Guinness Storehouse

Reisebericht: 12. Tag Irland – Sightseeing & Guinness Storehouse

Heute Morgen haben wir seit langem mal wieder kein Frühstück inklusive und so machen wir uns als aller erstes auf die Suche nach einem geeigneten Café. So richtig zusagen, tut uns aber zunächst nichts, wird doch wie immer nur Irish Breakfast angeboten. Ich kann keine Eier mehr sehen… Auf der Suche nach Abwechslung landen wir schließlich im Fitto Cafe.

Geht niemals ins Fitto Café!

Was wir im Fitto Café erleben ist wirklich eine mittelschwere Katastrophe. Zunächst müssen wir stolze zehn Minuten warten, bis wir unsere Bestellung aufgeben können. Dann bekomme ich zehn Minuten später einen Cappuccino, obwohl ich einen Latte bestellt habe. Ohne ein Wort der Entschuldigung bekomme ich fünf Minuten später dann das richtige Getränk. Weitere 15 Minuten später kommt das Essen. Doch an Stelle von Porridge bekommt Katharina ein Parfait serviert. Essen geht also zurück – auch mein Nutella Crêpes. Genau den gleichen bekomme ich dann „warm“ gehalten nach weitern 15 Minuten wieder vorgesetzt. Dazu ist er noch knusprig. Also so, wie kein Crêpes jemals sein sollte. Mein Latte ist mittlerweile kalt und schmeckt dünn, genauso wie mein Smoothie, der auch erst nach zweiter Aufforderung serviert wird. Katharinas Porridge ist auch eher eine Milchsuppe, als dass man ihn als „cremig“ bezeichnen könnte. Und die 1,50 € für die vier Früchte darin haben sich auch so richtig gelohnt. Am liebsten würde wir gar nicht erst bezahlen, aber gegessen haben wir den, man kann es nicht anders sagen, Mist ja. Mit düsterer Miene verlassen wir das Möchtegern-Fitness Cafe und machen uns auf die Suche nach Tickets für die Hop on Hop off-Busse.

Fitto Cafe in Dublin

Hop on Hop off durch Dublin

Fündig werden wir schnell in einem Schokoladen-Café, wo wir zum 48h-Ticket für den Anbieter Dublin Sightseeing noch eine kostenlose Tafel Schokolade bekommen. Dann steigen wir in den Bus und fahren die lila Hauptstrecke entlang. Vorbei geht es zum Beispiel am Trinity College, an der National Gallery und an der St. Patrick’s Cathedral. Am Guinness Storehouse steigen wir schließlich aus und dürfen Schlange stehen. Zum Glück sind wir aber schneller als gedacht an der Kasse. Da Katharina kein Bier mag, fragt sie, ob es eventuell möglich wäre ein günstigeres Ticket zu bekommen. Dabei hatten wir an das Ticket für Studenten unter 18 jährige gedacht, stattdessen muss sie aber sogar nur den Kinderpreis zahlen. Großartig!

St. Patrick's Cathedral

Guinness Storehouse

Jil im Guinness StorehouseIm ersten Stock holen wir uns einen Audioguide, der uns durch die folgenden Stockwerte leitet und uns mit viel interessantem Input versorgt. Am Anfang werden einem die vier Hauptzutaten von Guinness näher gebracht: Gerste, Hopfen, Hefe und Wasser. Dann geht es weiter mit dem Brauprozess. Anschließend erfährt man etwas über Arthur Guinness , die Geschichte des Bieres sowie dessen Bedeutung für Dublin und Irland. Weiter geht es mit der Lagerung und dem Transport bis hin zur Bewerbung und den verschiedenen Sorten von Guinness. Zwischendurch lernen wir, wie man Guinness richtig trinkt (einatmen, trinken, ausatmen) und die verschiedenen Fassetten herausschmeckt. Ich bin also jetzt Guinness-Trinkprofi! Diese Fähigkeit stelle ich dann nochmal im siebten Stock des Gebäudes mit herrlichen Blick auf Dublin unter Beweis. Zuvor hätte ich mir auch das Bier selber zapfen können, aber die lange Schlange hat uns etwas abgeschreckt und wir wollten eh den Ausblick genießen. Eine wirklich sehr interessante Ausstellung, die die 20 € für vollzahlende Erwachsene wert ist.

Docklands

Wir beenden die  lila Tour und fahren anschließend noch die Route zu den Docklands. Irgendwie hören Katharina und ich aber kaum noch etwas anderes als „Guinness“. Die Iren lieben wirklich ihr Bier über alles und sprechen auch am liebsten die ganze Zeit darüber. Auf den Docklands wäre ich eigentlich gerne ausgestiegen, da hier Facebook und Google angesiedelt ist, aber ausgerechnet jetzt hat es angefangen zu regnen. Unser erster richtiger Regen in Irland. Nach zwölf Tagen! Verrückt, aber irgendwie jetzt auch sehr ungelegen.

