Reisebericht: 1. Tag Irland – Anreise und Kilkenny

Am 3. Juni diesen Jahres habe ich es ja bereits angekündigt: Es geht nach Irland! Und heute ist es schließlich so weit. Katharina und ich beginnen unseren zweiwöchigen Tripp durch Süd-Irland. Kurz vor unserem Reiseantritt haben wir aber doch noch Hotels über Booking.com vorgebucht, da eine Kollegin von mir meinte, die gerade selbst in Irland war, dass die Hotels vor Ort wesentlich teurer sind. Bei der Buchung stellten wir dann noch zusätzlich fest, dass bereits viele Hotels ausgebucht sind. Also, alles richtig gemacht!

Start mit einer Stunde Verspätung

Fast pünktlich um kurz nach 09:00 h, treffe ich Katharina am Hamburger Flughafen, von dem aus wir nach Dublin starten wollen. Doch wie sollte es auch anders sein, erfahren Katharina und ich bei der Gepäckabgabe, wir hatten schon am Tag davor eingecheckt, dass unser Flug bereits 30 Minuten Verspätung hat. Also gehen wir ganz gemütlich zu unserem Gate B32 und setzen uns mit den anderen Aer Lingus-Passagieren in den Wartebereich. Es ist 10:30 h und damit unsere eigentliche Abflugzeit, als wir unser Flugzeug ankommen sehen. Erstaunlicherweise geht das Betanken, Beladen und Reinigen aber recht schnell uns so sind wir immerhin gegen 11:30 h in der Luft.

Aer Lingus

Ankunft in Dublin

In Dublin angekommen, müssen wir ungewöhnlicherweise durch noch eine Passkontrolle und können schließlich unser Gepäck abholen. Als ich dann den Voucher für unseren Mietwagen herausholen möchte, bekomme ich einen kleinen Herzinfarkt. Ich habe alle Reservierungen etc. ausgedruckt, nur der Voucher fehlt… Etwas verunsichert gehen wir also an den Schalter von unserem Mietwagen Thrifty und erklären die Situation. Scheint aber komplett egal zu sein, man findet mich im System und damit geht es für uns weiter zum eigentlichen Mietwagenverleihschalter. Dafür geht es für uns mit einem Shuttelbus zu einem großen Parkplatz etwas außerhalb des Flughafengeländes. Dort dürfen wir dann schön in einer Reihe anstehen und warten. Aber, hey wir haben Urlaub! Als wir endlich dran sind, möchte uns die Autovermieterin noch einen Diesel andrehen für einen Aufpreis von 80 €. Schließlich sei Diesel so viel günstiger in Irland als Benzin. Der Unterschied liegt bei etwa 20 ct pro Liter. Wir sagen also lohnt sich nicht und bleiben beim kleinen roten VW Up. Kurz noch Schäden geprüft und einen nachgemeldet, dann geht es los in den wilden Linksverkehr!

“Jil, gleich fährst du gegen den Kantstein!”

Der Linksverkehr ist wirklich ungewohnt. Aber bis auf ein paar Aufmerksamkeiten von Katharina oder der lauten linken Straßenmarkierung, komme ich erstaunlich gut zu Recht. Besonders das Schalten mit der linken Hand ist ungewohnt und birgt zunächst eine leichte Unsicherheit. Außerdem besteht die gesamte irländische Straßenführung anscheinend nur aus Kreisverkehren. Und dann schalte mal vom ersten in den zweiten Gang und setze dann noch schnell mit der linken Hand den Blinker. Liebe Iren, das habt ihr nicht gut durchdacht!

Der kleine Hunger zwischendurch

Auf unserem Weg nach Kilkenny bekommen wir allmählich etwas Hunger und so beschließen wir einen kleinen Abstecher zu McDonalds zu machen. Dabei landen wir in einem kleinen Städtchen namens Carlow und kaufen erstmal bei Aldi Wasser und Früchte ein. Als wir schließlich bei McDonalds am Fenster Platz nehmen, betreiben wir erheitertes People Watching. Fazit: Wir sind immer noch für Schuluniformen auch in Deutschland, Carlows Einwohner sind gut genährt und alternativ scheint “in” zu sein.

Kilkenny oder auch Kill Kenny

Auf dem weiteren Weg nach Kilkenny erfahren wir im Radio endlich, wie man die Stadt richtig ausspricht. Meine Reaktion darauf: “Wie bei Southpark – Kill Kenny!” Wie wir später in einem Kramladen in Kilkenny feststellen, bin ich aber wohl nicht die erste, die darauf kam. Zu diesem Thema gibt es T-Shirts, Magneten und vieles mehr.

Breagagh View B&B

Breagagh View B&B in Kilkenny

Aber zurück zu der Stadt Kilkenny: Als erstes checken wir in unser schnuckeliges B&B ein. Hier haben wir ein kleines Zweibettzimmer und freuen uns jetzt schon auf unser Frühstück im rosa Esszimmer. Wir bekommen schließlich unser Ei so zubereitet, wie wir es gerne hätten. Besonders schön ist, dass man an den Fotos an der Wand sieht, dass hier wirklich eine Familie haust und Gastgeber ist.

Kilkenny Castle Yard und mehr

Zu Fuß erobern wir die Innenstadt von Kilkenny. Dabei schauen wir uns das Schlossgelände an und viele andere Sehenswürdigkeiten von außen an. Leider ist alles, was man hätte begehen könnte, bereits geschlossen. Egal, das Wetter ist schön und die Gebäude beeindrucken schließlich auch von außen.

Kilkenny Castle

Dinner im Kyteler’s Inn

Zum Abschluss des Abends besuchen wir das Kyteler’s Inn. Die Lokalität gehörte ursprünglich Alice Banker, die der Hexenkraft beschuldigt wurde und nur knapp nach England flüchten könnte. Eine Bronzestatue erinnert noch heute an die Hexe. Ansonsten ist das Kyteler’s Inn aber ein uriges Irish Pup, dass mit Live-Musik für Stimmung sorgt. Während wir also genüsslich essen, fragt der Musiker alle Gäste woher sie stammen und so stellt sich heraus, dass in den Pub Deutsche, Amerikaner, Franzosen, Australier und noch einige andere Nationalitäten vertreten sind. Schließlich bittet er einige Gäste dazu mit ihm zu musizieren und so wird es ein lauschiger Abend. Katharina und ich sind allerdings trotz relativ kurzer Reisezeit schon etwas reisemüde und so machen wir uns auf den “Heimweg”. Zurück im B&B planen wir den nächsten Tag und gehen fröhlich und erschöpft schlafen.

Live-Musik im Kyteler's Inn

One comment

  1. Tini

    Hej Trinie, hej Jil,
    ich wünsche euch ganz viel Spaß in Irland und hoffe, dass ihr tolle Sachen erlebt und heil wieder zuhause ankommt. Liebe Grüße Tini 🙂

    Antworten

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