Fantasia Show im Alf Leila Wa Leila

Reisebericht: 4. Tag Ägypten – Kitesurfen & Fantasia Show

Heute steht bei uns ganz groß das Kitesurfen auf dem Programm. Da wir allerdings erst um 11:00 h starten, beginnen wir den Tag ganz entspannt mit einem Frühstück und einem Rundgang über das Hotelgelände, wobei wir ein paar Fotos schießen. Um 10:30 h machen wir uns auf dem Weg zur Kitesurf-Schule von Tommy Friedl in Hurghada. Diese Schule wurde Kim von Bekannten zuvor empfohlen. Da wir unseren Kurs aber nicht wie geplant am Dienstag starten konnten, haben wir nur zwei Tage Zeit Kiten zu lernen – hoffentlich geht die Rechnung auf.

Kitesurfen bei Tommy Friedl

Leider fährt der Bus zum Strand mal wieder nicht pünktlich ab. Eigentlich wollten wir diesen nämlich nehmen, um an der Ecke vom Grand Seas Resort kurzerhand auszusteigen. Hier befindet sich nämlich die Schule, nicht mehr, wie es immer noch auf der Homepage heißt, im Jasmine Village. Egal, auch zu Fuß sind wir nur etwa 15 Minuten unterwegs, bis uns Gabi empfängt. Wir sind etwas zu früh und unser Lehrer etwas zu spät. Daher versuchen wir zunächst mit Gabi zu klären, ob wir die neun Unterrichtsstunden auch in zwei Tagen unter bekommen, um nach dem Kurs auch hoffentlich wirklich Kitesurfen zu können. Sie meint jedoch, wir müssen das mit unserem Lehrer klären, der im übrigen bisher noch nie für diese Kitesurf-Schule gearbeitet hat…

Deutsche Schule = Deutschsprachiger Lehrer?

Als Zaid uns auf Englisch begrüßt, bekommt die Euphorie einen ersten Dämpfer. Schließlich gingen wir bei einer deutschsprachigen Schule auch von einem deutschsprachigen Lehrer aus. Zaids Englisch ist jedoch recht gut verständlich und so können wir ihm bei der theoretischen Einweisung ganz gut folgen. Auch die Trockenversuche mit einem kleinen Kite-Schirm verlaufen ganz gut. Nur der Wind will erst nicht so ganz mitspielen. Dafür ist er umso kräftiger, als wir schließlich mit dem großen Schirm ins Wasser gehen. Dazu haben wir den Schirm zunächst aufgeblasen, die Leinen ausgelegt sowie die Sicherheitsvorkehrungen, die irgendwie zu harken scheinen, geprüft und ausprobiert. Im Wasser bläst der Wind immer wieder so stark, dass wir aus dem Wasser gezogen werden. Die teilweise undeutlichen und verwirrenden Einweisungen von Zaid schüren zudem Unsicherheit und machen nervös…

Kursabbruch

Um es abzukürzen und ohne ins Detail gehen zu wollen, haben wir den Kurs nach drei Stunden aufgrund eines mehr als unerfreulichen Zwischenfalles abbrechen müssen und werden auf eine Fortführung am Samstag, wie es zunächst geplant war, verzichten. Aus diesem Grund gibt es vom Kitesurfen auch keinerlei Foto- oder Videomaterial.

Fantasia Show im Alf Leila Wa Leila

Zurück im Hotel müssen wir uns kurz von dem Schock erholen und machen uns erst mal frisch. Um den Tag aber nicht völlig abzuharken, machen wir uns am Abend auf ins Alf Leila Wa Leila. Auch dieses Hotel gehört zur Pickalbatros-Kette und so ist ein Besuch der dortigen Show für uns inklusive Transfer kostenlos. Um 20:15 h werden wir mit dem Bus abgeholt und besetzen die letzten freien Plätze. Gut, dass wir uns schon einen Tag zuvor gebucht haben.

Wunderbare Kombination aus Geschichte & Entertainment

Im Alf Leila Wa Leila gehen wir zunächst in das kleine Museum für ägyptische Geschichte, dann zum Showplatz und anschließend zeigt mit Kim noch ein bisschen das Hotelgelände. Kim war im Vorjahr in diesem Hotel und kennt sich daher aus. Um 21:00 h startet die Fantasia Show und wir bekommen einige Informationen über die ägyptische Geschichte und ihre bedeutendsten Gebäude vermittelt. Anschließend verlassen Kim und ich die Kabine mit der deutschen Beschallung und schauen uns das restliche Spektakel von den oberen, freien Rängen an. Wir sehen unter anderem Reiter, Derwisch-Tänzer und natürlich Bauchtänzerinnen. Besonders beeindruckend waren die Derwisch-Tänzer, da diese sich unfassbar lange gedreht haben. Sowas haben wir noch nicht gesehen!

Bevor wir zurück ins Albatros Garden Resort fahren, schlüpfe ich kurz in einen der Shops, die hier mitten im Hotel an einer Art Flaniermeile angesiedelt sind und kaufe uns ein Paket Spielkarten für stolze 2,00 Euro. Er wollte zunächst drei haben, ich sagte ihm aber ich habe nicht mehr als zwei Euro und zeige ihm mein Kleingeldfach. Von dem 20,00 Euro-Schein muss er ja nichts wissen und ich denke 2,00 Euro für so ein Paket reicht auch völlig aus. Dafür handelt es sich um ein Set, dass viele Tempel und ähnliches von Ägypten zeigt, sodass wir noch etwas lernen. Blöd nur, dass sich Piek und Kreuz nicht so gut auseinander halten lassen und die Zahlen für Linkshänder aufgedruckt sind, wenn ihr euch da ungefähr etwas darunter vorstellen könnt.

Immer Ärger mit den Nachbarn

Gerne würden wir uns außerdem noch in eine der vielen Bars setzen, doch der Transferbus wartet bereits. Zurück in unserem Hotel, nehmen wir also noch einen Gute-Nacht-Trunk und liegen gegen 24:00 h in unseren Kojen. Alles könnte so entspannt sein, wenn da nicht mein Nachbar gewesen wäre. Dieser hat seinen Fernseher auf voller Lautstärke an und reagiert auf kein Klopfen und keinen Anruf. Verzweifelt rufe ich Kim an, die sogar mein Klopfen bis hoch zu ihr gehört hat. Auf dem Weg zu mir schaut sie über den Balkon in das Zimmer meines Nachbars, der tief und fest zu schlafen scheint. Volltrunken vermutlich, da wir ihn schon gegen 17:30 h stark angeheitert mit Freunden Karten spielen gesehen haben. Das Ende vom Lied ist, dass der Hotelmanager hinzukommt und letztlich den Strom im Zimmer herunterfahren lässt. Mein Einwand, dass es dem Mann eventuell nicht gut gehen könnte und er vielleicht Hilfe benötigt, wird gekonnt ignoriert. Dafür ist gegen halb zwei ist aber endlich Ruhe und wir können schlafen.

One comment

  1. Reisebericht: 12. Tag Ägypten - Chillen an Deck | Jil's Blog

    […] Dort erwarten uns typischerweise wieder einmal ein Derwisch-Tänzer und eine Bauchtänzerin.  Bs auf die “Schwarze Fraktion” sowie Jens und Erwin ist unsere gesamte Reisetruppe samt Mohamed mit von der Partie. Der Derwisch-Tänzer beginnt und lässt seine LED-Lichter an seinem Rock kreisen. Auffällig ist, dass er deutlich langsamer und sein Tanz wesentlich kürzer ist, als unsere Derwisch-Tänzer von der Fantasia Show im Alf Leila Wa Leila. […]

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