Unistress: Es wird wieder gelernt!

Es ist wieder soweit: Das Sommersemester 2015 an der Hochschule Fresenius nähert sich dem Ende! Endlich! Nur noch etwas mehr als ein Jahr berufsbegleitendes Studieren und dann hat die Freiheit mich (hoffentlich) wieder. Zumindest sollte ich dann mein Bachelorzeugnis in den Händen halten. Doch bis es soweit ist, heißt es für mich und meine Kommilitonen wieder “Lernen, bis der Kopf brummt!”

Wie man lernt zu lernen

Nach 13 Jahren Schule, 2,5 Jahren Berufsschule und inzwischen 2,5 Fachhochschule habe ich inzwischen gelernt zu lernen und möchte hier mit Euch ein paar Lerntipps teilen. Gleichzeitig möchte ich aber auch damit ankündigen, dass ich mich in den nächsten vier Wochen vermutlich von meinem Blog etwas zurückziehen muss. Das Lernpensum ist dieses Jahr mit meinem Schwerpunkt “Online Management” immens.  Zwar kann ich viel Gelerntes direkt in diesem Blog ausprobieren und umsetzen, dennoch nimmt auch die Theorie einen Großteil der Vorlesungsinhalte ein. Und so muss ich mich jetzt vor meine Unterlagen setzen und diese bestmöglich verinnerlichen.

Tipp 1: Frühzeitig anfangen

Schon tausend Mal gehört, ist dieser Punkt einfach das A und O beim Lernen: frühzeitig anfangen. Vor allem, wenn Du dauerhaft Dein Wissen festigen möchtest, solltest Du bereits während des Semesters anfangen Vorlesungsinhalte zu wiederholen. Schaffst Du das zeitlich nicht, dann stell auf jeden Fall sicher, dass Du nicht erst eine Woche oder gar nur wenige Tage vor der Prüfung anfängst zu lernen. Sonst droht neben schlechten Noten auch das sogenannte “Bulimielernen”. Die Lerninhalte werden für das Examen kurz aufgenommen und dann wird das Wissen wieder ausge*****. Davon hast Du also langfristig gesehen überhaupt nichts. Also lieber vor der Klausureingrenzung anfangen Zusammenschriften oder Karteikarten anzufertigen und dann lieber später einige Inhalte wieder vernachlässigen.

Tipp 2: Sei gut vorbereitet!

Eine gute Vorbereitung beginnt bereits in der Vorlesung. Mache Dir zur jeder Vorlesung so viele und ausführliche Notizen wie möglich oder mindestens wie nötig. Schaden werden sie Dir im Nachhinein keinesfalls. Außerdem erhöht das Mitschreiben Deine Aufmerksamkeitsspanne immens und Du hast weniger Zeit Dich von Deinem Smartphone oder dem Laptop vor Deiner Nase ablenken zu lassen.

Als zweiter Schritt erleichtert ein gut strukturierter Ordner das Lernen ungemein. Ich habe für jedes Semester einen Ordner, in dem ich sämtliche Folien ausgedruckt nach Fach und Vorlesung ablege. Das mag der ein oder andere vielleicht als Papierverschwendung ansehen, ich mache allerdings meine Notizen gerne direkt auf den Vorlesungsfolien. Diese nutze ich später dann zur Prüfungsvorbereitung und für meine Lernzusammenfassungen. Dabei achte ich allerdings darauf, dass ich vier Folien auf eine Seite und das Blatt zweiseitig bedrucke. Somit habe ich insgesamt acht Folien auf einem Blatt Papier abgebildet. Das schont den Regenwald und spart Platz im Ordner!

Tipp 3: Finde heraus, wie du am besten lernst

Bist du mehr ein auditiver, visueller, kommunikativer oder motorischer Lerntyp? Finde es heraus, denn nur so kannst Du optimal lernen. Die einfachste Möglichkeit Deinen Lerntyp zu bestimmen, ist es ein Onlinetest zu machen. Dafür gibt es diverse Anbieter (einfach mal googlen) – bringt Dir allerdings nicht wirklich viel. Denn eigentlich weißt Du eh am besten, wie Du am einfachsten und konstruktivsten lernst. Wenn Du beispielsweise während der Vorlesung bereits über die Tonspur viele Informationen aufnimmst und diese speicherst, bist Du ein auditiver Lerntyp. Musst Du Dir wiederum alles genau aufschreiben, bist Du wahrscheinlich eher ein visueller Typ. Stichwort ist also: Beobachte Dich selbst!

