsächliche, also unsere Gegenwart geradezu unerwartet aber mit unfassbar viel Charme und Humor daher. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Großartige Besetzung

Wie bereits eingangs erwähnt, glänzt Doctor Strange mit seiner hervorragenden Besetzung. Allen voran natürlich Benedict Cumberbatch als Dr. Stephen Strange. Ich könnte mir wirklich keinen Schauspieler vorstellen, der diesen Charakter besser hätte verkörpern können. Doch auch Tilda Swinton als Die Älteste (im Original The Ancient One) überzeugt gleichermaßen wie Chiwetel Ejiofor als Mordo. Mein persönliches Highlight allerdings ist Benedict Wong als Wong, der mich einfach nur köstlich amüsiert hat. Einzig Mads Mikkelsen als der Bösewicht Kaecilius kommt etwas blass daher.

Traum oder Wirklichkeit – “Inception” lässt grüßen

Die Effekte, die in Doctor Strange Pflicht sind, sind zwar teilweise doch etwas sehr “spacy”, aber hervorragend gemacht und verdeutlichen schließlich das Wesen der Story. Einige Effekte könnten zwar direkt aus Inception kopiert wurden sein, aber alles in allem habe ich selten so gute Special Effects in einem Film gesehen. Einzig an den 3D-Effekten könnte man etwas meckern, da diese noch intensiver hätten eingesetzt werden können.

Insgesamt bin ich durch und durch begeistert von Doctor Strange. Dieser Film bietet alles, was das Superheldenfilmeherz begehrt. Daher vergebe ich für Doctor Strange, trotz winziger Minuspunkte, die volle Punktzahl: 5 von 5 Popcorntüten. Schaut ihn Euch an!

Mein Tipp für Euch

Wenn es irgend geht, dann schaut Euch Doctor Strange unbedingt in der Originalfassung an. Benedict Cumberbatchs Stimme und Art ist einfach unvergleichlich, weshalb eine Übersetzung stets viel von seinem Wesen nimmt. Und natürlich, da es sich, um eine Comicverfilmung von Marvel handelt, gilt: Sitzen bleiben bis zum bitteren Ende! Es lohnt sich! Und nein, es kommt nicht nur ein Teaser nach dem Kurzabspann, es folgt auch wie immer einer nach der allerletzten Danksagen bzw. in diesem Fall Warnung. Erschreckend, dass selbst in der Pressevorführung manche Kinoexperten den Saal schon früher verlassen haben…

Achtung Mini-Spoiler

Wer wissen will, was angeteasert wird, dem möchte ich dies an dieser Stelle verraten: Der erste Teaser zeigt Doctor Strange zusammen mit keinem geringeren als Thor! Sie sprechen über Loki und die Aussichten darüber, dass Thors Familie die Erde endgültig wieder verlassen wird. Es handelt sich somit vermutlich um einen Teaser zu Thor: Ragnarok.
Der zweite Teaser zeigt Mordo, der den ehemals querschnittgelähmten Jonathan Pangborn (Benjamin Brattaufsucht. Was er von ihm möchte, verrate ich Euch aber auch an dieser Stelle nicht. Aber eins ist sicher: Doctor Strange wird zurückkehren!

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Trailer zu “Doctor Strange”

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