Abendessen und Party-Vorbereitung

Etwas fröstelnd wärmen wir uns kurz im Hotel auf und gehen anschließend bei Toto Pizza essen. Besonders das hausgemachte Tiramisu ist aber lobend hervorzuheben. Das war wirklich ausgezeichnet! Gut gesättigt machen wir uns noch einmal auf zur O’Connell Street, da wir mir noch eine Krone kaufen wollen. Wir haben uns überlegt heute Abend noch den Hotelpub zu stürmen und dort etwas auffällig in meinen Geburtstag herein zu feiern ;-).

Im Pub angekommen werden wir „etwas“ komisch angeguckt aber herzlich begrüßt. Nach zweit Stunden Schaukelei zu bester irischen Live-Musik ist es dann so weit. Zusammen mit zwei Belgiern, zwei Holländern und einem Amerikaner zählt Katharina den Countdown. Es wird angestoßen und dann schmettert mir noch der ganze Pub ein Geburtstagsständchen – so kann es weiter gehen!

6 comments

  1. Pieter

    Dear Jil,

    How is your cat onesie? We met friday night at the o’sheas bar. One of the belgiums :-). How was the flight back to Hamburg? We left today for Eindhoven. We had a very hard flight with a lot of turbulance. How nice to read your travel stories. A specially all the attractions in Dublin.

    Antworten

  2. Jil

    Dear Pieter,
    Sure, I remember you! Our flight was quick and easy. Your German must be much better than you said, if you understand everything 😉 But I’m glad you like it. How is it like to be back?

    Antworten

    1. Pieter

      Ahhhhhgggh….It has been raining for the whole week. Back to work again. The training started again, so everything is back to normal. I always find it hard to get the rythme of normal life back after the holidays. But just a few hours and there will be time to relax during the weekend. How is life in Hamburg, the so called most beautifull city of the world ;-)?

      Antworten

  3. Pieter

    Did you recieve my (embarrassing) email?

    Antworten

  4. Sabrina

    Hey 🙂

    schöne Berichte hast du da! Ich glaube ich war im April auch in diesem Fittos in Dublin. Ist das neben dem Arlington Hotel? Weil wir mussten ebenfalls ewig warten. Die beiden Kellner haben sich lieber ewig unterhalten anstatt uns mal zu bedienen -.-

    Ich war mittlerweile 12x in Dublin und habe bisher keine Hop On Hop Off Tour gemacht. Irgendwie nicht so mein Ding, denn wenn man selbst von einer Sehenswürdigkeit zur anderen geht findet man manchmal auch noch andere schöne Sachen 😉 Vielleicht als Tip für die nächste Reise!

    Und das mit deinem Geburtstag ist echt super! Ich bin im Dezember an meinem Geburtstag auch in Dublin beim Konzert meiner Lieblingsband. Da wird mir zwar niemand ein Ständchen bringen, aber schön wird es dennoch. Wie war euer Hotel in Dublin denn?

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten

  5. Jil

    Hey Sabrina,

    ja, genau das Café war es. Find ich ja bezeichnend, dass Du auch so negative Erfahrungen damit gemacht hast. Dabei sind die Bewertungen bei TripAdvisor so gut :/

    Hop On Hop Off kostet in Dublin ja auch echt nicht viel. Das lohnt sich schon finde ich. Wir haben da auch so „Wickingerboote“ gesehen, die wohl auch tatsächlich ins Wasser fahren. Wäre auch spannend gewesen. Aber da hatten wir leider schon unsere anderen Tickets. Vielleicht hast Du ja Lust die Tour mal auszuprobieren 😉

    Ja, das mit meinem Geburtstag war echt genial. Das Hotel war so „naja“. Etwas schmuddelig, aber letztlich hat es fürs Übernachten gereicht und der Pub mit Restaurant unten war natürlich eine super Sache für den kurzen Absacker am Abend. Die O’Connel Street war auch gleich um die Ecke. Von daher ganz gut! Und besonders gut, dass die ein paar bewachte Parkplätze haben. Das ist ja immer eher schwierig in Dublin zu finden. Aber eigentlich braucht man ja auch wirklich kein Auto da. Ist ja alles wunderbar fußläufig erreichbar ;). Die Gegend um das O’Sheas wirkte durchaus noch sicher (soll ja ab nördlich der O’Connel Street nicht unbedingt gewährleistet sein) – wir hatten also keine Probleme. Und entgegen der Beiträge bei Booking.com hatten wir wunderbaren WLAN-Empfang, obwohl wir gefühlt nur durch einen Flur in einem Nebengebäude untergebracht waren :D.

    Ich wünsche Dir gaaaaanz viel Spaß im Dezember. Welche Band hörst Du dir denn an? 🙂

    Viele Grüße,
    Jil

    Antworten

Kommentar verfassen