Burgerkritik: HATARI - Pfälzer Stube

Burgerkritik: HATARI – Pfälzer Stube

An diesem Mittwoch ging es mit meinem gesamten Masterkurs in das HATARI – Pfälzer Stube. Mit 16 Personen ist es bekanntlich nicht immer einfach, in Sachen Essen auf einen Nenner zu kommen. Doch bei Käsespätzle, Flammkuchen, Burgern und Co. waren wir alle mit dabei!

Adresse: Schanzenstraße 2-4, 20357 Hamburg
Besuch am: 19.10.16

Die Location

3 von 5 Burgern

Die HATARI – Pfälzer Stube findet Ihr in der Schanzenstraße 2-4 in Hamburg und liegt damit nur wenige Meter vom bekannten Schulterblatt entfernt. Entsprechend gut ist die Stube mit der S-, U-Bahn und Busverkehr zu erreichen. Fußläufig ist man ab Sternschanze, Feldstraße oder Neuer Pferdemarkt in wenigen Minuten da.

Hatari Pfälzer Stube - Location

Die Stube bietet verschiedene Essbereiche mit rustikalen Möbeln und etwas Industriecharme. Nur unser Tisch stellte sich als Bierbank mit Plastikdecke heraus. Auch die Sitzplätze im hinteren Teil vor den Toiletten wirken etwas ungemütlich. Leider ist auch die Akustik im HATARI nicht die beste, sodass es sehr laut ist und wir nach dem Essen nicht länger verweilen möchten. Insgesamt ist der Eindruck der Location allerdings durchaus in Ordnung.

Das Essen

2 von 5 Burgern

Die Pfälzer Stube HATARI bietet neben Pfälzergerichten wie Butterzwiebelmaultaschen, Leberknödeln und Käsespätzle auch Schnitzel mit Pommes und natürlich einige Burgerkreationen an. Als Burgerbeauftragte habe ich mich natürlich für einen Cheeseburger entschieden, aber auch direkt geklärt, ob ich dazu Käsespätzle anstatt Pommes bekommen kann. Für einen Aufpreis von doch recht stolzen 3,70 € war das auch kein Problem. Die Probleme begannen, als der Burger aufgetischt wurde.

Hatari Pfälzer Stube - Food

Denn hier gibt es leider einiges zu meckern… Zunächst einmal sucht man beim HATARI Burger verzweifelt die Soße(n). Diese gibt es nämlich nicht. Dafür stehen simple Soßen wie Ketchup, Mayonnaise, Senf und Co. bereit. Aber was ist schon ein Burger ohne die richtige Burgersoße!? Einen weiteren Minuspunkt gibt es für das viel zu kross getoastete Industriebrötchen. Auch das Biolandrindfleisch ist extrem trocken und schmeckt leicht muffig. Ohne Zwiebeln hat bei mir leider auch wieder nicht geklappt aber immerhin ließen sich diese gut entfernen. Salat, Cheddarkäse, Tomate und Gurke waren dafür in Ordnung.

Super waren hingegen die Käsespätzle. Diese waren geschmacklich so gut, dass mich selbst die Zwiebeln kaum gestört haben. Mal davon abgesehen, dass sie nun einmal zu dem Gericht dazugehören. Die Käsesplätzle haben demnach geschmacklich voll überzeugt. Ganz im Gegenteil zu den Pommes, die ich von anderen Tellern genascht habe. Naschen ist in diesem Zusammenhang übrigens der einzig richtige Begriff, denn die Pommes haben eindeutig nach Schmalzgebäck mit etwas Paprikapulver geschmeckt. Ich weiß nicht, was das HATARI sonst noch in dem Fett frittiert, auf jeden Fall sollten sie damit dringend aufhören!

Der Service

1,5 von 5 Burgern

Begonnen hat unser Besuch im HATARI – Pfälzer Stube zunächst recht gut. Zwar, wurde unsere verwirrt reinguckende Gruppe erst nach Fragen an den für uns reservierten Tisch verwiesen, aber dann war dies weiter kein Problem. Auch die Speisekarten folgten alsbald und wir konnten schnell unsere Getränke bestellen. Doch dann lies die Serviceleistung leider zunehmenden ab.

