Reisebericht: Laguna Beach & Las Vegas

Reisebericht: 12. & 13. Tag USA – Laguna Beach & Las Vegas!

Heute werden wir das schöne Kalifornien für eine kurze Zeit verlassen und nach Las Vegas, Nevada weiterziehen. Wir machen uns also früh auf den Weg, da wir uns gerne noch ein bisschen am Strand sonnen wollen. Es bietet sich eh für uns an Richtung Los Angeles zurückfahren, um nach Las Vegas zu kommen. Also nehmen wir einen kleinen Umweg in Kauf und fahren nach Laguna Beach. Eine Stadt in Orange County im Süden von LA.

Wellen in Lagune Beach

Dort angekommen erwartet uns ein wunderschöner Strand mit beeindruckenden Wellen. Wie immer ist allerdings das Parken unverschämt teuer – für 15 Minuten dürfen wir 1,50 USD bezahlen. Wir legen uns also für eine knappe Stunde an den Strand und schauen den Wellen und den verrückten Möwen zu. Dann geht es schließlich weiter nach Vegas.

Achtung: MAUT!

Der Weg dorthin ist von der Landschaft her nicht sonderlich beeindruckend. Interessant wird die Fahrt erst, als uns Leuchtplakate dazu auffordern doch bitte online Maut für die Straßennutzung der California 91 Richtung Osten zu zahlen, da die Cash-Schalter geschlossen seien. Wie genau soll man bitte als Tourist mal eben online Maut zahlen!? Na gut, wir hatten durch die SIM-Karte, die uns Lukas überlassen hat, tatsächlich die Möglichkeit dazu. Doch bevor wir über mein iPhone herausgefunden haben, wie das ganze genau funktioniert, haben wir die „Fotoschranke“ bereits passiert. Das Internet und Lukas über WhatsApp müssen helfen – was passiert nun? Die daraus gewonnenen Informationen sind allerdings nicht sehr aussagekräftig, sodass wir die nächste Ausfahrt nehmen und an einer Tankstelle halten. Judith spricht den amerikanischsten Mann aller Zeiten an und der meint, dass wohl die erste Straßennutzung umsonst sei und wir mal „dort“ anrufen sollen. Mit der Hilfe von zwei weiteren hilfsbereiten Amerikanern, haben wir die Nummer der Toll-Organisation schließlich herausgefunden und Judith erfährt am Telefon, dass wir einen Strafzettel bekommen. Google sagt, dass die wohl um die 20,00 USD liegen wird. Hey, immerhin keine 1.000 USD Strafe für „Littering“.

Welcome to Fabulous Las Vegas

Welcome to fabulous Las Vegas

Stratosphere Tower
Stratosphere Tower

In Las Vegas angekommen umgehen wir den Strip zunächst auf dem Weg zu unserem Hotel Stratosphere. Wir checken ein und dürfen unsere Koffer durch das ganze Casino ziehen und dann in den 12. Stock fahren. Das Zimmer ist leider eher bescheiden. Die erhoffte Aussicht über den Strip stellt sich als Blick auf die Ventilatoren der Klimaanlage heraus, die außerdem gut Lärm macht. Wie wir später feststellen funktioniert außerdem die Entlüftung im Badezimmer nicht.

Zunächst gilt es allerdings unsere Mägen zu füllen. Judith und ich testen also, ob McDonalds in Amerika genau so schmeckt wie bei uns in Deutschland. Die Antwort ist „jain“. Die süßsaure Soße für die ChickenMcNuggets ist etwas anders gewürzt, schmeckt aber gut, und das Fleisch der Cheeseburger ist erneut besser als bei uns. Das Softeis schmeckt gleich – also unser Go für Mces ;). Auf dem Weg zu McDonalds sind wir an dem größten Giftshop der Welt vorbeigekommen – so zumindest ihre Aussage. Also schauen wir mal herein: Hier gibt es einfach alles, was man sich vorstellen kann! Verrückter Laden!

Giftshop

Ab auf den Strip!

Jetzt wird es Zeit uns aufzuhübschen und Las Vegas zu erobern! Als erstes fahren wir den Stratosphere Tower hoch und genießen mit einem Cocktail für je 6,00 USD in der Hand die atemberaubende Aussicht auf Las Vegas‘ Lichtermeer. Dann schauen wir uns noch die Achterbahnen auf der Spitze des Turms an. Leider ist es hier so windig, dass ich kurzerhand „unten ohne“ da stehe und schnell mein Kleid wieder nach unten ziehe und lieber ganz fest halte.

Judith im Stratosphere Tower

Auf geht es zum Strip! Judith und ich kaufen uns für jeweils 8,00 USD ein 24-Stunden-Busticket und fahren los. Heute möchten wir uns alle Casinos anschauen und etwas spielen. Blöderweise steigen wir allerdings Fashion Show Mall aus, anstatt wie geplant am Bellagio. Halb so schlimm denken wir uns, das ist ja alles nah beieinander. Als wir aber bereits 10 Minuten oder mehr zum Venetian gelaufen sind, wird uns klar, dass hier nichts so nah ist, wie es mit dem bloßen Auge scheint. Schließlich schauen wir uns die Gondeln im Venetian an und gehen dann weiter Richtung Caesars Palace.

