Filmkritik: Jurassic World

Filmkritik: Jurassic World

Jurassic World greift an! Die Dinosaurier sind endlich zurück auf der Kinoleinwand! Billiges Remake oder Spitzen-Blockbuster? 

4.5 von 5 Popcorntüten

Als Jurassic Park 1993 in die Kinos kam, war ich noch keine vier Jahre alt und habe mich eh viel mehr für Barbies und Pferde als für Dinosaurier interessiert. Trotz dessen habe ich durch meinen Windelfreund Patrick schon damals viel von der Welt der Saurier mitbekommen. Er hatte schließlich von Büchern, über Bettwäsche und Spielzeug bis hin zu Videospielen alles, was die „Vergessen Welt“ zu bieten hat. Für diese begeistern konnte mich allerdings erst meine Freundin Iris, die mich vor gut 1,5 Jahren überredete mit ihr die Jurassic Park Trilogie zu gucken. Klar, dass Iris diejenige ist, mit der ich dann schließlich gestern auch ganz aufgeregt Jurassic World im Kino geguckt habe!

Die Handlung

Vergessen scheinen die Katastrophen, die sich vor rund 22 Jahren im Jurassic Park ereignet haben und Jurassic World hat sich zu einem faszinierenden Freizeitpark entwickelt, der jährlich millionen von Menschen anlockt. Doch jeder Andrang stagniert oder ist sogar rückläufig, wenn keine neuen Attraktionen geboten werden. Das Rezept von Jurassic World ist eine Gentechnik-Schöpfung namens Indominus Rex.

Kurz vor der öffentlichen Präsentation des gentechnisch gezüchteten Sauriers gibt es allerdings Probleme. Die Mauern rund um des Gehege sind zu niedrig und müssen verstärkt werden. Claire (Bryce Dallas Howard) wird vom Parkinhaber Simon Masrani (Irrfan Khan) dazu angewiesen seinen Spezialisten und Raptor-Trainer Owen (Chris Pratt) beratend hinzuzuziehen. Owen ist entsetzt über die Umstände in denen der Indominus Rex aufgewachsen ist. Er kritisiert die Isolation von Umwelt und anderen Sauriern, da er die Meinung vertritt, dass eine Sozialisierung für jedes Tier zwingend notwendig ist.

Es stellt sich heraus, dass seine Bedenken mehr als gerechtfertigt sind. Der Indominus Rex kann seinem Gefängnis entfliehen und tötet auf seinem Weg durch den Park wahllos Menschen und Saurier. Gleichzeitig weigert sich Claire allerdings die Insel zu evakuieren, aus Angst den Park nie wieder eröffnen zu können. Als jedoch klar wird, dass sich ihre Neffen noch immer im offenen Gelände befinden, gerät auch sie in Panik. Ein Kampf zwischen den Fronten entbrennt!

Mein Fazit

Ich bin begeistert! Ich kann es einfach nicht anders sagen. Als ich den Trailer zu Jurassic World das erste Mal gesehen habe, habe ich mir davon lediglich ein paar „coole“ Saurier und einen mit Raptoren flankierten, durch die Gegend rasenden Chris Pratt versprochen – viel mehr nicht. Doch falsch gedacht! Jurassic World ist wirklich Action und Spannung pur bis zur letzten Minute. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und obgleich man eigentlich weiß, dass am Ende alles gut ausgehen muss, hat man zwischenzeitlich doch kurz seine Zweifel und bangt um lieb gewonnene Charaktere.

Storyparallelen

Besonders schön finde ich, dass man in Jurassic World auch auf den alten Jurassic Park trifft und sich so in die früheren Filme zurückversetzt fühlt. Zeitweise scheinen sich außerdem gewisse Ereignisse aus dem ersten Teil von Jurassic Park 1:1 zu wiederholen. Doch dann kommt wieder alles anders. Die Special-Effects und Animationen sind natürlich mit den Jahren noch einmal deutlich besser geworden. Gleichzeitig sehen die wenigen Saurier-Puppen jedoch noch genauso unrealastisch aus, wie vor 22 Jahren.

Logiklücken

Jurassic World hat alles, was das Filmherz begehrt: Spannung, Action, Gefühl, Drama, unerwartete Wendungen und einzigartige Charaktere. Was fehlt ist und bleibt allerdings eine neue revolutionäre Geschichte, was bei einem Sequel natürlich immer äußerst schwierig ist. Von der Storyline erinnert Jurassic World zudem sehr an den ersten Jurassic Park Teil. Außerdem fehlt es an vielen Ecken und Enden an Logik. So ist es doch sehr unrealitsich, dass sich Menschen vor angreifenden Dinosaurien retten können, wenn sie nur einen minimalen Vorsprung haben. Trennt man sich allerdings von diesen offensichtlich logischen Fehlern, so kann man Jurassic World als den Actionblockbuster, der er nun einmal ist, durchaus ungehemmt genießen. Also unbedingt ins Kino gehen und Jurassic World anschauen! Ich komme gerne noch einmal mit :-).

