Filmkritik: Die Unfassbaren 2

Filmkritik: Die Unfassbaren 2

Die „Vier Reiter“ sind zurück auf der Bühne. In Die Unfassbaren 2 verzaubern sie erneut das Publikum mit spektakulären Tricks, Illusionen und purer Magie.

4 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Ein Jahr nach ihrem spektakulären Auftritt und Coup in New York City, bei dem es den „Vier Reitern“ gelungen ist, einen Tresor voll Geld zu stehlen und dem Diebstahl Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) zu zuschieben, ist es ruhig um die Magier geworden. Noch immer von dem FBI gesucht, müssen sie sich im Verborgenen aufhalten und warten auf neue Anweisungen ihres Anführers Dylen Rhodes (Mark Ruffalo). Doch J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg) hat die Warterei satt und macht sich selbst auf die Suche nach dem Auge.

Schließlich taucht die geheimnisvolle Lula (Lizzy Caplan) bei Atlas auf und wird nur kurze Zeit später als neues Mitglied der „Reiter“ vorgestellt, um den Platz von Henley Reeves (Isla Fisher) einzunehmen, die indessen die Gruppe verlassen hat. Gemeinsam sollen sie die fragwürdigen Praktiken von Technikguru Owen Case (Ben Lamb) während einer Präsentation aufdecken. Doch nach einem guten Start überschlagen sich die Ereignisse und die Magier werden selbst ausgetrickst. Rhodes‘ Doppelleben wird aufgedeckt und auch Jack Wilder (Dave Franco), der offiziell bei einer wilden Verfolgungsjagd ums Leben kam, wird enttarnt.

Die Vier Reiten verlassen fluchtartig das Gebäude, um sich plötzlich in Macau wiederzufinden. Hier werden sie freudig von dem Totgeglaubten Hi-Tech-Milliardär Walter Mabry (Daniel Radcliffe) empfangen werden und sie mit einem Diebstahl beauftragt. Die Hintergründe dieses Auftrages sind aber weitreichender, als zunächst angenommen: Es geht um Rache, Bloßstellung und Zerstörung. Ob sich die Reiter wohl aus dieser Situation herauswinden können?

Mein Fazit

Die Unfassbaren 2 bietet, wie auch schon das Prequel, viel Raum zum Nachdenken. Er besticht durch eine Mischung von komplexen Inhalten und Vorgängen, Humor, ausgezeichneten Effekten und eine, meiner Meinung nach, hervorragenden Auswahl an Schauspielern. Es gilt also: Wer den ersten Teil nicht gesehen hat, wird von der Handlung des Sequels kaum etwas verstehen. Zwar werden einzelne Aspekte rund um die Vater-Sohn-Geschichte erneut aufgegriffen und im Übrigen auch etwas verändert, jedoch versteht der Zuschauer ohne Vorwissen mit Sicherheit auch nach vollständiger Auflösung nicht, was der zweite Streich der Reiter eigentlich sollte. Obwohl ich Die Unfassbaren mehrere Male zuvor gesehen habe, fiel es auch mir schwer, der Geschichte genau zu folgen. So habe ich schnell nach dem Kinobesuch, die Blu-ray des Prequels in den Player geschoben und konnte so die fehlenden Zusammenhänge nachholen. Dennoch Die Unfassbaren 2 muss man, oder zumindest ich, mehrere Male schauen, um wirklich genau zu verstehen, was, wie, wann, warum passiert ist und wie das Geschehene später auf die Handlung Einfluss nimmt. Und das finde ich großartig! Zwar sehe ich auch gerne Filme der seichten Unterhaltung, jedoch sind Filme, die zum Nachdenken anregen zur Abwechslung wunderbar. Die Unfassbaren 2 fordern den Zuschauern die gesamte Aufmerksamkeit ab und das auf magische und fesselnde Weise.

Achtung, aufpassen!

Inhaltlich gewinnt Die Unfassbaren 2 definitiv an Komplexität, weshalb er nicht mehr ganz so locker und lustig ist, wie der erste Teil. Dafür baut die Handlung wunderbar auf die bisherige Geschichte auf, sodass ich mich bereits auf einen dritten Teil freue, der sich laut Filmstarts bereits in der Entwicklungsphase befinden soll. Großartig!

Daniel Radcliffe als Psychopat

Die Besetzung des Sequels ist größtenteils erhalten geblieben. Nur Isla Fisher konnte aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht zurück ans Set kehren. Mit Lizzy Caplan wurde aber eine äußerst amüsante neue weibliche Hauptdarstellerin gefunden, die im Originalton wahrscheinlich noch viel besser rüber kommt. Die Herren Eisenberg, Ruffalo, Harrelson, und natürlich Franco sind wie bereits im ersten Teil einfach unschlagbar in ihren Rollen. Und dann tritt Daniel Radcliffe als leichter Psychopath mit Machtgelüsten und dem Willen seinen Daddy zu beeindrucken auf die Bühne. Was soll ich sagen? Wie für ihn geschrieben! In der Schauspielerriege bleibt für mich nur eine Frage offen: Was ist mit Mélanie Laurent alias Alma Dray? Die französische Ermittlerin und Liebelei von Dylan ist anscheinend im zweiten Teil der Unfassbaren bereits Geschichte. Ein kleiner Aufgriff dieser doch im ersten Teil wichtigen Person, wäre mir ganz lieb gewesen.

Ein sehr gelunges Sequel

Ansonsten gibt es aber wirklich nicht viel zu meckern. Die Unfassbaren 2 ist ein Sequel, dass defintiv Spaß macht und ich nur jedem mit besten Gewissen empfehlen kann, der bereits Die Unfassbaren gesehen hat. Und wer beides noch nicht getan habt: Tut es! Der Film war letztes Jahr für mich eine zufällige Entdeckung und gehört heute zu meinen Lieblingsfilmen. Für alle Leser mit einem Netflix-Account habe ich eine gute Nachricht. Die Unfassbaren gibt es hier kostenlos zu sehen! Wer keinen Account hat, der findet unter Jetzt bestellen! verschiedene Optionen über Amazon den Film zu erwerben. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen!

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Trailer zu „Die Unfassbaren 2“

 

One comment

  1. Filmkritik: Nerve | Jil's Blog

    […] gefreut endlich ein bisschen mehr Screentime von ihm sehen zu können. Bei Bad Neighbors 1 & 2, Die Unfassbaren 1 & 2 und Co. spielt er ja leider immer eher Neben- oder kleinere Hauptrollen und konnte sich bisher […]

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