Ein bisschen Weihnachten in Hurghada vor der Heimreise

Reisebericht: 15. Tag Ägypten – Heimreise

14 Tage Ägypten liegen hinter uns, die Heimreise steht an und Kim und ich sind uns einig, dass es wirklich so langsam reicht und wir uns wahnsinnig auf zu Hause freuen. Die Ägypter sind ein nettes aber auch sehr aufdringliches Volk. Zumindest sobald es darum geht etwas zu verkaufen oder Trinkgeld abzustauben. Und das nervt auf die Dauer ungemein! Ich werde zwar die Sonne und die Wärme vermissen aber ich habe gehört, dass es in Deutschland auch nicht sonderlich kalt sein soll. Abgesehen davon, ist es Dezember und bald ist Weihnachten, von daher soll es doch eigentlich kalt sein. Schnee wäre toll. Aber den suche ich in Deutschland vermutlich auch vergebens. Worauf ich mich aber wirklich freue, ist eine wieder intakte Verdauung. Hach, das wäre wirklich wundervoll. Verrückt wie man innerhalb von zwei Wochen mit allen Personen um einen herum ganz frei über Verdauungs- und Magenprobleme reden kann. Hier erwischt es nämlich jeden früher oder später!

Goodbye Pickalbatros Garden Resorts!

Da unser Flieger erst am Nachmittag geht und wir um 12.05 h am Hotel abgeholt werden, gönnen wir es uns auszuschlafen. Ich bin also gegen 08:30 h wach, während Kim noch schläft. Um 09:00 h habe ich dann mit meinem Badezimmerbesuch auch Kim aufgeweckt. Wir verstauen also unser Hab- und Gut, das wir jetzt nicht mehr brauchen und begeben uns zum Frühstück. Herrlich! Endlich wieder eine große Müsliauswahl mit vielen Frühstücken und verschiedenen Joghurts. Daneben gönne ich mir ein Crépes mit Erdbeermarmelade. Kim hingegen bleibt bei ihren Spiegeleiern, die auf dem Schiff aber wohl leider besser waren, und wundert sich über meine „Süß-Offensive“. Ich  hoffe einfach nur, dass unsere Salami-Brot-Bestellung bei den Eltern heute Abend angekommen ist und habe mich deshalb entschieden wenigstens etwas Süßes zu essen, was auch süß sein soll.

Hier wird noch gearbeitet

kalbators heißt wieder Pickalbatros

Nach dem Frühstück holen wir Kims Kamera und machen noch einen kleinen Fotorundgang über das Hotelgelände. Dabei stellen wir fest, dass während unser Abwesenheit vom Hotel tatsächlich gearbeitet wurde. Verlautete der Schriftzug über den Rutschen vorher noch „Kalbatros Garden Resort„, heißt es jetzt wieder „Pickalbatros Garden Resort„. Nicht schlecht! Bei unserem Rundgang treffen wir tatsächlich noch einmal Jens, der frisch rasiert und mit frisch geschnittenem Haar gerade den Friseursalon des Hotels verlassen hat. Na, da wird sich seine Frau aber sicher freuen. Erwin, der noch eine weitere Nacht im Hotel bleibt, finden wir an der Poolbar. Der gute sieht immer noch etwas angeschlagen aus, hat ihn der Magenteufel doch erst vor zwei Tagen heimgesucht. Kim und ich verabschieden uns von den beiden und gehen ein letztes Mal in unser Hotelzimmer.

Auf zum Flughafen!

Hier plündern wir unseren Tresor und verstauen alles sicher in unseren Taschen. Ein letztes Mal wiegen wir die Koffer und hoffen, dass die Aufteilung jetzt so passt. Bei nur 6 kg erlaubten Handgepäck ist das eine echte Herausforderung. Mein aufzugebener Koffer ist zwar deutlich leichter als erlaubt, hat aber sein Fassungsvermögen schon bestens ausgereizt. Zum Glück werden keine Handtaschen gewogen. Auf einen Kofferträger warten wir gar nicht erst und bringen unser Gepäck kurzerhand selbst in die Lobby. Unser Gebäude ist ja zum Glück nicht weit weg. Wir checken aus und weigern uns schon wieder den Bewertungsbogen auszufüllen. Zum Glück zeigt sich unser Rezeptionist verständlich und so warten wir nun auf den Bus, der sogar zehn Minuten zu früh erscheint und sich als ein richtiger Reisebus herausstellt. Wir sind heute die ersten Passagiere und so steigen noch einige Gäste vom Pickalbatros Dana Beach Resorts und vom Steigenberger hinzu.