Ich zum Beispiel bin ein motorisch-visueller Lerntyp, der auf kommunikativer Ebene sein Wissen festigt. Das bedeutet, dass ich Erlentes gerne direkt umsetze, anfasse und erlebe. Hinzu sind meine Niederschriften von sehr großer Wichtigkeit. Aus diesem Grund verfasse ich meine Lerngrundlagen auch nicht am Computer, sondern ganz klassisch handschriftlich. Das I-Tüpfelchen bildet schließlich der direkte Austausch mit anderen Kommilitonen oder das laute Erklären einer Sache für mich oder vor Freunden.

Tipp 4 : Abwechslung und Ausgleich

Du hast frühzeitig mit dem Lernen angefangen? Wunderbar! Dann hast Du auch Zeit Dir ab und zu Pausen zu gönnen, die absolut wichtig und notwendig sind. Denn, wenn der Schädel brummt, kann das Gehirn auch keine neues Wissen mehr aufnehmen. Also gönne dir eine kurze Auszeit. Gehe spazieren, eine Runde laufen oder nehme Dir auch mal einen ganzen Abend frei für deine Freunde oder nur für Dich. Anschließend kannst Du Dich wieder in die Arbeit stürzen.

Außerdem hilft es, wenn man sich nicht den ganzen Tag oder Abend mit ein und demselben Thema beschäftigt. Der frühzeitige Lernbeginn erlaubt es, zwischen den Themen zu springen, auch wenn ein Thema von besonderer Brisant ist, aufgrund des nahenden Klausurtermines. Dabei werden oft auch Zusammenhänge deutlich, die zuvor auf den ersten Blick vielleicht nicht bewusst wahrgenommen wurden. Schließlich hängen die meisten Themengebiete zusammen und bilden so das große Ganze.

Tipp 5: Zu viel Lernen gibt es nicht!

Davon bin ich wirklich fest überzeugt. Man kann gar nicht zu viel lernen. Auch wenn man nach zwei Wochen intensivem Lernen die Lernzettel nicht mehr sehen kann und die Karteikarten am liebsten in die Ecke pfeffern will – man weiß ja schließlich schon alles – sollte man durchhalten und konsequent weiter lernen. Schließlich gibt es immer noch Wissenslücken, die darauf gewartet werden gestopft zu werden. Diese sind meistens auch diejenigen, die einen besonders schwer fallen aufzunehmen.

Mein Tipp daher: Auf seinen Lerntypen besinnen und verschiedene Methoden zur Einprägung überlegen. Dann fällt man nicht in der Klausur auf die Nase, in der doch tatsächlich das abgefragt wird, was man sich einfach nicht merken konnte. So ging es mir nämlich in einer Klausur im vergangenen Semester. “Kann ich mir nicht merken, kommt eh nicht dran!”, dachte ich mir. Zum Glück kann ich ganz gut improvisieren… Also nicht die Geduld verlieren, Pausen gönnen und mit frischer Konzentration neu ans Werk.

Last but not Least: Ziele setzen!

Setze Dir selbst hohe aber realistische Ziele. Mit der “Ich will nur bestehen”-Einstellung kommst Du meiner Meinung nach nicht weit. Natürlich gibt es bei jedem Studium Fächer, die einem einfach nicht liegen und man sie deshalb lediglich bestehen möchte. Doch auch diese kann man mit der richtigen Einstellung, Geduld und Anreiz besser als “nur bestehen”. Wer nach etwas Größeren strebt, wird immer mehr erreichen, als wenn man sich mit dem Minimalsten zufrieden gibt. Es muss nich immer eine 1,0 sein. Aber wenn man sich selbst als Ziel setzt beispielsweise mindestens mit einer 2,0 zu bestehen, dann geht man von vornherein mit einer ehrgeizigeren Grundeinstellung heran. Wenn das Ziel mal nicht erreicht wird, besteht man trotzdem meistens wesentlich besser als ohne Zielsetzung.

Ich bin dann mal lernen…

Also drückt mir die Daumen für meine anstehenden Klausuren. Am 11. Juli – ja, an einem Samstag – schreibe ich die erste von vier 90-minütigen Klausuren und bin dann am 23. Juli mit allen durch. Trotzdem werde ich versuchen den ein oder anderen Beitrag in der Zwischenzeit zu verfassen und zu veröffentlich. Nach einem dann hoffentlich erholsamen anschließenden Wochenende, gibt es dann auch wieder mehr von mir zu lesen. Meine Irlandreise steht dann schließlich auch schon kurz bevor. Es wird also wieder spannend und ereignisreich!

One comment

  1. Lange war's ruhig. | Jil's Blog

    […] war es hier in letzter Zeit wirklich mehr als ruhig und das, obwohl meine Prüfungszeit schon wieder zwei Wochen zurück liegt. Leider konnte ich zwei der Klausuren gar nicht […]

    Antworten

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