Ich könnte auch gut ein schräger Bewohner New Yorks sein

NYC: Deine Bewohner & Mitarbeiter

Was wäre New York City ohne seine Leute und ihrer Geschichten. Zwar haben wir uns nicht intensiv mit einzelnen Personen auseinander gesetzt, aber sagen wir mal so: Ihre Verhaltensweisen und Antlitze sprechen für sich.

1. Die Frau aus Soho

Eine typische Frau aus SohoEigentlich wollte ich nur ein paar schöne Fotos von den Feuerleitern schießen, die es so zahlreich in dem Szeneviertel gibt. Doch dann trat sie aufs Parkett: Blondiert, stark geschminkt, Sonnenbrille auf, Mütze auf, Gummistiefel an, bunte Pelzjacke (oder so ähnlich), ein Hund an der Leine und – ein Hund in der Tasche. Ja, in der Tasche! Eigentlich hat nur noch der Starbucksbecher in der linken Hand gefehlt. Aber dieses fehlende Accessoire sei ihr mal verziehen, schließlich hat sie gerade erst ihr Haus verlassen.

2. Die Tänzer

Leider ohne Fotobeweis können wir Euch nur von den skurrilsten Tänzern aller Zeiten einer New Yorker Metrostation berichten. Auf unserer Heimkehr von STOMP verschlug es uns die Sprache, als ein dürrer Typ nur in Panties zu Ariana Grandes Break Free seinen mit “Sexy”-verzierten Hintern schwang. Seine nicht weniger “attraktiven” Begleittänzer verblassten etwas neben seinem jesusgleichen Antlitz.

3. Ticketkontrolleure

Wozu kauft man hier eigentlich Tickets? Im MoMA kann mein Strichcode nicht gelesen werden, egal geh rein! Im American Museum of Natural History guckt der Kontrolleur erst gar nicht aufs Ticket und winkt uns mit einem “You’re good!” durch. Herrlich! Hätten wir mal irgendeinen weißen Zettel gezeigt. Würde mich mal interessieren, was dann los wäre…

4. Prioritätensetzung von Gastromitarbeitern

Erinnert ihr Euch noch daran, dass wir bei iHop frühstücken waren? Wir werden das wohl nicht so bald vergessen. Diese schöne Geschichte habe ich bis jetzt für Euch aufbewahrt:

Es war einmal ein kleines Mädchen, das zu iHop ging. Da wurde ihr plötzlich furchtbar schlecht und sie erbrach sich in den Gang – direkt neben uns. Nach nun mehr fünf Minuten eilte eine fleißige Mitarbeiterin um das Malheur schnellstmöglich zu bekämpfen. Sie stellt ein “Vorsicht, rutschig”-Schild auf! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Nach weiteren zehn Minuten wurde die Kotze dann auch mal aufgewischt. Danke!

5. Läuft heute Abend eigentlich irgendwo eine Comedy-Show?

Schaut am Time Square niemandem in die Augen! 500.000 Menschen wollen einem Comedy-Karten verkaufen. Für 30,00 USD möchtest Du sie nicht? Okay, für Euch kosten sie nur 15,00 USD! Ich glaube, wenn man alle Angebote vergleichen möchte, ist man damit gut den ganzen Tag beschäftigt. Also wenn Ihr wirklich Interesse habt, kauft einfach irgendwelche. Wir sind immer noch am überlegen…

6. Der Koffermann

1,00 USD pro Gepäckstück für die Aufbewahrung im Hotel. Klingt fair. Machen wir! Doch dann das: Beim Abholen wird ein weiterer Dollar fällig. Äh, bitte was? Ja, nein danke. Behaltet den Mist doch! Wir drücken dem Herren unseren letzten Dollar in die Hand und suchen lieber schnell das Weite, bevor der noch seinen Kreditkartenscanner zückt. Hat doch eh jeder hier.

7. Musiker über Musiker

Musiker in der New Yorker MetroOb nur mit einem Mikro ausgestattet The Beatles schmetternd, oder mit einer ganzen Kapelle unterwegs, in der Metro begegnen einem die besten und schlechtesten Musiker von ganz NYC! Unser persönliches Highlight bildeten diese beiden Gestalten (s. u.). Spontan spenden wir 5,00 $ für eine CD und freuen uns noch immer darauf sie uns anzuhören. Unsere MacBooks haben nämlich schlauerweise kein CD-Laufwerk. Wer braucht das auch? WIR! Mist…

8. Die besten Eltern der Welt

Lukas und ich stehen bei der Post um Briefmarken zu kaufen. Vor uns bereits am Schalter befindet sich ein sympathisches Ehepaar mit seinen zwei Mädels. Das eine isst fröhlich ihre Äpfel aus einer Plastiktüte und umkreist ihre Eltern, während das andere nur brav wartet. Äpfel? Moment! Nein, es sind Erdnussflips und die Mädchen stehen auch nicht mehr ruhig bei den Eltern, sie rennen durch den ganzen Raum, verstreuen die Flips und fangen an zu kreischen. Der Vater versucht die Situation zu be… Nein! Er unterhält sich lieber laut mit seinen noch lauteren Töchtern und tollt auch noch mit ihnen rum. Danke. Vorbildlich…

One comment

  1. Jim Kopf

    Sehr amüsant zu lesen und tolle Eindrücke! Würde auch so gerne mal NYC erkunden und vor allem die unzähligen verschiedenen Menschen und Typen kennenlernen…

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