Filmkritik: Suicide Squad

Filmkritik: Suicide Squad

In Suicide Squad treten die gefährlichsten Verbrecher der Welt als Waffe der Menschheit gegen unberechenbaren Meta-Wesen an.

4 von 5 Popcorntüten

Der Kinostart von Suicide Squad wird von vielen negativen Kritiken überschattet. Diesen Kritiken werde ich mich heute allerdings nicht anschließen! Meiner Meinung nach ist dies bisher die beste DC-Verfilmung. DC hat von seinen Fehlern gelernt, die es bei Batman vs. Superman : Dawn of Justuce gemacht hat und mit deutlichen mehr Witz und Charme dem Film eine gewisse Frische verliehen. Die Story ist sinnig und macht Spaß. Weiter sind die Charaktere, bis auf eine Ausnahme, die ich gleich noch erläutern werde, wunderbar besetzt und in sich sehr spannend.

Die Handlung

Superman ist tot. Der gutmütige Alien stellte sich als Kämpfer für die Menschheit heraus. Doch was ist, wenn der nächste Besuch aus dem All keine guten Absichten hat? Und auch bereits auf der Erde lebende Meta-Wesen werden zu einer immer größer werdenden Bedrohung. Amanda Waller (Viola Davis) hat die Lösung: Sie will ein Team aus den gefährlichsten Verbrechern der Welt zusammenstellen und ihre Kräfte zur Verteidigung des Volkes und der Regierung einsetzen. Dazu hat sie die gestörte und bekennende Freundin des Jokers (Jared Leto) Harley Quinn (Margot Robbie), den Profikiller Deadshot (Will Smith), den pyrokinetischen Ex-Gangster Diablo (Jay Hernandez), den Dieb Captain Boomerang (Jai Courtney), den Söldner Slipknot (Adam Beach) sowie den kannibalischen Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) aufspüren und verhaften.

Schon bald wird die Hilfe der selbst ernannten Suicide Squad für eine Rettungsaktion während eines terroristischen Angriffs benötigt. Für ihre Hilfe wird Ihre jeweilige Haftstrafe reduziert. Weigern sie sich jedoch, können die Schurken mit einem Knopfdruck mittels eines im Hals platzierten Sprengsatzes getötet werden. Also fügen sie sich den Anweisungen von Oberst Rick Flag (Joel Kinnaman) und durchstreifen das im Chaos versunkene Midway City.

Doch bereits nach wenigen Metern stoßen sie auf merkwürdig deformierte Menschen, die sie attackieren. Ein Kampf entbrennt, bei dem sich die Suicide Squad nach Monaten der Gefangenschaft endlich wieder ausleben können. Dabei werden sie allerdings auch stutzig. Was sind das für Gestalten und was hat das Licht am Himmel zu bedeuten? Dahinter steckt die mächtige Hexe Enchantress (Cara Delevingne), die es aufzuhalten gilt.

Mein Fazit

Von Möchtegernschauspielern und echten Künstlern

Also direkt zu meiner größten Enttäuschung des Films: Cara Delevingne als June Moone bzw. Enchantress. Ich habe Delevingne bisher nur in sehr kleinen Nebenrollen gesehen. In Suicide Squad gehört sie aber schon fast zum Hauptcast und kann meiner Meinung nach nicht überzeugen. Bei ihr merkt man, dass sie schauspielert. Die Kamera geht ein, der Charakter wird eingenommen. Wenn man diese Art des Schauspiels zum Beispiel mit der von Margot Robbie vergleicht, werden die Defizite von Delevingne deutlich. Robbie lebt die Rolle der Harley Quinn, während Delevingne eher „stets bemüht“ ist, ihren Charakteren leben einzuhauchen. Außerdem finde ich Delevingnes Getanze als Enchantress einfach nur albern und auf Dauer etwas nervtötend.

Viola Davis – „die Badass“ des Casts

Ansonsten bin ich wie bereits erwähnt von dem Cast sehr angetan. Neben Margot Robbie  gefällt mir auch Will Smith endlich mal wieder so richtig gut. Jared Leto gelingt es den Joker in ein noch verrückteres Licht zu rücken, wirkt dabei dennoch gelegentlich etwas „over the top“. Der nicht ganz so geheime Badass des Films ist allerdings eindeutig Viola Davis als Amanda Waller, die ausgezeichnet verkörpert wird.

3D-Aufschlag, der sich lohnt & ein geiler Soundtrack

Die Special Effects der Suicide Squad sind bis auf diese blaue Wolke am Himmel sehr gut gelungen, sodass auch der 3D-Aufschlag durchaus die Investition wert ist. Nur eine viel zu lange Zeitlupenaufnahme raubt dem Film, ähnlich wie bei X-Men: Apocalypse, an Dynamik und wirkt etwas überzogen, obwohl sie technisch schön umgesetzt ist. Was auf jeden Fall extrem Spaß macht an dem Film ist auf jeden Fall der Soundtrack! Neben genialen „Klassikern“ wie Without Me von Eminem sind auch neue Songs wie Sucker for Pain von Ty Dolla Sign, Lil Wayne, Imagine Dragons, Wiz Khalifa, Logic feat. X Ambassadors einfach nur genial und treffen exakt den Ton der Comic-Verfilmung.

Zusammenfassend bleibt eine wirklich gut gelungene filmische Umsetzung der Suicide Squad, die endlich Lust auf mehr aus dem DC-Universum macht. Die großartigen Charaktere jenseits des Superheldeneinheitsbreis bringen kurzgesagt einfach Spaß und ermöglichen Einblicke in die düstere DC-Welt, die es so zuvor nicht gab. Verpackt mit einer soliden Einstiegsgeschichte und einem der besten Soundtracks der Filme 2016 kann ich Suicide Squad nur weiter empfehlen!

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Trailer zu Suicide Squad

2 comments

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  2. Filme der Woche: KW 29 | Jil's Blog

    […] – Die Stadt der tausend Planeten für mich hoch im Kurs. Da mich Cara Delevingne in Suicide Squad ziemlich enttäuscht hat, bin ich gespannt, ob sie hier eine bessere Figur machen […]

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