Bouldern im FLASHH

Fintess: Bouldern in Bahrenfeld

Bouldern ist eine Sportart, mit der ich das erste Mal in der Schule in Berührung kam. Ja, wir am Gymnasium Kaltenkirchen haben tatsächliche eine Boulder- und Kletterwand. Damals hat es für mich über ein großzügiges „gut“ nicht hinausgereicht. Zeit, dem Bouldern eine zweite Chance zu geben!

Boulder Spot – FLASHH

Zusammen mit Arne und Axel geht es also nach Bahrenfeld zur Indoor-Boulderhalle von FLASHH. Nach einer kurzen Registrierung am bereitstehenden PC, geht es an den Tresen. Für einen ganzen Tag Bouldern inklusive Leihschuhe zahle ich als Studentin 12,50 Euro. Für ein Schloss sollen wir ein Euro mehr zahlen, daher verzichten wir – geizig , wie wir sind – darauf und nehmen unsere Taschen nach dem Umziehen mit auf das Gelände. Immerhin zahlt Arne noch die 2,00 Euro für Chalk, der den Halt an der Kletterwand verbessern soll.

Der vordere Bereich der FLASHH-Boulderhalle

XXL-Boulderhalle für Hamburg

jilsblog-bouldern-jilUns erwarten im FLASHH eine Grundfläche von 2.000 m² sowie 1.350 m² Kletterwand mit ca. 200 Boulder-Routen. Dazu gehören auch eine Wettkampfwand und ein Kinderbereich. Wir bleiben allerdings nur im vorderen Bereich, der für Einsteiger gedacht ist, und versuchen uns zunächst an den „einfachen“ Schwierigkeitsstufen weiß und gelb. Während Arne bereits seine eigenen Boulder-Schuhe hat, sind es für Axel und ich die ersten Boulder-Versuche seit Jahren. Dementsprechend sind die Anfänge auch etwas schwierig. Arne tanzt uns daher fleißig die Routen vor und wir versuchen sie nach zu klettern. Das gelingt manchmal ganz gut, manchmal aber auch gar nicht. Was Arne mit seine Größe wett macht, muss ich mit nicht vorhandener Kraft ausgleichen.

Fortschritt? Jain…

Nachdem ich fröhlich die weißen Routen erklimme, probiert sich Axel bereits mehr und mehr an den gelben Routen. Nach zwischenzeitlicher Resignation meinerseits überhaupt mal einen gelben Parkour zu bewältigen, motivieren mich die Jungs neu und so meistere ich dann doch noch die ein oder andere gelbe Streck – längst aber nicht alle. Zu meiner fehlenden Körpergröße kommt nämlich leider noch hinzu, dass keine passenden Boulder-Schuhe für mich verfügbar sind. Die Schuhe fallen extrem klein aus, was auch nötig ist, damit man auch auf den kleinen Haltern den nötigen Grip hat. Mein erstes Paar war allerdings wirklich zu klein, was mir mein bereits leicht blutender großer linker Zeh verraten hat. Das zweite Paar wiederum ist etwas zu groß, da die Zwischengröße vergriffen ist. Aber lieber schmerzfrei klettern und weniger schaffen, als blutende Zehen.

Axel am Klettern

Die Boulder-Gemeinschaft

Axel am Boulder und Arne gibt AnweisungenWas wirklich toll ist, ist die Gemeinschaftsdynamik, die beim Bouldern entsteht. Während Arne sich an einer grünen Strecke (3. Schwierigkeitsstufe) probiert, schauen Axel und ich zwei anderen Bouldern zu, die eine besonders knifflige Route klettern. Schließlich stößt auch Arne wieder zu uns und man versucht sich gegenseitig Tipps zu geben, wo man welchen Fuß und welche Hand am besten platzieren muss. Schließlich kommt man auch so ins Gespräch über Bouldern, Boulder-Kurse und natürlich Gott und die Welt. Arne wird schließlich als Schummler deklariert, da seine Größe ihm mal wieder zu Gute kommt und er den Kurs letztlich packt. Axel schafft ganze zwei Schritte und ich hänge mich kurz in die Startposition. Doch hier wird niemand ausgelacht, sondern sich nur gegenseitig motiviert, was wirklich großartig ist. Leute wie Arne werden natürlich nur mit einem Augenzwinkern des Schummelns angeklagt ;).

Mein Fazit zum Bouldern

Bouldern bringt definitiv Spaß und ist eine tolle Alternative zum drögen Fitnessstudio-Sport. Der Muskelkater am Folgetag verrät mir, dass meine Muskeln ordentlich gearbeitet haben, und so bin ich mir sicher, dass Bouldern dauerhaft sämtliche Körperregionen stärken kann. Hier ist nämlich voller Körpereinsatz, Kraft und Balance gefragt. Wenn ich sehe, dass manch ein Boulderer wirklich kopfüber an den Kletterwänden hängen, bin ich schwer beeindruckt.

Dennoch denke ich persönlich nicht, dass ich mich so richtig für den Sport begeistern könnte. Mir fehlt da einfach die Ausdauer und der Ehrgeiz schwierige Strecken zu bezwingen. Außerdem tuen mir die Hände nach 1,5 Stunden bouldern einfach furchtbar weh und die Fingernägel haben, Abrutschen sei dank, extrem gelitten (ich weiß, Mädchen-Kommentar!). Trotzdem hatte ich viel Spaß und komme gerne noch einmal mit, wenn die Jungs wieder zum Bouldern auffordern!

One comment

  1. Fitness: FitJUMP im Jump House Hamburg | Jil's Blog

    […] ist für mich die perfekte Abwechslung im Trainingsalltag. Ähnlich wie Bouldern oder Stand Up Paddling ist dies, in meinen Augen, etwas Besonderes, dass ich gerne hin und wieder […]

    Antworten

Kommentar verfassen