Reisebericht: Mammoth Lakes

Reisebericht: 15. Tag USA – Mammoth Lakes

Im Death Valley klingelt der Wecker heute um 08:00 h. Doch wie so oft sind wir noch müde und wollen lieber noch etwas liegen bleiben – bis die Erkenntnis einsetzt, dass es im Hotel nur bis 09:00 h Frühstück gibt. Wir springen also auf, gehen schnell duschen, schlüpfen in Kleidung und FlipFlops und watscheln zum “Frühstücksraum”. Dort erwartet uns Kellogs Frosties und ein Joghurt. Dann wird getankt und es geht auf nach Norden.

Von der Wüste in die Berge

Unser heutiges Etappenziel ist Mammoth Lakes. Die Fahrt ist bis auf ein bisschen Regen zunächst sehr unspektakulär, bis wir schließlich in den Bergen ankommen. Mammoth Lakes ist ein beliebtes Skigebiet und damit ein Touristenort. Da es Mittagszeit ist, nutzen wir die Gelegenheit richtig gute amerikanische Burger zu essen und checken anschließend in unser Hotel, mal wieder ein Motel 6, ein. Der Mann an der Rezeption ist einfach super! Zunächst fragt er, ob wir oben oder unten ein Zimmer haben wollen. Wir möchten, um uns das Kofferschleppen zu ersparen, lieber unten ein Zimmer haben, doch dann weißt er uns darauf hin, dass oben eigentlich besser sei, da die Bären keine Treppen hochgehen können. Ich frage also, wie oft Bären hier tatsächlich anzutreffen seien, woraufhin er erwidert, dass eine Bärenmama mit ihren zwei Kindern jede Nacht gegen 02:00 h auf unserem Parkplatz nach Essbarem suchen. Zack, bekommen wir ein Zimmer in der oberen Etage, von dem wir nur um die Ecke gehen müssen, um die Bären zu beobachten. Wir stellen uns also nachher definitiv einen Wecker gegen 01:30 h und beginnen unsere Koffer und jegliches Essen aus dem Auto ins Zimmer zu verlagern.

Mammoth Lakes

Das Devils Postpile National Monument

Nach einer kurzer Verschnaufpause fahren wir zum Devils Postpile National Monument – ein wunderschöner Nationalpark in den Bergen mit riesigen Bäumen und unzähligen Eich- und Streifenhörnchen.

Streifenhörnchen

Eine der Hauptattraktionen ist das Basalt-Kliff genannt Devil’s Postpiles, das auf einen Lava-Strom zurückzuführen ist, der vor rund 100.000 Jahren bei einem Vulkanausbruch austrat und gleichmäßig auskühlte. Rund 20 Meter der sechseckigen Säulen sind freigelegt und für jeden sichtbar.

Devil's Postpiles
Die Devil’s Postpiles

Wanderung zu den Rainbow Falls

Wir beschließen, dass wir uns in den letzten zwei Tagen deutlich zu wenig bewegt haben und wir die noch etwa drei Meilen bis zu den Rainbow Falls auf uns nehmen wollen. Dort angekommen, hat es sich mal wieder absolut gelohnt und unser Timing ist wieder unbewusst grandios. Die Sonne strahlt genau auf den Wasserfall, sodass der Regenbogen wundervoll zu sehen ist.

Von unserem dreistündigen Wanderausflug bereits wieder etwas erschöpft, fahren wir zurück in die Stadt, kaufen uns ein Bier aus der ansässigen Brauerei und etwas Milch für unser Müsli zum Abendessen und für das morgige Frühstück. Wir wollen heute früh schlafen gehen, um bereits etwas geschlafen zu haben, bevor wir hoffentlich die Bären beobachten können. Außerdem ist diese Nacht ein riesiger Mond am Himmel zu sehen – also optimale Bedingungen.

3 comments

  1. Eric Beyer

    Wirklich spannend was ihr so alles erlebt! Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. 🙂

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    1. chilljil

      Freut mich, dass es Dir gefällt und danke fürs Lesen 😀

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  2. Amerika – Was ist anders? | Jil's Blog

    […] sind. Ein paar wilde Rehe haben wir auch zu sehen bekommen und natürlich dürfen wir nicht unseren Schwarzbären vergessen, der uns nachts am Pool in Mammoth Lakes besucht […]

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