Killarney National Park

Reisebericht: 7. Tag Irland – Killarney National Park

Nach unserem abendlichen Ausflug ins The Danny Mann, schlafen wir heute etwas länger. Erst gegen 10:15 h verlassen wir unser B&B und machen uns zu Fuß auf in die Stadt von Killarney. Dort werden wir bereits von Michael abgefangen, der uns eine Kutschfahrt durch den Killarney National Park für insgesamt 40,00 Euro anbieten. Genau das haben wir heute auch vor, doch zunächst wollen wir noch einmal in die Touristeninformation.

Echter Service in der Touristeninformation

Katharina und ich haben bereits vier verschiedene Touristeninformationen aufgesucht. In einer haben wir uns nur kurz umgeschaut und in drei aktiv Hilfe gesucht. In Waterford wurde uns grandios weitergeholfen. In Kenmare war man nur etwas bemüht und in Killarney wird uns wieder alles möglich gemacht und das ist wirklich ein wunderbarer, kostenloser Service! Neben diversen Broschüren und guten Übersichten über jegliche Aktivitäten der verschiedenen Regionen Irlands, die wir gerne mitnehmen dürfen, können wir vor Ort Aktivitäten buchen. Dabei bleibt es nicht bei einer bloßen Online-Buchung, hier wird für uns telefoniert, Wegbeschreibungen ausgedruckt und und und. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die uns bisher so gerne und freundlich weitergeholfen haben!In Killarney lassen wir uns also eine Karte für den Killarney National Park geben und bekommen dazu gleich noch einige Guides mit, die tausendmal besser sind, als jeder Reiseführer aus Deutschland. Zusätzlich lassen wir uns hier eine Bootstour zu den Cliffs of Moher buchen, die wir am Mittwoch von Doolin antreten werden. Ich sage nur „Harry Potter, wir kommen!“

Mit der Kutsche durch den Killarney National Park

Lutschfahrt zum Ross Castle

Zurück bei den Kutschen halten wir nach Michael Ausschau. Dieser scheint aber bereits andere zahlende Kunden gefunden zu haben. Doch wie der Zufall so will, findet sich ein zweiter Michael der uns gerne mit nimmt. Wir steigen also in die Kutsche und lassen uns unser Zugpferd vorstellen. Sein Name ist Bob. Genau wie unser VW Up! Verrückt. Über beide Ohren strahlend starten wir also unsere Tour durch den Park. Da der Park über 10 ha groß ist, reißen wir mit der einstündigen Fahrt nur einen kleinen Teil ab. Bob führt uns am Lough Leane entlang zum Ross Castle. Auf dem Weg dahin sehen wir endlich ein paar Tiere. Es handelt sich dabei um einheimisches Rotwild.

Rotwild im Killarney National Park
Am Ross Castle angekommen, machen wir eine kleine Pause und schauen uns das Schloss an. Leider nur von außen, da die Zeit ein genaueren Besuch nicht zulässt. Da ein kurzer Blick ins Gebäude aber verrät, dass es sich auch hier eher um Ruinen handelt, sind wir darum auch nicht so traurig. Dann geht es auch schon wieder auf dem schnellsten Weg zurück nach Killarney. Dabei erfahren wir, dass Michael diese Touren bereits seit seinem 12. Lebensjahr anbietet und nie etwas anderes getan hat. So ganz glücklich scheint er damit aber nicht zu sein. Dafür wird deutlich, wie sehr er an seinen zehn Pferden hängt, die er zusammen mit seinem Bruder besitzt. Wir danken Bob und Michael für die schöne Tour und bezahlen unsere private Rundfahrt.

Ross Castle

Muckross House

Nach der Kutschfahrt gehen wir schnell zurück zu unseren B&B und springen ins Auto. Mit VW-Bob fahren wir knappe fünf Kilometer in den Süden und stoppen bei der Muckross Demense. Wir beschließen das Muckross House zu besichtigen und schließen uns noch schnell für 7,50 Euro pro Person einer gerade gestarteten Tour durch das Anwesen an. Das Haus wurde im 19. Jahrhundert von der Herbert Familie erbaut und schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts dem Staat übergeben. 30 Jahre hat sich jedoch niemand für das Haus interessiert, sodass viele Räume und deren Inventar beschädigt oder gar gänzlich zerstört wurden. Heute sind die Räume  mit originalen, rekonstruierten und zeitgenössischen Möbeln, Tapeten und Gardinen bestückt. Ein wirklich beeindruckender Bau mit viel Geschichte, das schön anzusehen ist.

