Filmkritik:Raum

Filmkritik: Raum

Mein Fazit

Newcomerin Brie Larsson gewinnt mit ihrer Darbietung als Joy „Ma“ Newsome in Raum ihren ersten Oscar als Beste Hauptdarstellerin.

3.5 von 5 Popcorntüten

Wie ihr bereits in meinem Abschnitt über die Handlung von Raum erfahren habt, gelingen Joy und ihrem Sohn Jack die Flucht aus „Raum“. „Spoilerarlarm!“, denkt ihr vielleicht. Aber zu Unrecht. Denn der Fokus von Raum liegt nicht etwa im Entkommen von ihrem Gefängnis. sondern auf der Entwicklung nach der Gefangenschaft. Das heroische Ende ist also nach der Flucht noch lange nicht erreicht. Vielmehr geht es darum zu beobachten wie sich Jack in diese ihm völlig fremde Welt einfindet und wie Joy mit ihrem Trauma umgeht.

Jacob Tremblays als Jack Newsome
© Universal – Jacob Tremblays als Jack Newsome

Oscar als Beste Hauptdarstellerin für Brie Larson

Wie im Roman von Emma Donoughues wird die gesamte Geschichte aus der Sichtweise von Jack erzählt. So liegt die besondere Herausforderung für Brie Larson gerade darin, die Persönlichkeit „Ma“, als wie Jack sie sieht, darzustellen. Diese Verkörperung gelingt der jungen Schauspielerin ausgezeichnet, weshalb sie verdient den diesjährigen Oscar als Beste Hauptdarstellerin gewonnen hat. Auch Jacob Tremblays  Interpretation des Jack Newsome ist absolut herausstechend. Wobei ich sagen muss, dass es ihm in der Verfilmung auch leichter gemacht wurde, als es die Romanvorlager vorsieht. Hier fallen dem Fünfjähring die Abnabelung von seiner Mutter und die Anpassung an die neue, weite Welt deutlich schwerer.

Raum ist eine faszinierende Darstellungsweise eines ernsten und traurigen Themas. Doch trotz der Schwere gelingt es sowohl dem Buch, als auch dem Film aufmunternd damit umzugehen. Zwar haben die Figuren mit deutlichen Problemen zu kämpfen, schenken aber dennoch Mut und zeigen, dass das Leben auch nach schweren Zeiten wieder einen freudigen und hoffnungsvollen Weg einschlagen kann.

Dieser Beitrag ist in Auftrag von HashtagLove entstanden.

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