Reisebericht: 6. Tag Ägypten – Rutschaction & Schnorcheln Part II

Wie gestern Abend besprochen, treffen wir uns heute Morgen gleich mit Khai und Britta, um endlich die Rutschen des Albatros Garden Resort zu testen. Schließlich waren die Rutschen ein Grund, weshalb sich Kim für dieses Hotel entschieden hatten. Bei dem ganzen Freizeitstress haben wir aber bisher kaum Zeit bei Sonnenschein im Hotel verbracht.

Typisch Deutsch: Liegen reservieren

Da Khai und Britta heute zunächst ihren Reiseleiter treffen, um ein paar Ausflugspakete zu buchen, haben wir uns zu einem späten Frühstück gegen Viertel nach neun verabredet. Im Garden Resort kann man glücklicherweise zu fast jeder Tageszeit und auch noch zu später Stunde etwas zu Essen bekommen. Da Kim und ich aber wie immer frühzeitig wach sind, nutzen wir die Gunst der Stunde und schießen ein paar Fotos von der Anlage und sichern uns ganz deutsch vier Liegen bei den Rutschen.

Typisch Deutsch: Liegen reservieren

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Als wir um 09:15 h zum Frühstück gehen sehen wir zum ersten Mal, wie eine Ägypterin Brotfladen für den Tag backt. Damit muss ich meine Behauptung, dass in unserem Hotel keine ägyptischen Frauen arbeiten widerrufen! Von Khai und Britta ist jedoch weit und breit noch nichts zu sehen. Wir gehen also schon einmal vor und bedienen uns erneut an Müsli, Spiegeleiern und Co. Auch nach dem Essen sind die zwei noch nicht da. Wir beschließen es uns schon einmal am Pool bequem zu machen, da kommen sie uns just in diesem Moment entgegen. Die Absprache mit dem Reiseleiter, der versucht hatte ihnen wirklich alles anzudrehen, was er zu bieten hat, hat ein bisschen länger als erwartet gedauert. Also setzen wir uns mit den zwei noch einmal in unserer Frühstücksrestaurant. Khai ist so nett und hat sein MacBook mitgebracht. So können wir uns ein paar GoPro-Aufnahmen vom Delfinschwimmen am Mittwoch anschauen. Da wir „nur“ eine GoPro 3 ohne Display haben und wir wie gesagt kein Laptop mitgenommen haben, waren sämtliche Videoaufnahmen bis zu diesem Zeitpunkt ein großes Mysterium für uns. Jetzt kann auch ich endlich sehen, wie der eine Delfin vor Kim sein Geschäft verrichtet hat.

Die Rutschaction kann los gehen!

Frisch gestärkt geht es schließlich an den Pool, wobei sich Britta und Khai noch schnell umziehen müssen. Kim und ich überbrücken die Zeit mit einer ersten Rutschfahrt. Und ich muss sagen, die blaue Rutsche gefällt mir ganz und gar nicht. Sie ist zwar superlang, was erstmal positiv ist, jedoch ist die Oberfläche der Rutsche extrem rau und huckelig. Nichts für mein zartes Popöchen. Hinzukommt, dass ich eh immer so furchtbar langsam bin, was den Effekt noch verstärkt.
Mit Khai und Britta geht die Rutschaction dann richtig los. Wir starten Wettrennen, machen lustige Aufnahmen und küren unsere Lieblingsrutsche: Die gelbe! Oder auch die weiße! Die blaue fällt auf jeden Fall bei allen etwas hinten ab.

Schnorcheln am Riff

Gegen Mittag beschließen wir die Poolanalage zu verlassen und zum Schnorcheln an den Strand zu gehen. Hoffentlich sind die Wellen heute nicht so stark wie am Dienstag und wir können am Kliff schnorcheln. Khai hat bei sich zuhause ein Salzwasseraquarium und kann es deshalb kaum erwarten die verschiedenen Fische und Korallen des Roten Meeres zu entdecken. Wir holen also schnell unsere Schnorchelausrüstung und treffen uns bei den Rutschen wieder. Britta und Khai haben sich außerdem noch schnell ein paar Schwimmschuhe im Shop gekauft. Dieses Mal wollte „unser Freund“ gleich 10 € pro Paar haben. Auch die beiden haben laut protestiert und auch „nur“ 5 € bezahlt.

Unter dem Steg - ein beliebter Ort für FischeDa der Bus gerade vor der Tür steht, springen wir hinein und lassen uns bis vor den Strandzugang kutschieren. Wir sichern uns vier Liegen direkt am Wasser, stärken uns kurz mit ein paar Pommes und Pizza und springen anschließend ins Meer. Und wir haben tatsächlich Glück: Heute gibt es kaum Wellen! So schnorcheln wir zunächst etwas in unserem Schwimmbereich umher und entdecken den „Gitterkäfig“ nahe des Netzes, von dem Daniel am Dienstag sprach. Tatsächlich handelt es sich hierbei um ein Schiffswrack. Ganz angetan von dem Gesehenen, begeben wir uns auf die andere Seite des Stegs und waten zum Kliff.

Fischlehrstunde mit Kai

Khai's Fischlehrstunde

Vorsichtig begeben wir uns zur Meergewandten Seite des Kliffs und können eine Vielfalt von Fischen, Korallen, Schwämmen und Seeigeln sehen. Ständig wirbelt einer wild mit seinen Armen herum, um den anderen einen besonders schönen Fisch zu zeigen. Wo wir Mädels aber nur „Fischis“ sehen, weiß Khai auch noch wie sich diese nennen. Hier eine kleine Auswahl der Fische, die wir gesehen haben: Imperator-Kaiserfisch, Arabischer-Doktorfisch, Picasso-Drücker, Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch, Riesen-Nasendoktor, Rotmeer Anemonenfisch sowie natürlich reichlich Diadem-Seeigel und viele mehr.

