Filmkritik: Minions

Filmkritik: Minions

Die Minions sind zurück! Dieses Mal mit ihrer ganz eigenen Geschichte vom Urknall bis zum Zeitalter von Gru.

2.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Seit an Beginn der Zeit folgen die Minions den größten, gefährlichsten und gemeinsten Wesen, die es auf der Welt gibt. Doch leider kommt es immer wieder zu kleineren oder größeren Unfällen bei denen ihre Bosse sterben. So fällt der T-Rex aus Versehen in einen Vulkan und sie bringen Dracula unbeabsichtigt zu einer Geburtstagsfeier mit Sonnenlicht um. Nachdem auch Napoleon ein jähes Ende durch die Minions ereilt, flüchten die gelben Wesen in eine Eishöhle. Doch nach ein paar Jahren des Glücks, beginnen sich die Minions zu langweilen. Sie brauchen wieder einen Boss, denen sie nacheifern und dienen können. Also nehmen Kevin, Stuart und Bob es in die Hand einen eben solchen zu finden.

Ihr Weg führt die drei schließlich nach Orlando zur Villian-Con. Dort gelingt es ihnen in die Gunst von der Superschurkin Scarlet Overkill zu stehen. Zusammen reisen sie nach England, um die Krone der Königin an sich zu reißen. Doch typisch Minions geht auch dieser Plan nicht so ganz auf und so schwört sich Scarlett plötzlich auf Rache gegen die kleinen gelben Wesen ein.

Mein Fazit

Ganz ehrlich – leider langweilig! Ja, der Film ist niedlich und lustig, aber ein wirklicher Brüller war leider nie dabei. Und dank des Marketing-Overkills im Vorfeld hat man die besten Szenen aus dem Film bereits in diversen Trailern und Werbespots gesehen. Spannung kommt nie so recht auf. Ich hatte das Gefühl, dass das Einzige, was ich noch nicht über den Film vorher wusste ist, wie sich die Minions von Scarlett Overkill trennen und letztlich bei Gru landen. Und dieser Part, war zwar der Hauptpart der Geschichte, jedoch durch immer wieder sehr ähnliche Handlungsstränge weder sonderlich spektakulär, noch überraschend. Die Minions machen eine Dummheit, dann passiert die nächste, bis schließlich das pure Chaos ausbricht. Nach diesem Schema leben die Minions bereits seit Jahrtausenden und so passiert es auch im Kinofilm immer und immer wieder. Wirklich schade. Ich hatte mir da mehr erhofft.

Too much „Banana!“

Auch die zunächst niedliche Sprache der Minions nervt irgendwann etwas, da man einfach nur bruchhaft versteht, was die Minions da von sich geben und vor allem was sie damit meinen. Der Sprachanteil der Menschen ist verschwindend gering. Also besteht ein Großteil des Filmes aus unverständlichem Gebabbel. Um das noch einmal deutlich zu machen, habe ich nie erwartet, dass die Minions auf einmal normal sprechen können, das wäre schließlich auch mehr als irrsinnig. Dennoch ist mir das Gebabbel auf 91 Minuten verteilt einfach zu viel. Die Minions „funktionieren“ wunderbar in kurzen Szenen, Spots und Kurzgeschichten – so geballt finde ich sie allerdings etwas anstrengend.

Für Kinder top

Nichtsdestotrotz ist es ein sehr zauberhafter Kinderfilm, den man sich trotz allem gerne anschauen kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Ich – Einfach Unverbesserlich Filme deutlich unterhaltsamer und vor allem spannender finde. Vielleicht gefällt mir deswegen der Abspann des Filmes auch mit am besten. Auch haben diese Animationsfilme mehr Tiefe und eine Message, die mir bei den Minions weitesgehend fehlt.  Für Kinder ist der Minions-Film denke ich aber bestens geeignet. Also gilt für Familien mit Kindern unbedingt: Ab ins Kino!

Mein Tipp für Euch

Der Hype rund um die Minions ist leider nicht ganz gerechtfertigt. Ein Kinobesuch ist wirklich nicht zwingend notwendig. Wer es also abwarten kann, sollte auf den Blu-ray-Release oder auf eine Free-TV-Premiere warten. Ob man den Film nun auf Englisch oder auf Deutsch guckt, ist durch den geringen Sprachanteil, den man verstehen kann, auch eher irrelevant. Also können auch OV-Liebhaber wie ich ausnahmsweise auf eine Originalton-Vorstellung verzichten.