Gebäude in Hurghada

Kontrollwahnsinn am Flughafen

Dann geht es Richtung Flughafen und der Kontrollwahnsinn geht los. Bereits vor dem Eingang zum Flughafengebäude hat sich eine lange Schlange gebildet. Am Eingang, so sagte man uns, werden die Pässe kontrolliert. Als wir endlich dran sind, müssen wir aber auch noch unser Ticket hervor kramen. Das hält auf. Dann wird unser gesamtes Gepäck gescannt noch bevor wir zum Schalter kommen. Hier geben wir unser Gepäck auf und unser Handgepäck wird gewogen. Alles passt – also auf zur nächsten Kontrolle. An diesem Schalter wird unser Visum geprüft und entwertet. Dazu müssen wir wieder das Formular, dass wir auch schon zur Einreise ausfüllen mussten, abgeben. Da scheint aber niemand so wirklich auf die Richtigkeit zu achten. Die Dame vor mir hat nämlich zwei Felder ausgelassen und ein Feld falsch ausgefüllt wie ich gesehen haben. Wie gewohnt müssen wir nach dieser Kontrolle noch einmal unseren Ausweis vorzeigen und dann sind wir endlich an der Schwelle, wo noch einmal das Handgepäck gescannt wird. Hier werden sämtliche Wasserflaschen eingezogen und auch Feuerzeuge. Rauchen sei ja im Flughafengebäude verboten. Wozu dann die ganzen Raucherkabinen fragen wir uns. Kim muss ein Feuerzeug lassen, dass wir erst in Ägypten geschenkt bekommen haben. Zum Glück haben wir davon aber insgesamt drei. Der Rest bleibt unentdeckt. Nach gut zwei Stunden haben wir den Kontrollmarathon hinter uns gebracht und haben Hunger!

Burger-Premiere bei Burger King

Obwohl ich kein Burger King-Freund bin und ich dabei ehrlich gesagt noch nie einen Burger dort gegessen habe, beschließen wir hier völlig überteuert zu essen. Für ein Chicken Royal Menü darf ich 10 € hinblättern. Hier wird der Wechselkurs eher Pi mal Daumen bestimmt. Dafür kommt mein Menü wenigstens relativ zügig, wobei Kim mindestens zehn Minuten warten muss. Eine Frechheit! Und dann sind unsere Mägen auch noch dermaßen verkleinert, dass wir uns auch locker ein Menü hätten teilen können.

Heimreise nach Hamburg

Ägypten von oben
Nicht aus dem Flugzeug geschossen aber hier nochmal das wunderschöne Ägypten am Nil von oben.

Weiter am Gate füllen wir ein Formular von der Tourismusbehörde aus, bei dem wir am besten bis ins letzte Detail aufschlüsseln sollen, wie viel Geld wir für was gelassen haben. Kurz vor Boarding renne ich ein letztes mal zur Toilette und bete nur dafür, dass das endlich bald aufhört. Dann der Aufruf! Jetzt geht es endlich Richtung Deutschland! Kim und ich warten entspannt auf unseren Sitzen, bis die Schlange fürs Boarding kürzer wird. Und doch stellen wir uns viel zu früh an. Das Boarding dauert durch weitere Kontrolle viel zu lang, sodass wir bereits mit Verspätung starten. Ich habe zudem einen Mittelsitz, was an sich ja in Ordnung ist, aber es sind noch einige Reihen, die nur mit einem Fensterplatz besetzt sind. Warum muss man dann andere Reihen komplett voll machen? Naja immerhin ist mein Nachbar ganz nett und zuvorkommend, achtet er doch darauf, dass wir vor ihm etwas zu trinken bekommen. Auf dem Rückflug gibt es wieder zweimal Wasser, Tee und Kaffee sowie dieses Mal einen salzigen Snack in Form einer kleinen Knabbertüte, von der wir sogar gleich zwei bekommen. Zu sehen gibt es Horten hört ein Ho!, den man ja immer gerne mal anschauen kann sowie Love and Mercy, eine Dokumentation über die Beach Boys. Die war wirklich ganz interessant aber auch etwas in die Länge gezogen. Dennoch vergeht der Flug längst nicht so schnell wie der Hinflug.

Willkommen Zuhause!

Dafür kommen wir dank automatischer Passkontrolle schnell an unser Gepäckband, das schon kurzer Zeit später startet und unsere Koffer mit sich bringt. Auf der anderen Seiten warten schon unsere Eltern, die tatsächlich Salami-Brötchen dabei haben. Katharina wartet ebenfalls schon auf mich, weshalb ich mich schnell von meiner Schwester und von meinen Eltern verabschiede und dann geht es endlich nach Hause. Da ich aber morgen bereits wieder arbeiten muss und Weihnachten wie bereits kurz bevor steht, schmeiße ich noch schnell eine Waschmaschine an und gönne mir neben den Salami-Brötchen noch köstliche Spagetti Carbonara. Gut gesättigt und frisch geduscht, kuschel ich mich in mein großes gemütliches Bett und schlafe ein.

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