King John's Castle in Limerick

Reisebericht: 9. Tag Irland – Aqua Dome und Limerick

Heute gönnen wir uns eine Auszeit von der ganzen Reiserei und beschränken sie auf ein Minimum. Eigentlich hatten wir überlegt auch noch die Dingel-Halbinsel abzufahren, stattdessen fahren wir aber nur bis Tralee und statten dem Aqua Dome einen Besuch ab. Endlich etwas Entspannung für unsere geschundenen Füße und Muskeln.

Schwimmen im Aqua Dome

Vor unserer Abreise gehen wir noch schnell zu Penneys in Killarney und kaufen uns für jeweils 5,00 Euro ein Handtuch, da wir keine in unserem Reisegepäck mitführen. Kein Dreiviertelstunde Fahrt später fahren wir bereits auf den Parkplatz vom Aqua Dome. Wir zahlen 12,00 Euro Eintritt und ziehen uns in winzigen Kabinen um. Die Schließfächer sowie die Duschkabinen befinden sich direkt am Schwimmbereich, der sich als ein einziges Becken herausstellt. Nichtsdestotrotz bietet es verschiedene „Attraktionen“ wie Stromschnellen, Geysire und einer Wellenanlage. Katharina und ich haben das Becken mehr als eine Stunde fast für uns alleine. Dann taucht eine Schulklasse auf und stürzt sich auf die Rutsche, die wir zuvor auch bereits ausgetestet haben. Katharina hat mich dabei in der Zeit eiskalt geschlagen.

Aqua Dome in Tralee
Doch zum Glück bietet der Aqua Dome auch noch eine Finnische und eine Dampfsauna, zu denen wir bei Ankunft der Jugendlichen flüchten. Hier schwitzen wir uns so richtig aus und genießen die Wärme. Schließlich waren die zwei Whirlpools, die der Aqua Dome bietet, auch nicht so warm, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Leider fehlt es dem Schwimmbad an Liegen und so duschen wir und versuchen unser Haar mit Handtrocknern zu föhnen, da es keine richtigen Haartrockner gibt. Natürlich bleibt dieser Versuch erfolglos und so steigen wir mit nassen Haaren wieder ins Auto.

Blennerville Windmille

Blennerville WindmilleNur vier Minuten Fahrt weiter steuern wir die Blennerville Windmille an. Für 4 € Eintritt erfahren wir in einem Einstiegsvideo allerdings weniger über die Windmühle, als über die Geschichte von Blennerville. Blennerville war demnach einst ein erfolgreicher Handelshafen. In Zeiten von Armut und Krankheit sind allerdings viele Iren von hier aus nach Nordamerika geflüchtet. Auch die folgende Ausstellung beschäftigt sich viel mit diesem Thema. Die Windmühle, die angeblich noch gewerblich betrieben wird, wovon wir allerdings nicht wirklich etwas sehen, wurde mit Hilfe von Auszubildenden aus der Umgebung in der 80ern wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Leider sind wir ohne Tourguide unterwegs und können so „nur“ die Bauten und Werkzeuge betrachten.

Ganz unvorbereitet können wir in einem Nebengebäude noch kleine Eisenbahnlandschaften betrachten, die uns an das Miniatur Wunderland von Hamburg erinnert. Eine Eisenbahn konnte man sogar als Besucher steuern, was wir natürlich gleich gemacht haben. Im dazugehörigen Café hoffen wir Brot kaufen zu können, welches aus dem Mehl der Mühle zubereitet wurde. Aber Fehlanzeige. Also machen wir uns brotlos auf den Weg nach Limerick.

Eisenbahn fahren

Paus am Crag Cave

Strawberry Cheesecakes beim Crag CaveAuf den Weg nach Limerick fahren wir kurz das Crag Cave an. Jedoch haben wir keine Lust 9,00 Euro für den Besuch zu zahlen und so setzen wir uns lieber mit Kaffee und Kuchen auf die Terrasse des dazugehörenden Restaurants. Heute ist es zwar etwas windig, aber die Sonne scheint unbeirrt weiter. Komischerweise werden wir heute gleich mehrfach auf das gute Wetter der letzten Tage angesprochen. Sonne scheint wohl doch nicht so üblich für Irland zu sein ;-).

Limerick

Zum Glück ist es auch nach Limerick nicht weit, da mir der rechte Fuß noch von gestrigen Ring of Kerry Tour etwas weh tut. Unser Hotel befindet sich mitten in der Innstadt. Doch haben wir Glück und finden einen Parkplatz direkt davor. Lediglich 2,00 Euro Parkgebühr müssen wir für die letzte Stunde bis 17:30 h zahlen. Also wird eingecheckt und dann die Innenstadt erkundschaftet. Katharina und ich hatten in Killarney etwas bei Penneys gesehen, was wir gerne erworben hätten, es aber nicht in unserer Größe gab. Doch auch im Penneys von Limerick werden wir enttäuscht, dafür finden wir etwas anderes, was ich an dieser Stelle nicht erwähnen darf. Fotos werden nachgereicht!

King John’s Castle

King John's Castle

Zu Fuß geht es zu King John’s Castle, das erstaunlicherweise sogar bis 20:00 h geöffnet ist. Obwohl wir eigentlich nicht vor hatten das Schloss zu besichtigen, nutzen wir die Gelegenheit. Mit einem Audioguide werden wir zunächst durch eine Ausstellung geleitet. Dann geht es unter das Besucherzentrum, wo noch originale Tunnelausgrabungen zu sehen sind. Diese sind einst bei einer Belagerung entstanden, in der sowohl Angreifer, als auch Angegriffene Tunnel gruben, um anzugreifen beziehungsweise um Vorräte in das Schloss zu bekommen. Dann geht es weiter in den Innenhof von King John’s Castle und in die einzelnen Türme und Gebäudeabschnitte. Währenddessen geht der Akku meines Audioguides in die Knie. Der voll geladene hat sich allerdings kaum noch gelohnt, da im Schlossbereich einen nochmal die gleichen Geschichten erzählt werden, wie in der ausgiebigen Ausstellung. Etwas schade, dafür ist der Ausblick über den Shannon und Limerick zauberhaft.

Abendessen bei Chocolat

Chocolat RestaurantWas ich Euch bisher verschwiegen habe, ist, dass wir uns seit dem zweiten oder dritten Tag bereits nach Pasta sehnen. Neben Lasagne wird aber kaum einmal Pasta angeboten. So schauen wir uns seitdem immer wieder nach italienischen Restaurants um. Doch haben sie entweder bereits geschlossen, wenn wir Essen gehen wollen, oder es sind eher Imbissbuden. Heute werden wir aber endlich im Chocolat Restaurant fündig. Katharina und ich nutzen das Early Bird Menü und gönnen uns einen leckeren Salat, Pasta und abschließend einen Kaffee, beziehungsweise Tee. Glücklich gesättigt gehen wir zurück in unser Hotel, wo wir hoffen bald Ruhe zu finden. Durch die Innenstadtnähe dröhnt die Musik von diversen Bars und Restaurants nämlich in unser Zimmer.

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