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Trailer zu „Minions“

 

7 comments

  1. Oliver

    Ich kann das Fazit nur bedingt nachvollziehen:
    01.) Muss man sich ja nicht jeden Trailer ansehen, der einem vorgesetzt wird. Zumal die Trailer insgesamt vielleicht 10 Minuten von knappen 100 Minuten Spielzeit ergeben und vieles eben nicht gezeigt wurde. Die Trailer haben zumeist vielmehr den Anfang des Filmes abgedeckt.
    02.) Ist es mir vollkommen unverständlich, dass die Sprache der Minions nervt, wenn man sich nach
    2 „Ich einfach unverbesserlich“-Filmen, in denen die Minions meines Wissens nie ein „normales“ Wort über die Lippen gebracht haben, auf den Minions-Film gefreut hat. Gut, diesmal mussten Sie einen ganzen Film tragen und man hat Kunstsprache und Wörter vieler verschiedener Sprachen zusammengewürfelt, aber im Großen und Ganzen war das genau der Stil der Minions der sonstigen Filme. Dass sie nun geschliffenes Hochdeutsch reden sollten, erwartete ernsthaft wohl niemand. Da ide Minions die Hauptrolle spielen sind auch die anderen Figuren Nebendarsteller… Und außerdem konnte man den „Minions-Dialogen“ doch recht gut folgen und aus der Geschichte erkennen. Es ist schließlicher kein dialoglastiger französischer Nouvelle-Vague-Film.
    03.) Bin ich irritiert, dass ein „kangweiliger“ Film „lustig“ ist. Ich empfinde lustige Filme als unterhaltend – was langweilig ausschließt – oder langweilige Filme nicht lustig!… Auch empfehle ich langweilige Filme nicht als „zauberhafte Kinderfilme“.

    Sichlich, der Hype war ziemlich überzogen, auch wenn man in Berlin eine ganze U-Bahnstation nur mit diesen knubbeligen Kerlchen ausgestattet hat! Sicherlich hätte man mehr „Innovationen“ erwarten können, doch erhlich gesagt, „Ich einfach unverbesserlich“ waren jetzt auch keine revolutionären Filme!

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    1. chilljil

      Lieber Oliver,

      danke für Dein Feedback. Zu erstens muss ich sagen, dass es mir sehr schwer viel Trailern etc. auszuweichen, da sie einfach allgegenwärtig waren. Und ja ich gebe Dir Recht, dass hauptsächlich der Anfang gezeigt wurde, aber eben auch mehr.

      Zu zweitens ist das Motto: Die Masse macht’s! Bei den kurzen Szenen und Einspielern ist die Sprach natürlich niedlich und ich würde niemals erwarten, dass sie Hochdeutsch reden oder ähnliches. Wäre ja auch vollkommener Blödsinn. Aber über 91 Minuten gestreckt, ging es mir langsam auf die Nerven.

      Und zu guter Letzt sind die Minions einfach lustig und der Film ist insgesamt amüsant aber es fehlt an Spannung, überraschende Wendung und ähnlichem. Daher ist der Film im ganzen betrachtet eher langweilig. Für Kinder hingegen ist der Film aber super geeignet und damit ein „zauberhafter Kinderfilm“ – mit der Betonung auf „Kind“. Daher trotzdem die Empfehlung! Mir als erwachsener Mensch war dieser Film zu kindlich, wenn man es so will. Das erging mir bei den „Ich einfach unverbesserlich“-Teilen nicht so. Die geringere „Dosis“ an Minions finde ich hier einfach angenehmer, denn in kurzen Sequenzen sind sie einfach unschlagbar witzig und knuddelig! Ich liebe die kleinen gelben Viecher – aber in der Masse war das einfach zu viel des Guten.

      Ich hoffe Du kannst mein Fazit jetzt besser nachvollziehen. Aber das repräsentiert auch nur meine persönliche Meinung. Jeder empfindet es anders 🙂

      Viele Grüße
      Jil

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  3. ChristinaMarie

    Hi Jil,

    ich bin gerade auf der Suche nach dem Start des neuen Minion-Film und bei meiner Suche auf Deine Seite gestoßen. Ich hab schon gelesen, dass 2017 wohl ich einfach unverbesserlich 3 kommen soll, weisst Du vllt, wann die Minions folgen?

    LG
    Christina-Marie

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    1. Jil

      Hey Christina-Marie,

      der Start von Minions 2 steht laut meiner Information offiziell noch nicht fest. Es wird aber gemunkelt, dass er im Sommer 2018 in die Kinos kommen soll!

      Viele Grüße
      Jil

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