Muckross House

Nach der Tour nehmen wir am Restaurant in den Muckross Gardens Platz und genießen die Sonne und die Wärme bei einem Heißgetränk und einem Stück Kuchen. Der Kuchen besteht anscheinend aus einem einzigen Süßigkeitenmix, der nur durch Schokolade zusammengehalten wird. Lecker – aber mächtig! Danach gehen wir durch einen Steingarten und machen uns auf in Richtung Torc Waterfall.

Torc Waterfall

Nach einer etwa zwei Kilometer langen Wanderung, kommen wir am Wasserfall an. Da es in den letzten Tagen sehr wenig geregnet hat, stürzt heute nicht viel Wasser hinab. Dennoch ist der Torc Waterfall schön anzusehen und bietet sich an, um etwas herum zu klettern. Das überlassen wir aber ausnahmsweise heute anderen. Stattdessen erklimmen wir weiter den Berg und folgen der roten Route. Nach einer langen Wanderung kommen wir schließlich Dinis Cottage an.

Torc Waterfall

Mit dem Boot über den Muckross Lake

Auch hier haben Katharina und ich Glück. Mit einem der letzten Boote können wir über den Muckross Lake zurück zum Muckross House. Hätten wir die Boote verpasst, hätte uns ein weiterer etwa zweistündiger Marsch bevor gestanden. Und zugegebenermaßen sind wir doch inzwischen etwas erschöpft. Die Bootsfahrt ist uns da lieber. Wir lassen und weiter die Sonne ins Gesicht scheinen und genießen den Blick über den See. Die gut 15-münitige Überfahrt kostet uns jeweils 7 €. Dann geht es zurück zum Parkplatz und wieder ins The Garden’s B&B.

Mit dem Boot über den Muckross Lake

Essen, Live-Musik und Free-Wifi

Doch im B&B halten wir nur kurz inne. Katharina hatte heute nämlich die Idee, dass wir uns doch in ein Restaurant oder in einen Pub setzen können, während wir am Blog arbeiten. Schließlich hilft mir Katharina immer fleißig. Also steuern wir dieses Mal auch zum Essen The Danny Mann an. Nach einer wirklich guten Mahlzeit, hole ich also mein MacBook Air hervor und bespreche mit Katharina einige Beiträge, die wir die ganze Zeit über pflegen und über die ihr Euch nach der Reise freuen könnt.

Schließlich fangen The Moonshiners an zu spielen. Ich rufe per Face-Time einige liebe Menschen zu Hause an und lasse sie dadurch an unserem irischen Abend im Pub teilhaben. Nach ingesamt drei Stunden im Pub, verlassen wir diesen und machen es uns in unserem Zimmer bequem. Erst jetzt fange ich an diesen Artikel zu schreiben und so zieht sich der Abend doch noch etwas in die Länge. Gut, dass wir auch morgen erst wieder etwas später aufstehen wollen. Morgen fahren wir in aller Ruhe den Ring of Kerry entlang. Mal sehen, was wir auf unser Tour so alles erleben werden.

2 comments

  1. Reisebericht: 8. Tag Irland - Ring of Kerry | Jil's Blog

    […] die am Morgen hier bereits entlang geritten sind. Da wir ja aber bereits gestern einen netten Ausflug mit der Kutsche durch den Killarney National Park gemacht haben, verzichten wir auf den einstündigen Austritt, der uns 30 € gekostet hätte. […]

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  2. Reisebericht: 10. Tag Irland - Cliffs of Moher und Sheepdogs | Jil's Blog

    […] frohen Mutes starten wir zu den Cliffs of Moher. Dazu hatten wir uns ja bereits in Killarney eine Bootstour gebucht, die ab Doolin startet. Zum Glück ist Katharina eine aufmerksame Beifahrerin und fragt mich nach […]

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