Die Ernüchterung nach der Reise

Vielleicht habt Ihr Euch schon gewundert, warum ich hier so lange nichts mehr veröffentlicht habe. Habe ich Euch doch weitere Beiträge zum Thema Amerika versprochen und auch weiter Filmkritiken versprochen. Dafür zunächst an meine treuen Leser eine große Entschuldigung – doch der Alltag hat mich wieder und ich bin in eine Art Loch gefallen. Kennt Ihr das auch? Ihr kommt von einem wundervollen Urlaub zurück in die Heimat und wünscht Euch nur zurück? So erging es gesagt jedenfalls mir.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

An meinem letzten Tag in Amerika habe ich darüber nachgedacht, was mich zurück in Hamburg erwartet, was mich an Hamburg bindet: Verantwortung. In Amerika war ich frei und konnte tun und lassen, was ich möchte. Nichts Ungewöhnliches natürlich für einen Urlaub, aber schließlich waren hier all meine Probleme und Sorgen sehr weit von mir weg. Jeden Morgen bin ich aufgestanden, weil ich es wollte. Ich wollte reisen: Die Städte, Landschaften und die Leute sehen. Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und wer einmal da war, weiß auch warum. Ich habe mich selten so frei und ungezwungen gefühlt.

Zurück in der Realität

Zurück in Deutschland stehe ich morgens auf, um zur Arbeit zu gehen. Nach der Arbeit erwartet mich die Fachhochschule und danach müsste ich mich – häufiger als ich es wirklich tue – noch mit den besprochenen Themen auseinandersetzen. Dann stell ich mich auf die Waage und stelle fest, dass der Burger-Konsum vielleicht doch zu hoch geraten ist und eile zum Sport. Da nachmittags und abends dafür allerdings keine Zeit ist, renne ich inzwischen bereits vor der Arbeit ins Fitnessstudio. An sich keine schlechte Sache und ausgezeichnet für das Selbstwertgefühl. Nur schlecht, wenn der Körper, das Imunsystem von diesem ständigen Wetterwechsel etwas angegriffen und ermüdet ist. Somit kämpfe ich seit guten zwei Wochen mit einer Erkältung, die ich versuche nicht ganz durchbrechen zu lassen – gelegentliche Fieberausbrüche inklusive.

Die alten Sorgen und Probleme

Natürlich habe ich mich auch gefreut meine Freunde und Familie wiederzusehen. Ich habe schon wieder sehr viele bezaubernde und schöne Abende mit ihnen verbracht sowie eine großartige Geburtstagsnachfeier mit ihnen zelebriert. Doch das wieder vorhandene Privatleben bringt auch wieder alte Probleme, Differenzen und Ungeklärtes mit sich, was wieder vor mir ausgebreitet daliegt. Ich glaube jeder von uns kennt das Gefühl, den Wunsch davor wegzurennen und irgendwo neu anzufangen. Diese Gedanken sind nach solch einer Reise, eine Reise voller Möglichkeiten, Ideen und Perspektiven, auch wenn sie vielleicht nur Spinnereien waren, noch viel stärker im Bewusstsein.

Weiter geht’s!

In den letzten Wochen nach meinem Urlaub hatte ich nur einen Gedanken: Renn! Renne weg! Von all deinen Problemen, von all deiner Verantwortung! Doch das ist natürlich alles andere als zielführend. Wegrennen ist und war noch nie eine Lösung. Darum mein Weg zum Glück: Wieder anfangen zu schreiben, wieder mehr Musik machen, sich den Problemen des Alltags stellen und entsprechende Lösungen finden sowie natürlich schon den nächsten großen Urlaub planen!

Also bald wieder mehr von mir! Bis dahin: Kopf hoch und Tee trinken – oder wie ging der Spruch? 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.