Cliffs of Moher

Reisebericht: 10. Tag Irland – Cliffs of Moher und Sheepdogs

Nach einer sehr durchzechten Nacht, quäle ich mich heute so richtig aus dem Bett. Unser Hotel The Boutique liegt wohl tatsächlich an einer Partymeile in Limerick, an der selbst an einem Dienstag noch bis spät in die Nacht die Puppen tanzen. Doch auch nach der lauten Musik wache ich leider immer wieder auf. So starte ich leider etwas grimmig in den Tag, der unerträgliche Kaffee zum Frühstück steigert meiner Laune dabei nicht.

Die Fahrt zu den Cliffs of Moher

Cliffs of MoherEgal, frohen Mutes starten wir zu den Cliffs of Moher. Dazu hatten wir uns ja bereits in Killarney eine Bootstour gebucht, die ab Doolin startet. Zum Glück ist Katharina eine aufmerksame Beifahrerin und fragt mich nach unserem Tankstand. Und tatsächlich wenige Kilometer später macht es *pling* und wir befinden uns im roten Bereich. Die nächste Tankstelle ist allerdings nur eine privat geführte, da fahren wir lieber weiter. Die nächste ist dafür zu teuer. Na ja, es sind nur noch 14 Kilometer bis Doolin und da wird es schon eine Tankstelle geben. Und dann das: „Road closed“! Zum Glück rase ich nicht mit 100 km/h, die an dieser Stelle erlaubt sind, auf die plötzliche Absperrung nach einer Kurve zu und kann beruhigt der Umleitung folgen. Diese stellt sich aber als eine der engen kleinen Landstraßen heraus, die es hier zu Hauf gibt. Tankstelle – Fehlanzeige. Auch die Kilometerzahl bis zum Ziel sinkt nicht, sondern steigt! So langsam kommen wir ins Schwitzen. Doch dann erblicken wir ein kleines Dorf in der Ferne. Dort wird es schon eine Tankstelle geben. Wir fahren also durch die kleine Ortschaft und schauen links und rechts. Aber nichts! Erst im letzten Moment, bevor wir das Dorf wieder verlassen, sehen wir eine einzelne Zapfsäule. Ich ziehe rechts rüber und schon kommt der zugehörige Bauer dazu und füllt mir meinen Tank auf. Glück gehabt!

Die Cliffs of Moher – unverhofft nah!

Schließlich fahren wir doch noch heil und sicher auf den Parkplatz des Ablegers zu den Cliffs of Moher-Touren. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, werden wir schon wild und hektisch von zwei Männern heran gewunken, obwohl unsere Fahrt erst in einer Stunde startet. Katharina und ich holen also in aller Ruhe unsere Tickets ab und erkunden die Umgebung. Die Wellen schlagen hier überraschend hoch, haben wir die ganzen Tage doch einen eher ruhigen Atlantik gesehen. Auch können wir dem Wasserspiegel beim Steigen zu sehen. Cliffs of Moher

Als wir schließlich auf dem Boot Platz nehmen, freuen wir uns, als wir uns den Klippen zu unsere Seite gerichtet nähern. Leider steht die Sonne genau über den Cliffs of Moher, sodass es schwer ist wirklich gute Fotos zu schießen. Eine Tour am Nachmittag wäre daher wahrscheinlich noch besser gewesen. Als wir uns dann allerdings drehen und die Klippen noch einmal sehr langsam und sehr nah abfahren, ist die Lichtsituation zumindest etwas besser. Für Fotos sitzen wir aber natürlich jetzt auf der falschen Seite. Nichtsdestotrotz können wir die atemberaubende Klippen bestens sehen und sie schon fast berühren. Ein Ort an dem man Harry Potter und Albus Dumbledore schon fast sehen kann. Hier wurde schließlich die Szene zum Eingang zu Voldemords geheimen Höhle gedreht im 6. Teil Harry Potter und der Halbblutprinz. Nach einer Stunde Schaukelei laufen wir wieder am Pier ein und sind froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Caherconnell Fort

Auf dem Weg nach Galway machen wir einen kleinen Umweg zum Caherconnell Fort, wo wir uns doch noch eine Sheepdog Demonstration anschauen wollen, nachdem wir auf dem Ring of Kerry nicht fündig wurden. Da wir dafür aber etwas früh dran sind, wärmen wir uns mit einem Heißgetränk im Café auf. Doch auch das ist schnell ausgetrunken und so laufen wir etwas zwischen Parkplatz, Kuhwiese und Café hin und her. Das Warten hat sich allerdings bereits in dem Moment gelohnt, als wir die niedlichen Hütehunde erblicken. Die vierjährige Lee und die eineinhalbjährige Linn werden uns heute ihr Können zeigen. Die achtjährige Sally hingegen ist bereits in Rente und leistet uns am Gitter Gesellschaft. Geschickt holt sie sich dabei einige Streicheleinheiten der Besucher und vor allem von mir ab. Lee und Linn hören sowohl auf Sprach- sowie auf Pfeifkommandos. Dabei können sie separat vom Schäfer gesteuert werden. Das ein oder andere Manöver klappt aber nicht so recht auf Anhieb. Was für uns allerdings sehr erheiternd ist.

Als alle Schafe zu uns hochgetrieben wurden, gibt es noch eine kleine Informationsstunde zu den verschieden Schafarten, die in Irland zu finden sind. Sehr interessant, aber fragt mich jetzt bitte nicht mehr, wie welches Schaf genau heißt ;). Amüsant ist dabei jedoch vor allem der Bock, der Linn anmäht und die Zunge rausstreckt. Köstlich! Wir bedanken uns für die wunderbare Vorstellung und ziehen weiter.

Abendessen in Galway

Das West Wind B&B, in das wir heute Abend einkehren, ist nur ca. 12 Minuten Fußweg von der Innenstadt Galways entfernt und so ziehen wir nach einem kurzen Check-In schon wieder los. Wir merken sofort, dass diese Stadt deutlich moderner ist, als alle die wir bisher gesehen haben. Vor allem aber ist sie jung. Noch nie haben wir so viele junge Menschen auf einen Haufen gesehen. Die Reiseführer hatten also recht. Nach etwas Bummelei lockt uns The Front Door zu sich hinein und so essen wir dort Salat und erneut Pasta zum Abendbrot. Bis auf das etwas zu säuerliche Dressing sind wir überraschend angetan und so gehen wir gut gesättigt zurück in unser B&B.

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