Das Venetian
Das Venetian.

Auf dem Weg werden unsere abendlichen Pläne je durchbrochen, als uns ein Promoter in den Nightclub 1 OAK einlädt und uns Freigetränke bis 01:00 h nachts verspricht. Wir wollen uns dennoch kurz Caesars Palace anschauen und erst dann in den Club gehen, ist ja gleich um die Ecke. Auf halben Weg stellen wir fest, dass wir umdrehen müssen, um bis 24:00 h im Club zu sein. Wir suchen also unseren Promoter „Danny“ erfolglos und gehen alleine zum Club. Umsonst reingekommen sind wir, aber irgendwie hat das mit den Freigetränken nicht so ganz geklappt, sodass wir inklusive Trinkgeld für zwei Margaritas 32,00 USD auf den Tresen legen mussten. Meinen instabilen Knien und rücksichtslosen Menschen sei Dank, knicke ich natürlich binnen kurzer Zeit um und kann nur noch mit Schmerzen auf meinen High Heels laufen. Mit schlechtem Gewissen Judith gegenüber (sorry!) machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel und schließen gegen 03:00 h die Augen.


Erstmal shoppen gehen im LV Premium Oulet South

Der nächste Tag beginnt gefühlt viel zu früh. Um halb neun klingelt der Wecker und wir quälen uns aus den Betten. Wir haben ein herzhaftes Frühstück mit den besten Eiskaffees der USA bei iHop und machen uns mit dem Bus auf den Weg zum LV Premium Outlet South. Der Weg führt uns über den gesamten Strip, sodass wir einen genaueren Überblick über Entfernungen gewinnen können. Beim Outlet angekommen sind wir mehr als dankbar, dass es sich hierbei um eine Mall handelt und wir somit nicht draußen von Shop zu Shop sprinten müssen – in Las Vegas ist es nämlich brüllend heiß! Das Outlet an sich hat viele gute Shops und verrückte Angebote. Im Pacific Sunwear of California finden wir ein Schild mit „Buy 2, Get 3 Free“ – das muss ein Fehler sein, die meinen bestimmt „Buy 2, Get The 3rd One For Free“. Judith findet zwei Oberteile und so suchen wir ein drittes, finden aber keins und geben nach einer Weile auf. Der nette Verkäufer weißt uns beim Bezahlen darauf hin, dass wir uns tatsächlich fünf Teile aussuchen können und nur die zwei teuersten bezahlen müssen. Also wird alles anprobiert, was einigermaßen passabel aussieht. So enden wir mit zwei gleichen Oberteilen von Hurley und einem California Tanktop, welche wir einfach so dazu bekommen! Verrückt!

Mandala Bay in Las Vegas

Helikopterflug über den Grand Canyon

Dann geht es zurück Richtung Strip. Wir steigen beim Mandalay Bay aus und schauen es uns von innen und das Luxor nur von außen an. Schließlich werden wir um 16:10 h an unserem Hotel abgeholt für unseren Helikopterrundflug über den Grand Canyon! Leider steigen wir nicht in den Express-Bus ein und müssen so alle paar Meter anhalten. Die Zeit rennt uns davon. Als wir nach fast einer Stunde Fahrt endlich wieder in unserem Hotel ankommen, sprinten wir in unser Zimmer, ziehen uns um, greifen uns die Kameras und machen uns auf zum Treffpunkt, wo der Bus von Maverick Helicopter bereits auf uns wartet. Da wir durch unsere Gehetze letztlich doch sehr früh dran sind, dürfen wir beim nächsten Stop über eine halbe Stunde auf die nächsten Gäste warten. Am Flughafen angekommen, bezahlen wir zusammen über 800,00 USD, lassen uns wiegen und dürfen schließlich endlich in den Helikopter. Aber natürlich erst, nachdem noch ein Foto von uns und dem Captain Cody vor dem Helikopter geschossen wurde. Die Amerikaner machen übrigens zu jeder Gelegenheit Fotos von einem, um es dir später für viel Geld zu verkaufen. Gerne auch vor Greenscreens, sodass „wunderschöne“ Hintergründe hinzugefügt werden können. Aber das nur nebenbei – jetzt geht es los! Was soll ich sagen? Der Flug und die Aussicht sind atemberaubend und einzigartig.

Wir fliegen über den Hoover Dam, direkt über den Grand Canyon und schließlich über Las Vegas, das gerade seine Lichter anschaltet. Auch wenn der Flug unglaublich teuer war, hat sich jeder Cent gelohnt. Dennoch verzichten wir lieber noch über weitere 70,00 USD für die DVD und das Foto mit dem Captain zu investieren und machen uns bereit für die Rückfahrt. Da das Stratosphere Hotel am anderen Ende des Strips ist, dürfen wir bis zum Schluss sitzen bleiben.