Da wir alle direkt aus der Uni kamen, hatten wir alle tierischen Hunger und wollten natürlich so schnell wie möglich bestellen. Leider wurden wir, nachdem wir unsere Getränkebestellung aufgegeben hatten, vom Service komplett ignoriert. Auf meine verzweifelten Versuche aus der Ferne Kontakt aufzunehmen hat zumindest niemand reagiert. Unsere Essensbestellungen konnten wir also erst aufgeben, als unsere Getränke fertig waren und die haben eindeutig zu lange auf sich warten lassen. Das Essen folgte dann aber erfreulicherweise ziemlich zügig. Dennoch vergingen vom Hinsetzen, bis zum Auftischen des Essens eine ganze Stunde. So lange, habe ich ewig nicht mehr auf mein Essen warten muss.

HATARI Pfälzer Stube - Soßen
Anstatt Burgersoße gibt es Knoblauchcreme, Ketchup und Co.

Aber nun gut, zum Essen an sich habe ich ja bereits meinen Senf abgegeben, jetzt aber zu dem Vorfall, der eigentlich 0 Sterne verdient hätte. Thema: Bezahlen. Klar, dass 16 Studentinnen und Student nicht gemeinsam zahlen wollen. Zur Vereinfachung für die Servicekräfte, sollten wir alle nacheinander zur Kasse gehen und bezahlen. Hier wurden also unsere Speisen und Getränke nach und nach aus dem System gebucht. Als alle bezahlt hatten, blieben jeodch noch ein Gericht und ein Getränk übrig. Leider hat sich in der Zwischenzeit schon eine Kommilitonin verabschiedet, deren Bestellung auch noch den offen gebliebenen Positionen entsprach. Wir mussten also zunächst davon ausgehen, dass der Fehler bei uns lag. Allerdings hat uns die Kommilitonin telefonisch bestätigt, dass sie ihre Rechnung bezahlt hat und eine weitere konnte die getane Zahlung bestätigen. Ein Ausdruck der Gesamtbestellung war natürlich nicht möglich, da alles einzeln ausgebucht wurde. Großartig. Also haben wir natürlich auch den „Rest“ bezahlt. Doppelt. Da sind wir uns alle zu 100 % sicher. Also liebes HATARI viel Freude mit den knappen 15 € Extratrinkgeld. Ich sage dazu nur Abzocke und Servicewüste Deutschland. Die Fehler liegen beim Kunden. Traurig, wirklich traurig. Da das Servicepersonal jedoch ansonsten freundlich war und selbst wahrscheinlich nur Panik hatten, dass sie letztendlich auf den Kosten sitzen bleiben, vergebe ich für den Service noch 1,5 Gnadenpunkte.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

2,5 von 5 Burgern

Für meinen Cheeseburger mit Käsespätzle plus einem großen Weizen zahle ich inklusive Trinkgeld 17,00 €. Aufgrund der Qualität des Cheeseburgers ist dies allerdings eindeutig zu viel. Auch hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass sämtliche Portionen, die an die umliegenden Tische verteilt wurden, größer waren als unsere. Die Bezahlpanne am Ende, hat das Preis-Leistungs-Verhältnis natürlich nochmals herunter gezogen. Positiv hervorzuheben ist die große und unbegrenzte Soßenauswahl auf den Tischen. Als kleiner Tipp ans HATARI: Gerne durch eine explizite Burgersoße ergänzen!

Mein Fazit

HATARI Pfälzer Stube - Butterzwiebelmaultaschen
Pfälzergerichte, ja – Burger, nein!

Ich habe stark den Eindruck, dass die HATARI – Pfälzer Stube Burger nur anbietet, da es zur Zeit einfach jeder macht und sie sich quasi dazu genötigt gefühlt haben. Dann aber bitte richtig. Denn mit dieser Qualität können sie es nicht mit den „echten“ Burgerläden Hamburgs aufnehmen. Dafür schmecken die Pfälzergerichte wirklich gut. Eine Kommilitonin hatte bspw. Butterzwiebelmaultaschen, die wirklich gut, nur etwas zu fettig waren und wie bereits erwähnt, war ich und auch alle anderen von den Käsespätzle schwer begeistert. Daher mein Tipp: Back to Basics! Liebes HATARI, wenn ihr eine „Pfälzer Stube“ sein wollt, dann konzentriert euch darauf, was ihr könnt! Und ein zweiter Tipp: Der Kunde ist König! Wenn ihr nach diesem Motto bei unserem Besuch gehandelt hättet, wären wir sicherlich gerne wieder gekommen. So, nicht.

Pünkteübersicht der Hatari – Pfälzer Stube

 3 von 5 Burgern – Location
2 von 5 Burgern – Essen
1,5 von 5 Burgern – Service
2,5 von 5 Burgern – Preis-Leistung

Gesamtwertung: 9 von 20 Burger

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