Filmkritik: 50 Shades of Grey

Filmkritik: Fifty Shades of Grey

Fifty Shades of Grey: Der heißeste Film in 2015!? Mehr Liebesdrama als SM-Film!

1.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung

Die Literaturstudentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) springt für ihre erkrankte Mitbewohnerin Kate (Eloise Mumford) ein und fährt für sie nach Seattle, um dort ein Interview mit dem jungen, gut aussehenden und wohlhabenden Christian Grey (Jamie Dornan) zu führen. Die naive Ana fühlt ist sofort von Christian fasziniert und auch Christian ist sichtlich von der jungen Studentin angetan.

Doch Christian Grey hat seine ganz eigenen Vorstellungen einer Beziehung. So soll sich Ana vertraglich dazu verpflichten sich ihm zu unterwerfen und alle zu tun, was er ihr befiehlt. Zunächst von den Vorlieben ihres Angebetenen abgeschreckt, lässt sich Ana doch immer wieder auf Christian ein. Dabei versucht sie jedoch hinter Christians Fassade zu blicken und die Gründe für seinen Kontrollzwang zu erschließen.

Mein Fazit

Ich habe wirklich kein Meisterwerk erwartet. Aber das? Nein, das habe ich auch nicht erwartet. Warum habe ich bisher noch nirgendwo gelesen, dass man sich den Film ernsthaft für maximal einen Filmabend zuhause im Free TV aufsparen sollte? Stattdessen ereilten mich Schlagzeilen, dass zum Beispiel eine Frau verhaftet wurde, weil sie während des Films masturbiert hat. Dann habe ich Bilder von Popcornbechern mit Löchern und ein paar verbleibenden Schamhaaren gesehen und was nicht noch alles… Und das alles in den fünf Minuten, in denen tatsächlich Andeutungen von Sex gezeigt werden, die sich auch noch auf die gesamten 125 Minuten Langeweile erstrecken? Da zeigt jede Werbung, die zu nächtlicher Stunde im deutschen Fernsehen laufen, mehr Sex!

Ich bin enttäuscht

Wie Ihr merkt, bin ich schwer enttäuscht von dem Film. Denn auch die paar wenigen Sexszenen fand ich nicht sonderlich „anregend“. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich Dakota Johnson schon nicht sexy fand, als sie Justin Timberlake in The Social Network verführt hat, oder bei Mr. Grey alias Jamie Dornan nur auf sein Schlupflid achten konnte. Und dann diese unfassbar hässlichen Schuhe, die Anastasia Steele den ganzen Film über trägt…

Ein unpassender Soundtrack

Weiter kommt dazu, dass der Soundtrack, den ich an sich ganz gut finde, überhaupt nicht zum Film passt. Erst einmal passt die Grundstimmung der Musik nicht mit der des Films überein und dann sind die einzelnen Titel auch noch bei, meiner Meinung nach, bei völlig unpassenden Szenen unterlegt.

Vergleich zum Buch

Ich muss zugeben, dass ich die Bücher bis heute nicht gelesen habe. Lediglich das erste Buch habe ich bis ca. Seite 50 gelesen. Bis dahin hat mich 50 Shades Of Grey extrem an Twilight erinnert: Ein Mädchen verliebt sich in einen unwiderstehlichen Kerl und wirft sich ins Verderben, um ihn gerecht zu werden.

Weiter habe ich es dann nicht mehr geschafft, weil mal wieder Prüfungen in der Uni anstanden, und bis heute hatte ich kein so großes Verlangen die Bücher zu Ende zu lesen. Das ist wirklich das einzige, was der Film in mir bewegt hat – ich möchte weiter lesen. Warum? Weil ich es nicht glauben kann, dass die Bücher auch nur ansatzweise so enttäuschend sind wie die Verfilmung und ich Cliffhanger (“Anastasia.”, “Christian.”) nicht ausstehen kann.

Mein Tipp für Euch

Und vor allem für alle Frauen, die ihre Männer noch in diesem Film schleppen wollen: Tut es nicht! Es lohnt sich weder die Diskussion davor, noch danach. Spart Euch den Stress und guckt ihn lieber mit ein paar Freundinnen oder wartet wie gesagt auf den DVD- / Blu-Ray-Release oder noch besser auf die Free TV-Premiere!

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Trailer zu “Fifty Shades of Grey”

5 comments

  1. Filmkritik: How to be Single | Jil's Blog

    […] der Fokus der Geschichte auf Alice bespielt von Dakota Johnson liegt. Wie ihr aus meiner Kritik zu 50 Shades of Grey vielleicht bereits rausgelesen habt, halt ich nicht viel von Johnson und so fiel es mir zunächst […]

    Antworten

  2. Lilli

    Hi Jill, danke für deine Empfehlung. Ich habe mir den Film auf Blue Ray gekauft und mit Freudinnen angesehen – wir waren auch enttäuscht, insbesondere im Vergleich zu dem Buch.

    Du vergleichst viele Filme mit Twilight, eine meiner lieblings- Filmreihen. Würde mich freuen, wenn du dazu auch was schreiben könntest?

    Liebe Grüße
    Lilli

    Antworten

    1. Jil

      Hi Lilli,

      gerne schreibe ich auch etwas zu der Twilight-Reihe. Da ich momentan aber noch eine Beiträge habe, die auf ihre Fertigstellung warten, kann das noch etwas dauern. Aber ich schreibe Dir gerne eine Email, sobald ich dazu etwas veröffentlicht habe. 🙂

      Vielen Dank für Dein Feedback und lieben Gruß
      Jil

      Antworten

  3. Filmkritik: Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe | Jil's Blog

    […] Story des zweiten Teils von Fifty Shades of Grey ist ähnlich schwach wie schon im Prequel. So richtig voran kommt die Handlung nicht. Die Bedrohung aus der Vergangenheit, die im (deutschen) […]

    Antworten

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