Jil und Judith in der Wüste Nevadas

Kurze Stärkung im Fellini’s Ristorante

Mit knurrenden Mägen setzen wir uns in das Fellini’s Ristorante in unserem Hotel. Judith bestellt eine Bolognese und ich Cheesy Tortellini. Beides hat ausgesprochen gut geschmeckt, sodass wir uns noch einen leckeren erdbeerigen Nachtisch gönnen. Übrigens müssen wir uns noch eine neue Zimmerkarte an der Rezeption holen, da die erste Karte von jemanden, und ich sage nicht wer, nur so viel – ich war es nicht 😉 – im Badezimmer liegen gelassen wurde, als es darum ging noch etwas Deo aufzutragen. Mit neuer Karte geht es zurück ins Zimmer und wir wechseln in Abendgarderobe. Ich verzichte heute lieber auf hohe Schuhe und Judith passt sich mir solidarisch an.

Zurück auf den Strip

Heute wollen wir in den Tao Nightclub und uns wirklich die restlichen Casinos angucken. Also fahren wir erneut für 8,00 USD pro Person mit dem Bus auf den Strip und steigen am Circus Circus aus und schauen uns dort den Adventuredome und den Midway mit den Live Acts an.

Dann geht es weiter ins Tao, wo wir bereits – Internet sei Dank – auf der Gästeliste stehen. Am Eingang sitzen zwei halb nackte Mädchen in Badewannen und spielen mit ihren Haaren. Drin ist bereits der Teufel los, obwohl es noch keine 24:00 h ist. Wir kaufen uns für inklusive Trinkgeld 22,00 USD ein Bud Light, was gar nicht so schlecht schmeckt wie vermutet, und ein Corona. Dann quetschen wir uns auf die Tanzfläche, wo wir 10 Minuten durchhalten. Bewegen ist dort einfach unmöglich. Nach einiger Zeit haben wir es endlich wieder von der Tanzfläche geschafft und haben wir suchen uns Platz zum Tanzen. Dort werden wir schnell von Jonathan angesprochen und eingeladen ihm und seinen Freunden, alle samt aus Florida, in einem abgetrennten Bereich Gesellschaft zu leisten. Bei ein paar kostenlosen Drinks, die zudem von einer sehr „interessanten“ Bedienung gemischt werden, kommen wir mit den Jungs ins Gespräch. So erfahren wir zum Beispiel, dass Nathan gerade geheiratet hat und seiner Frau neue Brüste zur Hochzeit geschenkt hat. Gleichzeitig schien er allerdings nicht abgeneigt zu sein weitere Frauenbekanntschaften zu machen. Als Jonathan schließlich Judith einen Schlips umbinden will, beschließe ich, dass es Zeit ist die Reißleine zu ziehen und zu verschwinden.

Jil the Original Hamburger
Jil the Original Hamburger

In Windeseile verlassen wir den Club und machen uns auf zum Caesars Palace. Weiter geht es zum Flamingo, dann ins Paris und bis zum Bellagio. Leider lässt die Müdigkeit und das Wissen, dass wir morgen früh hoch müssen, es nicht mehr zu, dass wir auch noch zum New York, New York gehen. In unserem Hotel verspielen wir noch jeweils 20,00 $ beim Roulette, da Lukas einfach die falschen Zahlen verschlägt, und landen schließlich erschöpft im Bett.

Unser Las Vegas-Fazit

Wir haben nicht genug Zeit für Las Vegas eingeplant! Ich habe es nicht einmal geschafft, ein Fake-Hochzeitsfoto zu machen, um Euch zu schockieren… Dabei hatte ich mir schon eine Kapelle ausgesucht!

Wedding Chapel in Las Vegas

3 comments

  1. Reisbericht: 1. Tag Kopenhagen - Ankunft & Abend im Hostel | Jil's Blog

    […] werde ich etwas nervös. Es handelt sich hierbei um eine mautpflichtige Brücke. Und seit meinen schlechten Erfahrungen mit Mautstraßen in Kalifornien, werde ich immer etwas nervös, wenn ich nicht vorher weiß, wie und wo man für die Überquerung […]

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  2. Reisebericht: 1. Tag Kopenhagen - Ankunft & Abend im Hostel | Jil's Blog

    […] werde ich etwas nervös. Es handelt sich hierbei um eine mautpflichtige Brücke. Und seit meinen schlechten Erfahrungen mit Mautstraßen in Kalifornien, werde ich immer etwas nervös, wenn ich nicht vorher weiß, wie und wo man für die Überquerung […]

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  3. Reisebericht: Kurztrip nach Kopenhagen | Jil's Blog

    […] werde ich etwas nervös. Es handelt sich hierbei um eine mautpflichtige Brücke. Und seit meinen schlechten Erfahrungen mit Mautstraßen in Kalifornien, werde ich immer etwas nervös, wenn ich nicht vorher weiß, wie und wo man für die Überquerung […]

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