Mein Tipp für Euch

Wer wie ich auf Originalvertonungen steht, der hat zurzeit noch täglich die Chance Jurassic World im Savoy Filmtheater in OV sowohl in 2D, als auch in 3D zu schauen. Zwar bin ich pauschal kein 3D-Freund, allerdings hätte ich ihn diesem Fall gerne den Aufschlag gezahlt. Leider gab es zu unserer Wunschzeit nur die 2D-Vorstellung. Ich glaube allerdings, dass die 3D-Effekte in diesem Fall ausgezeichnet sind. Wer damit Erfahrung gemacht hat, kann sie gerne über einen Kommentar mit uns teilen. Danke! Desweiteren empfehle ich Euch der offiziellen Website von Jurassic World einen Besuch abzustatten. Auf jurassicworld.com könnt Ihr den Park so hautnah erleben wie nie zuvor!

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Trailer zu „Jurassic World“

 

2 comments

  1. Peter Meier

    Der positiven Kritik kann ich nichts abgewinnen. Zwar mag dies ein technisch ausgereifter Film sein, allerdings ist der Inhalt Thematisch genau das gleiche wie Teil 1. Die Inovation welche im Film erwähnt wird „die Leute wollen immer mehr sehen, ein T-Rex reicht nicht mehr“ haben die Macher 1:1 auf ihren eigenen Film übertragen und voll versagt.
    Weder haben sie es geschaft eine ansprechende Geschichte zu erzählen, noch die Inhaltliche Immersion zu wahren. Dinosaurier die viel grössere Tiere und Menschen als sie selber sind angreifen, Flugsauriere die viel zu schwere Lasten für ihre Körpergrösse heben und ohne erkennbaren Grund und Ziel angreifen. Dinos die aufeinander losgehen ohne auf ihre eigene Unversehrtheit zu achten. Da wird referiert wie gefährlich es ist Tiere zu isolieren aber das Isolierte Tier kann urplötzlich mit anderen Artgenossen kommunizieren ohne je eine Sprache in sozialem Kontakt gelernt zu haben.
    Menschen die in selbstgesteuerten Glasmurmeln zwischen tonnenschwerden Dinos umherfahren können. Menschen die mal eben vor einem Dino mit einer Schrittlänge von 5m davonrennen können (In Stöckelschuhen).
    T-Rex der sich nach erfolgreichem Kampf aus „solidarität“ zurückzieht. Genauso wie Raptoren denen der Trainer das erste mal knapp entkommt, aber beim freilassen plötzlich die volle Kontrolle über sie hat.

    In fantastischen Filmen ist nicht immer alles glaubwürdig und das muss es auch nicht. Es gibt aber elementare Dinge auf die man achten sollte, die einem auch als Laien förmlich anspringen wenn sie nicht stimmen. Dazu gehört dass die selbstaufgestellten Regeln in sich koherent sind und entsprechend auch eingehalten werden. Fazit: Ziel verfehlt.

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  2. chilljil

    In Sachen Logik gebe ich Dir absolut recht. Da passt vieles vorne und hinten nicht. Jedoch ist die Frage, wie das Ziel des Films definiert ist. Ich bezweifel, dass Hollywood sich als Ziel gesetzt hat eine vollkommen logische Welt zu erschaffen, in der Dinosaurier tatsächlich wieder auf der Erde existieren könnten. Jurassic World basiert nicht auf detailgetreuten Forschungsständen oder ähnliches. Ich habe auch schon viel in den Medien gehört, dass zum Beispiel die Velociraptor kritisiert wurden, die vor Millionen von Jahren nur etwa 50 cm groß wurden und im Film der Größe eines Menschen entsprechen. An dieser Stelle hat der Film selbst bereits Eklärungen geliefert und zwar das fehlende DNA schon immer durch DNA anderer Tiere ersetzt wurden und damit jeder Saurier eine Modifikation darstellt.

    Wie sehr man sich an diesen Ungereimtheiten aufhängt, ist wohl jedem selbst überlassen. Ich persönlich kann darüber hinwegsehen und den Film einfach genießen. Schließlich ist das Ziel von Jurassic World schlicht und ergreifend zu unterhalten und das mit annähernd realistischen Begebenheiten. Wie du sehr treffend formuliert hast, haben sie das Prinzip des Indominus Rex 1:1 auf den Film übertragen und das mit Erfolg.

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