Blarney's House

Reisebericht: 4. Tag Irland – Blarney’s Castle & Cork

Gut erholt, beginnen wir den Morgen in Cashel mit einem Frühstück im Gemeinschaftsraum. Dort treffen wir auf eine kleine deutsche Familie, dessen Sohn ein Jahr in Cashel an der Schule verbringen wird. Sie berichten, dass sie am Tag zuvor in Cork waren – unsere nächste Station – und geben uns den Tipp die St. Anne’s Church zu besuchen. Dort soll es ein Glockenspiel geben, dass man selbst betätigen kann und man soll ganz hoch auf den Glockenturm steigen können und so einen wunderbaren Blick über Cork haben.

Klettertour im Hore Abbey

Bevor es allerdings wieder auf wilde Fahrt geht, gehen wir noch einmal zum Hore Abbey und schießen erneut Fotos. Am Abend zuvor hatten wir noch Bilder mit dem iPhone geschossen. Die Qualität war daher eher grenzwertig. Das Motiv soll aber gebührend festgehalten werden. Nach einer kleinen „Klettertour“ durch die Ruinen bezahlen wir also unser Zimmer und fahren mit Bob zunächst zum Blarney’s Castle.

Jil und Katharina vor dem Rock of Cashel
Im Hore Abbey mit Blick auf den Rock of Cashel.

Blarney’s Castle

Dort angekommen sind wir etwas verwundert, da zunächst nichts vom Schloss zu sehen ist. Dies liegt daran, dass es riesige Gärten umgeben. Wir zahlen unsere 11,00 Euro Eintritt und machen uns auf. Unsere Begeisterung hält sich zunächst in Grenzen, als wir wieder nur eine Ruine vor uns stehen haben. Dann entdecken wir allerdings einen kleinen Eingang in die Gemäuer. Durch einen sehr niedrigen Gang, den wir nur in gebückter Haltung und teilweise auf Knien durchqueren können, dringen wir einige Meter tief in das Schloss ein. Das ist doch ganz nach unserem Geschmack – etwas Action! Außerdem folgt uns keiner, da der Weg auch nicht ganz ohne ist. Mitten drin machen wir eine kurze Pause, halten inne und trinken genüsslich unsere Heißgetränke.

Unser nächstes Ziel ist der Blarney’s Stone, der einem ewige Beredsamkeit verspricht, wenn man ihn küsst. Immer schmalere und steilere Treppenstufen führen uns an vielen kleinen und größeren Zimmern vorbei, bis wir schließlich auf der Aussichtsplattform des Schlosses angekommen sind. Todesmutig lege ich mich auf den Rücken, strecke mich über die Absperrung und küsse besagten Stein. Natürlich mit Sicherung durch einen Angestellten des Parks. Und natürlich kann ich das geschossene Foto für 10,00 Euro erwerben. Oder ich gebe mich einfach mit dem Foto, das Katharina geschossen hat zufrieden.

Anschließend schlendern Katharina und ich noch durch die Gärten. Vorbei am Hexenstein, der Hexenküche, Wasserfällen und den Wunschtreppen. Wie es die Legende besagt, gehen wir die Treppen mit geschlossenen Augen herunter und wieder rauf. Dabei denken wir nur an einen einzigen Wunsch und hoffen nun, dass er in Erfüllung geht ;-). Abschließend ist zu sagen, dass 13,00 Euro für einen vollzahlenden Erwachsenen etwas viel für diese „Attraktion“ ist, zumal auch das Blarney’s House geschlossen war. Eine Tatsache, die uns auch wieder nicht vorab mitgeteilt wurde. Sonst gerne mehr Zeit dafür einplanen, als wir es getan haben.

Cork – Die zweitgrößte Stadt Irlands

Nur wenige Minuten entfernt liegt Cork und unser nächste Schlafgelegenheit im Lisadell House. Weit vor der eigentlich Check-In-Zeit werden wir schon freundlich begrüßt und können unsere Sachen ablegen. Dann gehen wir zu Fuß in die Innenstadt von Cork. Da wir keine Karte der Stadt haben, schauen wir uns erst einmal etwas orientierungslos nach einer Touristeninformation um. Ein Reisebüro bringt uns auf die richtige Spur. In der Touristeninformation finden wir neben einer Karte auch diverse Prospekte zum Thema Whale Watching. Die nette Dame an dem Informationsschalter ruft direkt für uns bei einem entsprechenden Unternehmen an. Für eine Stunde sollen wir allerdings 50,00 Euro zahlen, was wir dankend ablehnen. Eine zweite Organisation ist leider nicht telefonisch erreichbar. Die Dame bietet uns allerdings an, später wiederzukommen und es dann nochmal zu probieren. Also gehen wir zunächst weiter durch den English Market und essen eine Schokoladenpraline.

Das Buttermuseum von Cork

Unser nächstes Ziel ist das Buttermuseum, wo wir für 3,00 Euro alles zur Entstehung von Kerrygold erfahren und uns einige Relikte anschauen können. Ansonsten ist das Museum allerdings nicht sonderlich spannend und so geht es schnell weiter zur St. Ann’s Church. Wie versprochen können wir hier tatsächlich die Glocken läuten lassen und krackseln durch den Glockenraum ins Freie. Der Weg dorthin führt jedoch über sehr schmale und steile Stufen, die nicht jedem ein Durchkommen ermöglichen. Der Ausblick ist ganz schön, wobei Cork von oben längst nicht so viel zu bieten hat wie beispielsweise New York City.

Cork von oben
Danach geht es weiter die St. Patrick’s Street entlang, wo wir in den ein oder anderen Laden kurz hineinschauen. Letztlich landen wir aber wieder in der Touristeninformation, in der wir den Whale Watching-Trip für morgen fest machen. Glücklicherweise konnte noch ein besseres Angebot dafür ergattern. Mehr dazu morgen. Abendbrot essen wir bei Scoozi, einem „Italiener“. Wir entscheiden uns für Pizza, die in 7 oder 12 Inch serviert werden. Zu der 7 Inch Pizza gibt es noch wahlweise Salat oder Pommes – klingt gut. Ist Euch bewusst, wie klein 7 Inch sind? Der winzige Salat dazu, kann die Pizza auch nicht mehr aufwerten. Hätten wir mal lieber die 12 Inch gewählt, da beides gleich überteuert ist.

Kino: We are your Friends

Den Abend schließen wir mit einem Kinobesuch ab. Wir entscheiden uns für den Film We Are Your Friends und schauen ihn uns bei freier Platzwahl mit maximal zehn weiteren Personen an. Ganz unterhaltsam, aber so richtig spannend ist der Film auch nicht. Dafür sitzen wir im Trockenen und Warmen – herrlich! Danach geht es zu Fuß zurück ins B&B, in dem wir leider feststellen müssen, dass das WLAN nicht bis in Zimmer reicht.

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