Jung und Frech

Burgerkritik: Jung & Frech

Auf der Suche nach neuen Burger-Restaurants, die ich genauer unter die Lupe nehmen kann, hat mir ein Arbeitskollege das Jung und Frech in der Schanze empfohlen. Er ist schwer begeistert. Mal sehen, ob Arne und ich seine Begeisterung teilen können.

Adresse: Schulterblatt 45, 20357 Hamburg
Besuch am: 23.08.15

Die Location

4 von 5 Burgern

Die Location ist mit dem Standort auf dem Schulterblatt natürlich ideal für alle Schanzengänger gelegen und so auch mit etwas Fußweg von der U- und S-Bahn Sternschanze leicht zu erreichen. Parken ist natürlich je nach Tag und Uhrzeit etwas schwieriger. Bei gutem Wetter bietet es sich an, draußen oder – wie wir es getan haben – direkt an den geöffneten Türen zu sitzen. Das Innenleben ist modern und gemütlich gestaltet. Typisch Burger-Restaurant, hat auch Jung und Frech eine offene Küche. Großen Leinwänden und Sky sei Dank, können wir noch die letzte halbe Stunde vom Fußballspiel RB LeipzigSt. Pauli sehen und jubeln mit dem ganzen Schulterblatt, als der Abpfiff ertönt und Pauli gewinnt.

Jung und Frech am SchulterblattApropos Schulterblatt, was mir nicht so gut gefällt ist, dass immer wieder „Straßenmusiker“ auftauchen und uns mit ihrer „Musikalität“ beglücken. Anschließend gehen diese dann von Tisch zu Tisch und fordern penetrant Geld für ihre Darbietung. Schanzen-Charme auf den ich gerne beim Essen verzichten kann. Auch schade ist, dass die Toiletten simpel und nicht dem Thema der Bar angepasst ist.

Jung und Frech direkt am Schulterblatt

Das Essen

4 von 5 Burgern

Im Jung und Frech merkt und vor allem schmeckt man, dass das Fleisch von ausgezeichneter Qualität ist und frisch verarbeitet wird. Dafür ist das Fleisch allerdings so dominant im Geschmack, dass andere Komponenten des Burgers untergehen können. Bei meinem Caesar’s Burger habe ich den Salat, die Soße und den Parmesan nur dazu geschmeckt, wenn diese bei dem Bissen wirklich reichlich vorhanden waren. Was auch etwas missfallen hat, sind die Schinkenwürfel bei Arnes Mushroom Bacon Burger. Unter Bacon verstehen wird eigentlich Baconstreifen… Als Beilagen hatte ich frisch frittierte Kartoffelwürfel und Arne Süßkartoffelspalten, die beide ganz lecker waren, aber etwas mehr Salz hätten vertragen können.

Burger im Jung und Frech
Insgesamt also leckeres Essen, das durch bessere Verarbeitung noch etwas aufgewertet werden könnte. Dazu sei angemerkt, dass die Zubereitung am Nachbartisch wohl reichlich daneben gegangen ist. Der Gast hat sich über einen sehr harten Patty beschwert, der kaum genießbar war und so zur Hälfte auf dem Teller liegen blieb.

Der Service

1,5 von 5 Burgern

Der Service hat es leider wieder einmal geschafft, insgesamt ein eher negatives Bild vom Jung und Frech in meinem Kopf abzuspeichern. Da wir gegen 15:00 h im Restaurant ankamen, war das Mittagsgeschäft bereits abgewickelt und somit übersichtlich viele Gäste im Restaurant. So haben wir auch schnell eine Karte gereicht bekommen und konnten nach einer kurzen Wartezeit bestellen. Auch die Burger standen bereits wenig später auf unseren Tischen.

Pauli gucken im Jung und Frech
Für die Frage, ob alles in Ordnung sei oder ob wir noch etwas zu Trinken haben möchten, blieb allerdings keine Zeit. Das ist aber halb so wild, haben sie sich doch beim Abräumen erkundigt. Dann gehen aber schließlich die Probleme los. Wir wollen zahlen und müssen, wie sollte es auch anders sein, zunächst auf die Rechnung warten. Als wir sie schließlich haben, besprechen Arne und ich, wie viel Trinkgeld wir geben wollen. Wir landen schließlich bei insgesamt 33,00 €. Dabei werde ich stutzig, hatte ich doch kurz vorher erörtert, dass wir ausnahmsweise unter 30,00 € bleiben werden. Ein Blick auf die Rechnung verrät mir, dass uns zwei Getränke zusätzlich in Rechnung gestellt wurden. Wir versuchen also unseren Kellner heran zu winken, um den Irrtum aufzuklären. Mit Schweiß auf der Stirn entschuldigt dieser sich für seinen Fehler und geht die richtige Abrechnung holen. Das dauert allerdings etwas. Noch länger dauert es aber, bis er wiederkehrt, um die Bezahlung anzunehmen. Letztlich hat der gesamte Bezahlprozess mindestens so lange, wie das Essen an sich gedauert. Eine völlig unnötige Unverschämtheit. Auch negativ ist, dass man im Jung und Frech nur bar bezahlen kann und Gäste ohne Bargeld an die Haspa gegenüber verwiesen werden. Schade nur, wenn man kein Haspa-Kunde ist. Wir hatten zum Glück genügend Bargeld dabei…

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

3.5 von 5 Burgern

Ich hätte hier wirklich sehr gerne, mehr Punkte vergeben, da man für 10,50 € einen leckeren Burger inklusive einer Beilage nach Wahl im Jung und Frech bekommt. Auch die Getränke mit 2,60 € für eine Fitz Cola sind absolut im Rahmen. Dennoch muss ich dank der schlechten Serviceleistung Abstriche machen. Diese haben sich schließlich auch im Trinkgeld widergespiegelt. Nach der langen Wartezeit haben wir das Trinkgeld um einen Euro gekürzt und haben so 29,00 € im Jung und Frech gelassen.

Mein Fazit

Mir graut es wirklich davor zum Mittags- oder Abendgeschäft erneut das Jung und Frech zu besuchen, da ich mir nicht sicher bin, ob die Servicekräfte mit noch mehr Gästen fertig werden. Dennoch gebe ich dem Grill gerne noch eine zweite Chance. Das Essen war schließlich gut und jeder erwischt ja mal einen schlechten Tag ;).

Punkteübersicht von Jung & Frech

4 von 5 Burgern – Location
4 von 5 Burgern – Essen

1,5 von 5 Burgern – Service
3.5 von 5 Burgern – Preis-Leistung

Gesamtwertung: 13 von 20 Burger

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