Zwischendrin tauchte übrigens Mickey wieder auf, der uns aber zu viert einfach nicht für 23 € Banana-Boot fahren lassen wollte. Wir hatten nämlich wieder nicht daran gedacht Geld mit an den Strand zu nehmen… Und Khai hat sich ein Fischkartenspiel gekauft, auf dem man noch schlechter die Zahlen und Farben erkennen kann, als bei meinem Ägyptenset.

Diadem Seeigel

Abendprogramm

Leider geht auch heute die Sonne wieder viel zu früh unter. Es heißt also mal wieder heiß duschen, frisch machen und die Zeit bis zum Abendessen mit Karten spielen überbrücken. Während Britta und Khai noch ganz freudig alles an Essen ausprobieren, was ihnen unter die Nase kommt, sind Kim und ich vorsichtiger geworden. Neu heran wage ich mich allerdings an eine Teignachpeise mit Früchten, die frisch im Ofen gebacken wird. Diese Süßigkeit teile ich mir aber zum Glück mit Khai, denn mehr als ein paar Bissen bekomme ich, bereits dem Zuckerschock nahe, nicht herunter. Trotzdem eine der leckeren Sachen, die ich hier bisher gegessen habe.

BINGO!

Nach dem Abendessen geht es zum Bingo ins Village Garden. Dazu hatten wir bereits tagsüber Spielscheine zu je 3 € erworben. Der erste Bingo fällt und nur zwei Zahlen später rufe auch ich „BINGO!“. Tatsächlich gewinne ich ein „I <3 Egypt“ T-Shirt in der Größe „ohne-Brüste-könnte-es-mir-passen“, freu mich aber trotzdem. Auch Khai kann noch eine Flasche Whiskey, den es auch an der Bar kostenfrei gibt, und eine Eintrittskarte für die Diskothek, die heute noch nach der Veranstaltung angesteuert wird, sein eigen nennen. Da die zwei aber lieber mit uns unseren vorerst letzten Abend im Hotel verbringen, verschenkt Khai die Karte an mich und ich verschenke sie für ihn weiter. Liebe Grüße an dieser Stelle nach Berlin!

Partytänze, Kartenspiele & mehr

Den Rest des Abends verbringen wir bei noch recht warmen Temperaturen in unseren gewohnten Korbsesseln vor der Lobby bei ein paar kühlen Drinks und mit diversen Partien Mau-Mau und Schwimmen. Zwischendurch stürmen Khai und ich noch die Tanzfläche und hüpfen den Animateuren hinterher, die uns Tänze á la Macarena vormachen. Um ca. 23:30 h beschließen wir, dass Kim und ich so langsam ins Bett sollten, da wir morgen bereits um 06:35 h abgeholt werden. Ein wirklich schöner Tag geht zu Ende. Britta und Khai kennenzulernen gehört auf jeden Fall zu meinen Highlights (nä, Khai?!) der Reise. Schade nur, dass unsere Zeit sich so wenig hier überschnitten hat.
Bevor wir in unsere Zimmer verschwinden, möchten Britta und Khai uns aber noch in Zimmer zeigen. Sie haben nämlich ein extrem kleines Bad, was Kim und ich uns kaum vorstellen können. Unsere Badezimmer sind nämlich fast so groß wie unsere Schlafbereiche. Am Zimmer angekommen, geht das Drama los.

Wasserschaden im Zimmer

Wasserschaden-Selfie
Lachen und Ruhe bewahren!

Bereits im Flur zum Zimmer kommt uns das Übel entgegen. Das ganze Zimmer steht zu gut zwei Zentimetern unter Wasser, dass aus einem Schlauch an der Toilette strömt. Kim dreht schnell den Hahn ab, aber leider viel zu spät. Während Britta und Khai ihr Hab und Gut vom Boden aufsammeln, greife ich zum Hörer und rufe wieder einmal bei der Rezeption an. Kurze Zeit später erscheint jemand mit einem Gummiabzieher, um den Boden zu trocknen: „10 Minuten alles trocken!“ Wir versuchen dem Herren klarzumachen, dass das kein Zustand sei und die beiden ein neues Zimmer brauchen. Er macht ein paar Anrufe, woraufhin Khai und ich zur Rezeption laufen. Zur Rezeption von Aqua Vista wohl gemerkt, da sie dort gebucht haben. Nächtigen tun die beiden aber, genauso wie wir, im Sea World Resort. Immerhin kennen wir den Weg dorthin schon, weil wir auch wieder den Bus zurück vom Strand genommen haben und einfach mal beim Aqua Vista Resort ausgestiegen sind. Um das ganze Drama etwas abzukürzen: Die zwei haben ein neues Zimmer bekommen, wollen aber morgen noch einmal umziehen, da auch hier das Bad viel zu klein ist. Beim Umzug ist Brittas Handy verloren gegangen, das wir letztlich an der Columbus Bar wieder bekommen haben, da Britta es im ihrem Sitz vergessen hat. Um halb drei können endlich alle ins Bett. Mit Ausschlafen wird das wohl nichts mehr…

One comment

  1. Reisebericht: 7. Tag Ägypten - Auf zum Nil! | Jil's Blog

    […] diese Nacht. Als um 05:30 h mein Weckruf ging, war ich schon gut zehn Minuten wach , habe in der Zeit zwischen 2:30 und 05:30 h maximal zwei Stunden geschlafen und bin bestimmt zehnmal aufgewacht. Völlig neben der Spur mache […]

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